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Intro   Steven Paul Jobs

Er ist reich. Er ist mächtig. Er ist anders; ein aufrührerischer Rebell, ein Idealist, ein Querdenker. Er ist Apple, Apple in Person: Steven Jobs. Tauchen Sie ein in die Geschichten und Mythen des Silicon Valley. Begleiten Sie Steven Jobs, wie er in jungen, unerfahrenen Jahren seine Firma gründet, dann verstossen wird, nur um später als triumphaler Retter aus dem Exil zurückzukehren, zurück zu Apple, dorthin, wo er hingehört.

Letztes Update am Samstag, 24. März 2007 | Permalink | Social Bookmarking: Bookmark via del.icio.us digg it! Bookmark via Technorati | Socializer

Steven Paul Jobs - Seite 2

Apple

Als Steven Jobs 1974 ins Elternhaus nach Kalifornien zurückkehrte, begann er beim Spielentwickler Atari zu arbeiten und entwickelte gemeinsam mit Stephen Wozniak das Spiel Breakout. Breakout war das Nachfolgespiel von Ataris Pong, dem ersten Videospiel überhaupt. Zur gleichen Zeit begann Woz mit der Entwicklung eines neuen Computers, den er Jobs 1976 vorführte. Der Computer besass eine Tastatur und einen Fernsehanschluss. Er liess sich mit BASIC programmieren und war im Vergleich zu anderen damaligen Computern sehr leistungsfähig. Jobs war begeistert und schlug die Gründung einer eigenen Firma vor, um den Computer zu verkaufen.

Am 1. April 1976 gründeten die beiden gemeinsam die Computerfirma Apple, um den Apple I getauften Computer zu vertreiben. Bereits damals kristallisierte sich die ungewöhnliche Arbeitsteilung der beiden heraus. Der begnadete Tüftler Wozniak arbeitete an der Weiterentwicklung seines Computers, während Jobs sich um die Vermarktung kümmerte. Gemeinsam schafften sie es, die Computerrevolution ins Rollen zu bringen. Apple war der Marktführer einer boomenden Branche, und der Medienliebling Jobs wurde zu einer Symbolfigur des American-Dream. Mit Apple ging es laufend aufwärts, 1980 wagte Apple bereits den Gang an die Börse. Drei Jahre darauf gelang es Jobs, John Sculley, einen erfahrenen Manager, von Pepsi abzuwerben, um die Position des CEO bei Apple neu zu besetzen.

NeXT

Doch die Freundschaft zwischen Jobs und Sculley währte nur kurz. Nach einer misslungenen Intrige gegen Sculley legte Jobs sein Amt bei Apple im September 1985 nieder. Steven Jobs beschloss, zusammen mit sechs anderen ehemaligen Apple-Angestellten einen Neuanfang zu wagen und gründete die Firma NeXT. Er hoffte, die Erfolge von Apple wiederholen zu können, und setzte alles daran, einen Computer zu entwickeln, der leistungsfähiger war als alle damals erhältlichen Computer von Apple. Obwohl NeXT jahrelang kein einziges Produkt vorweisen konnte, war es eines der bekanntesten und attraktivsten Unternehmen der Computerindustrie. Jobs galt als Marketinggenie, als jemand, der es verstand, eine Firma aufzubauen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als NeXT 1988 seinen ersten Computer vorstellte. Die Pressereaktionen auf den ersten NeXT-Computer fielen positiv aus, NeXT wurde innerhalb kürzester Zeit bekannt für ihre innovativen und leistungsfähigen Produkte.

Trotzdem blieben die Erfolge aus, die Verkaufszahlen verfehlten die Erwartungen bei weitem. 1993 musste NeXT mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen. Obwohl es offensichtlich war, dass NeXT nie zu einem zweiten Apple würde, wurden die Produkte weiterentwickelt und laufend verbessert. Jobs legte seinen Schwerpunkt neu auf das objektorientierte Betriebssystem NeXTStep, sowie auf das Internet-Entwicklungstool WebObjects.

Pixar

Während Steven Jobs als Gründer von Apple und NeXT auch ausserhalb der Branche nie ein Unbekannter war, geriet beinahe in Vergessenheit, dass Jobs neben Apple und NeXT noch ein weiteres Unternehmen gegründet hat: Pixar. Für Aufmerksamkeit sorgte Pixar erstmals 1995. Damals brachte der Medienriese Walt Disney mit Toy Story den weltweit ersten computeranimierten Spielfilm in die Kinos. Toy Story war ein durchschlagender Erfolg und spielte mehrere hundert Millionen Dollar ein. Als Produzent von Toy Story galt das Animationsstudio Pixar als Vater des Erfolges. Obwohl Pixar erst mit Toy Story für Furore sorgen konnte, reichten die Wurzeln des Unternehmens nahezu zehn Jahre zurück, in die Zeit, in der Steven Jobs Apple verlassen musste.
Damals begann für Jobs ein neues Leben. Mit Apple hatte er abgeschlossen, NeXT befand sich bereits im Aufbau. Jobs reiste viel in der Welt umher, er brauchte Zeit zum Nachdenken. Er sammelte Visionen, er war sich noch nicht sicher, was aus NeXT einmal werden sollte. Dabei fiel sein Blick eines Tages auf die Computerdivison von LucasFilm. Jobs beschloss kurzerhand, diese Division für zehn Millionen Dollar zu kaufen, um daraus ein eigenständiges Unternehmen namens Pixar zu machen.
Zwanzig Jahre lang bleibt Steven Jobs CEO von Pixar, obwohl er keinen Einfluss auf das operative Geschäft hat. Im Laufe der Jahre steckte Jobs über 50 Millionen Dollar in Pixar - das ist mehr Geld, als er je in NeXT investiert hatte. In den ersten Jahren dümpelte das Geschäft nur langsam vor sich hin, Pixar beschäftigte sich mit der Produktion von 3D-Grafiken und der Entwicklung der dazu benötigten Software. Zwar konnte Pixar mit originellen Kurzfilmen mehrmals das Potenzial ihrer Technologie andeuten und auch einige Preise gewinnen, den wirklichen Durchbruch als Filmstudio schafften sie damit aber nicht. Doch dann, im Jahre 1991, klopfte plötzlich Disney an die Tür und bat Pixar um die Produktion eines computeranimierten Spielfilmes - der Rest ist Geschichte.
Nach dem Erfolg mit Toy Story ging Pixar an die Börse und wurde zum Milliarden-Dollar-Unternehmen. In der Folge schuf sich Pixar einen Namen durch Filme wie ‘Findet Nemo’ oder ‘Die Unglaublichen’.
Obwohl sich Steven Jobs nie mit Pixars Tagesgeschäften beschäftigte, schuf er die Basis für all die Erfolge. 2006 wird Pixar von Disney aufgekauft, nachdem in den Jahren zuvor bereits mehrfach darüber spekuliert wurde, ob Pixar nicht einfach den Vertriebspartner Disney Corporations schlucken könnte. 7.4 Milliarden Dollar legt Disney für Pixar auf den Tisch. Für jede Pixar-Aktie wechseln 2.3 Anteilsscheine von Disney ihren Besitzer, Steven Jobs wird grösster Disney-Einzelaktionär. Obwohl er mit Pixar das Geschäft seines Lebens machte, stand das Animationsstudio in Jobs’ Leben nie im Mittelpunkt, emotional fühlte sich Jobs stets viel stärker mit NeXT verbunden.

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