Nach der Dürre kommt die Flut

Stürmischer Herbst

Jeweils zwischen Spätsommer und der vorweihnachtlichen Zeit läuft Apples Produktmaschinerie zu Höchstleistungen auf — neue Produkte werden lanciert und überall auf der Welt bilden sich vor den ikonischen Apple Stores Schlangen aus einkaufsfreudigen Menschen. Was neue Produkte anbelangt steht in diesem Herbst nach äusserst kargen Monaten ein wahrer Produkte-Sturm an.

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Neue Betriebssysteme

Bereits für diesen Herbst angekündigt hat Apple die beiden neuen Betriebssysteme «OS X Mavericks» und «iOS 7». Einen ersten Blick auf die neuen Systeme gewährte Apple im Juni an der hauseigenen Entwicklerkonferenz «WWDC». Die Vorabversionen, auf welche registrierte Entwickler seither Zugriff haben, zeigen bereits umfangreich, was die neuen Systeme mit sich bringen werden. Unsicher bleibt aktuell jedoch, ob die Beta-Versionen bereits über den gesamten Funktionsumfang der finalen Version verfügen.

OS X Mavericks

Erstmals nicht mehr nach einem Raubtier, sondern nach einem Ort in Kalifornien benannt, wird auch das diesjährige OS X erneut zahlreiche Neuerungen mit sich bringen. Endlich schafft die digitale Bibliothek «iBooks» den Sprung von iOS auf den Mac — künftig können die Titel aus dem iBook-Store also auch auf dem Mac gelesen werden. Seinen Ursprung auf iOS hat auch das neue «Karten»-Programm. In OS X Mavericks macht Apple die eigene Kartentechnologie nun auch auf dem Mac zum Standard und liefert gleich noch ein komfortables Mac-App zur Nutzung des Kartenmaterials mit. Zu den weiteren grösseren Neuerungen gehören ein Finder mit Tabs und Tags, erweiterte Funktionen im Umgang mit mehreren Monitoren, neue Funktionen in Applikationen wie Safari, Kalender etc. sowie ein neuer iCloud-Dienst namens «iCloud-Schlüsselbund» — letzterer synchronisiert gespeicherte Passwörter und Kreditkarten-Informationen zwischen Macs und iOS-Geräten.

Sehr interessant an OS X Mavericks sind aber auch die zahlreichen Neuerungen «unter der Haube». Dank Technologien wie «Timer Coalescing», komprimiertem Arbeitsspeicher, App Nap oder dem «Safari Power Saver» arbeitet der Mac effizienter — laut ersten Erfahrungsberichten sollen die Technologien auch älteren Macs einen spürbaren Geschwindigkeitskick und längere Batterielaufzeit bescheren.

Eher unwahrscheinlich gilt derzeit, dass der bisher bekannte Funktionsumfang von OS X Mavericks noch durch nicht gezeigte grössere Funktionen erweitert wird. Höchst wahrscheinlich beinhalten die Vorabversionen, auf welche registrierte Entwickler bei Apple Zugriff haben, bereits alle für die finale Version geplanten Funktionen.

Noch ist unklar wann genau OS X Mavericks auf den Markt kommen wird. Ein Erscheinen des neuen Betriebssystem ist eigentlich fast jederzeit möglich. Bewahrheiten sich die Gerüchte rund um neue iPhones im September, könnte es auch möglich sein, dass das neue OS X Mavericks im Oktober lanciert wird.

iOS 7

Geht es um die neue iOS-Version, steht meistens das komplett erneuerte Design im Fokus. Viel wurde bereits über das iOS 7 Design geschrieben. Viel hat Apple auch seit der ersten Präsentation im Juni an iOS 7 geändert und verbessert. Am besten, man macht sich ein eigenes Bild vom «Look and Feel» des neuen Betriebssystems für iPhone, iPad und Co.

iOS 7 trumpft jedoch nicht nur mit einem neuen Design auf, sondern hat auch diverse neue Funktionen mit an Bord. Neben vielen kleineren Neuerungen stechen neue Funktionen wie das «Kontrollzentrum», die neue Mitteilungszentrale und AirDrop heraus. Letzteres ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur iOS-Funktionen ihren Weg auf den Mac finden, sondern auch Mac-Funktionen den Sprung auf die iOS-Geräte schaffen können.

Mit anstehenden neuen iPhones und iPads ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die aktuellen Beta-Versionen noch nicht den kompletten Funktionsumfang des geplanten iOS 7 abbilden. Unter Umständen könnten noch gerätespezifische Funktionen für die neuen iPhone- und iPad-Generationen implementiert werden.

Eine letzte Vorabversion — auch «Golden Master» genannt — wird wohl am spekulierten Special-Event am 10. September an die Entwickler verteilt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird iOS 7 dann am Vorabend der Lancierung der spekulierten neuen iPhone-Modelle veröffentlicht. Dies war in den vergangenen Jahren gang und gäbe — es gibt eigentlich kein Grund, dass Apple dieses Vorgehen mit iOS 7 ändern wird. Dementsprechend dürfte das runderneuerte iOS 7 noch vor Ende September auf die Weltbevölkerung losgelassen werden.

