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Intro   Steven Paul Jobs

Er ist reich. Er ist mächtig. Er ist anders; ein aufrührerischer Rebell, ein Idealist, ein Querdenker. Er ist Apple, Apple in Person: Steven Jobs. Tauchen Sie ein in die Geschichten und Mythen des Silicon Valley. Begleiten Sie Steven Jobs, wie er in jungen, unerfahrenen Jahren seine Firma gründet, dann verstossen wird, nur um später als triumphaler Retter aus dem Exil zurückzukehren, zurück zu Apple, dorthin, wo er hingehört.

Letztes Update am Samstag, 24. März 2007 | Permalink | Social Bookmarking: Bookmark via del.icio.us digg it! Bookmark via Technorati | Socializer

Steven Paul Jobs - Seite 3

Rückkehr zu Apple

Als Mitte der 90er-Jahre offensichtlich wurde, dass NeXT gescheitert war, begann sich Steven Jobs nach Interessenten für sein angeschlagenes Unternehmen umzuschauen. NeXTStep galt zwar als ein sehr fortschrittliches System, doch der Krieg um die Personal Computer war längst entschieden, Windows hatte sich als führendes Betriebssystem etabliert. Was sich bereits zuvor abzeichnete, wurde Ende 1996 öffentlich bekannt gegeben: Apple kaufte NeXT für den viel zu hohen Preis von 400 Millionen Dollar, um auf der Grundlage von NeXTStep das Macintosh-System der Zukunft zu entwickeln. Damit war Jobs nach elf Jahren wieder zurückgekehrt zu jenem Unternehmen, welches er 20 Jahre zuvor gegründet hatte.

Als Apple CEO Gil Amelio Steven Jobs während seiner Eröffnungskeynote zur Macworld Expo im Januar 1997 auf die Bühne bat, wurde dieser vom anwesenden Publikum euphorisch begrüsst. Schnell wurde klar, dass Jobs das Ruder bei Apple selbst in die Hand nehmen würde, um die angeschlagene Firma zurück in die Gewinnzone zu führen. Noch im Laufe des Jahres 1997 musste Amelio sein Amt als CEO niederlegen. An seiner Stelle wurde Jobs zum interims-CEO und im Jahre 2000 schliesslich zum CEO gewählt.

Seit seinem Wiedereinstieg bei Apple hat sich Steve Jobs für viele Entwicklungen verantwortlich gezeichnet, welche die Computerindustrie entscheidend voranbrachten. Mit dem iMac, dem iBook, dem blau-weissen G3-Power Mac sowie dem Power Mac G5 und dem iPod, aber auch mit Technologien wie USB, AirPort, FireWire, sowie mit innovativen Softwareprodukten wie dem auf NeXTStep basierenden Mac-OS-X-Betriebssystem, iLife und dem iTunes Music Store wurde Apple wieder zu einem der führenden Computerhersteller.

Im Juni 2005 hielt Steven Jobs im Rahmen einer Abschlussfeier an der Stanford University eine Rede. Seinen Zuhörern verkündete er die folgende Botschaft:

An den möglicherweise nahen Tod zu denken, ist nach meiner Erfahrung das stärkste Hilfsmittel, wenn es darum geht, wichtige Lebensentscheidungen zu treffen. Weil nahezu alles, alle äussere Erwartung, aller Stolz, alle Angst vor Schwierigkeiten oder Scheitern, angesichts des Todes von einem abfallen, so dass nur das wirklich Wichtige bleibt. Wir sind immer nackt. Es gibt keinen Grund, nicht der Stimme des Herzens zu folgen.

Weniger als ein Jahr zuvor, am ersten Augustwochenende 2004, musste sich Steven Jobs einer Krebsoperation unterziehen lassen. Am Tag nach der Operation erhielten Apples Angestellte folgende E-Mail:

Team, I have some personal news that I need to share with you, and I wanted you to hear it directly from me. This weekend I underwent a successful surgery to remove a cancerous tumor from my pancreas. I had a very rare form of pancreatic cancer called an islet cell neuroendocrine tumor, which represents about 1 percent of the total cases of pancreatic cancer diagnosed each year, and can be cured by surgical removal if diagnosed in time (mine was). I will not require any chemotherapy or radical treatments. The far more common form of pancreatic cancer is called adenocarcinoma, which is currently not curable and usually carries a life expectancy of around one year after diagnosis. I mention this because when one hears “pancreatic cancer” (or Googles it), one immediately encounters this far more common and deadly form, which, thank God, is not was I had. I will be recuperating during month of August, and expect to return to work in September. While I’m out, I’ve asked Tim Cook to be responsible for Apple’s day to day operations, so we shouldn’t miss a beat. I’m sure I’ll be calling some of you way too much in August, and I look forward to seeing you in September. Steve PS: I’m sending this from my hospital bed using my 17-inch PowerBook and an AirPort Express.


Schlagartig wurde der Öffentlichkeit die Bedeutung von Steven Jobs ins Bewusstsein gerufen. Ohne Steve könnte Apple nicht existieren. Ohne Steve könnte das Silicon Valley nicht existieren. In der 30-jährigen Geschichte des Silicon Valley ist Jobs die einzige Konstante. Obwohl sich die Technik laufend verändert und verbessert hat, ist Steven Jobs der gleiche Mensch geblieben.
Noch heute ist er für seine spektakulären Keynotes bekannt, noch heute betritt er die Bühne jeweils gekleidet mit verwaschenen Jeans und Rollkragenpullover. Auch seine Prioritäten und Charakterzüge haben sich nicht verändert. Seine Mitarbeiter bezeichnen ihn als ungeduldig, starrsinnig, eingebildet, selbstherrlich und exzentrisch. Doch gepaart mit seinem Ehrgeiz, seiner Willenskraft und dem Charisma, welches er an den Tag legt, ergibt sich ein Charakterbild, dessen Bann sich kaum jemand entziehen kann. Steve hat immer Recht und Steve bekommt immer, was er will. Zwei Eigenschaften, die in der Geschäftswelt von unschätzbarem Wert sind.

Noch heute lebt Steven Jobs mit seiner Frau Laurene, welche er 1991 heiratete, und den drei gemeinsamen Kindern im Silicon Valley. Auch mit Lisa, welche seine High-School-Freundin 1978 zur Welt brachte und welche später als Namensgeberin für den Apple Lisa diente, versteht sich Steve unterdessen sehr gut, nachdem er sie anfangs nicht als seine Tochter akzeptierte. Steven Jobs ist massgeblich für den Erfolg von Apple und Pixar verantwortlich. Für seine Leistungen erhielt Jobs im Jahre 1985 gemeinsam mit Stephen Wozniak die Nationalmedaille für Technologie vom amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan überreicht.

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