Neue iPhones und iPads

Die Hand ins Feuer legen kann man wohl für die Behauptung, Apple werde noch vor dem November sowohl neue iPhone- wie auch neue iPad-Modelle auf den Markt bringen.

iPhone 5S und iPhone 5C

Eine Gerüchtesammlung in Stichworten: iPhone neu in zwei Modellreihen — ein High-End-Modell und ein günstiges Einstiegs-Modell; die neue iPhone-Generation soll «iPhone 5S», das Budget-iPhone «iPhone 5C» heissen; iPhone 5S äusserlich kaum Unterschiede zum iPhone 5, jedoch neu auch in einer Champagner- bzw. Gold- und einer Graphit-Farbvariante; vielleicht mit 128-GB-Modell; Kamera entweder wie bisher 8 oder neu 12 Megapixel; verbesserte Optik und neuer High-Speed-Videokamera-Modus; schnellerer A7-Prozessor und schnellere Grafikeinheit; schnelleres LTE und Kompatibilität zu den proprietären «China Mobile»-Funknetzwerken; Fingerabdruck-Sensor im Display integriert oder in einem neuen Home-Button aus Saphir-Kristallglas; iPhone 5C mit «C» für «Color»; kratzfestes Plastik-Gehäuse; ähnliches Volumen wie iPhone 4S; in mindestens 6 Farben; angeblicher Preis zwischen 399 und 450 US-Dollar

Laut aktuellsten Gerüchten soll Apple für den 10. September ein Special Event planen. Für diese Keynote erwartet man nun die Vorstellung dieser beiden neuen iPhone-Modelle. Die Marktlancierung wird in den wichtigsten Märkten am 20. September vermutet, danach stetiger Ausbau der Verbreitung. Angeblich soll Apple mit den neuen iPhone-Modellen endlich ein Deal mit dem grössten Mobilfunkanbieter der Welt — China Mobile — abschliessen können. Die Geräte werden den Gerüchten nach in China aber erst Ende November auf den Markt kommen.

iPad 5 und iPad mini 2

Letztes Jahr gab es aufgrund der Einführung des neuen Lightning-Anschlusses innerhalb eines halben Jahres zwei iPad-Modelle. Das war eine Ausnahme, denn Apple will offensichtlich dem Ein-Jahreszyklus treu bleiben. In diesem Jahr gab es bis dato deshalb auch noch keine neuen iPad-Modelle. Jetzt ist die Zeit wieder reif — es stehen wohl also wieder neue iPad-Modelle an. Auch in diesem Herbst werden die grössten Neuerungen bei den iPads wahrscheinlich primär verbesserte Innereien sein. Schnellere Prozessoren und bessere Grafikleistung — beim ‘grossen’ iPad aber auch eine kleine Diät: Laut Gerüchten soll das grosse iPad dem Formfaktor seines neuen kleinen Bruders — iPad mini — nachempfunden werden. Leichter soll das Gerät werden und das Gehäuse kompakter — insbesondere die Ränder links und rechts beim Display sollen schmaler werden.

Bei der wohl kommenden zweiten iPad-mini-Generation ist sich die Gerüchteküche noch nicht ganz sicher, ob dieses über ein Retina-Display verfügen wird oder nicht. Für ein Retina-Display spricht unter anderem der Umstand, dass das iPad mini mittlerweile das einzige neue iOS-Gerät ist, welches ohne Retina-Auflösung ausgeliefert wird. Gegen ein Retina-Display spricht zum Beispiel die Batterielaufzeit. Ein Retina-Display braucht markant mehr Strom und belastet somit den Akku mehr als ein normal-auflösendes Display. Entweder hat Apple bereits eine Lösung, um im iPad mini mit gleich-bleibender Batterielaufzeit ein Retina-Display betreiben zu können, oder wir müssen beim iPad mini noch etwas länger auf ein Retina-Display warten. Dass Apple ein iPad mini zwar mit Retina-Display, dafür aber mit markant schlechterer Batterielaufzeit vorstellen wird, ist nahezu ausgeschlossen.

Je nach dem wie gross die Neuerungen bei den kommenden iPad-Modellen sein werden, könnte es auch sein, dass die neuen iPads bereits während dem spekulierten iPhone-Event im September vorgestellt werden. Möglich ist aber auch ein eigener Event für das Apple-Tablet zu einem späteren Zeitpunkt im September oder Oktober.

Nicht ganz ausgeschlossen ist überdies, dass das neue Betriebssystem iOS 7 für iPad nicht zusammen mit iOS 7 für iPhone veröffentlicht wird, sondern ein paar Wochen später. Dies könnte dann auch eine versetzte Lancierung neuer iPads bekräftigen.

Neue Macs

Bereits angekündigt hat Apple für den Herbst den neuartigen «Mac Pro». Im Sommer ein Update erfahren durfte das MacBook Air — als erster Mac wurde das ultra-kompakte Notebook mit Intels neuer CPU-Generation «Haswell» ausgerüstet. Man darf davon ausgehen, dass Apple noch vor dem Weihnachtsgeschäft alle anderen Macs ebenfalls aktualisieren wird.

Mac Pro

Der neue Mac Pro wurde während der WWDC angekündigt — etwas Apple-untypisch mit einem Video-Teaser. Mittlerweile läuft der Teaser auch in den US-Kinos und stimmt auch dort das Publikum auf den neuen Mac ein.
Mit dem Teaser des neuen Mac Pros zeigte Apple an der WWDC einen Vorgeschmack auf die «Zukunft des professionellen Desktop-Computers», so der Computer-Konzern. Der neue Mac Pro ist gänzlich auf höchste Leistung getrimmt und kommt dabei in einem neuen Design daher. Dieses neue Design stösst in der Community nicht nur auf Gegenliebe. Rund um einen «revolutionären», vereinheitlichten Wärmekern entwickelt, führt der Mac Pro eine komplett neue professionelle Desktop-Architektur ein. Das zylindrige Gehäuse ist gerade einmal gut 25 Zentimeter hoch. Es beherbergt die neusten Xeon-Prozessoren, super-schnelle Dual-FirePro-GPUs, mit ECC-RAM den schnellsten je in einem Mac verbauten Arbeitsspeicher und schnellen PCIe-basierenden Flash-Speicher. Aufgerüstet werden kann das Gerät — und hier wird Apple von nicht wenigen kritisiert — eigentlich nur extern, dafür dies aber unter anderem mit dem superschnellen neuen Thunderbolt-2-Anschluss.

Wann genau der Verkaufsstart des neuen Mac Pro ist, hat Apple bis dato nicht bekannt gegeben. Oktober oder November gelten als mögliche Erscheinungsdaten.

iMac, Mac mini und MacBook Pro

Wie Eingangs erwähnt dürften in den nächsten Wochen alle Macs mit der neuen Intel-CPU-Generation «Haswell» ausgerüstet werden. Neben dem neuen CPU werden wohl auch alle Macs mit (standardmässigem oder optionalem) PCIe-basierendem Flash-Speicher daherkommen. Das neue MacBook Air verfügt bereits über den schnelleren Speicher und der neue Mac Pro erhält — wie erwähnt — ebenfalls PCIe-SSDs. Vielleicht erhalten das MacBook Pro und der iMac auch bereits die neuen Thunderbolt-2-Anschlüsse.

In den MacBook Pros dürften die neuen effizienteren Haswell-CPUs für markant mehr Batterielaufzeit sorgen — wie dies bereits eindrücklich beim MacBook Air zu beobachten ist. Der Mac mini trägt bereits heute den Titel des energie-effizientesten Macs — ein Haswell-System ist dem kleinen Mac geradezu auf den Leib geschnitten. Und auch der iMac dürfte dank den Haswell-CPUs noch leistungsstärker werden und dabei noch weniger Energie verbrauchen.

Vor einem Jahr wurde der iMac das letzte Mal aktualisiert. Während sich damals die neue Generation verspätete, wurden die alten Modelle unglücklich zu früh aus dem Sortiment genommen, wodurch während Wochen kein einziger iMac mehr ausgeliefert werden konnte. Es bleibt zu hoffen dass Apple dieses Malheur in diesem Jahr nicht erneut mit einem Mac-Modell passieren wird.

iTunes Radio

Ebenfalls bereits angekündigt hat Apple den Start von «iTunes Radio», einem kostenlosen Internetradio-Dienst. Mittels iTunes Radio haben iTunes-Nutzer künftig Streaming-Zugriff auf über 200 Sender und einen «unglaublichen Musikkatalog» aus dem iTunes Store. Die Sender werden von jener Musik inspiriert, welche man bereits in iTunes hat und hört. Auch gibt es Sender die auf Genres fokussiert sind oder sogenannte «Featured Stations», welche von Apple verwaltet und in denen besondere Künstler vorgestellt werden. iTunes Radio soll sich selber weiter entwickeln, so Apple, basierend auf der Musik, die der Nutzer abspielt und herunterlädt. Je öfter der Nutzer also iTunes Radio und iTunes nutzt, desto besser wisse iTunes Radio, was der Nutzer gerne höre und umso individueller werde die Hörerfahrung, so Apple. iTunes Radio wird ausserdem Zugriff auf exklusive «first listen»-Premieren von bekannten Künstlern bieten. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, das Gehörte mit einem Klick zu markieren oder zu kaufen.

Starten dürfte iTunes Radio gleichzeitig mit iOS 7 — bleibt aber vorerst nur Kunden mit einem US-iTunes-Konto vorbehalten. Wann das Angebot auch international verfügbar wird ist noch schwer abzuschätzen.

Neue iPods

Seit Jahren gibt es jeweils im Herbst eine neue iPod-Generation. So wohl auch in diesem Jahr. «Revolutionen» werden keine erwartet.

Jahr für Jahr werden weniger iPods verkauft. Man kauft sich heute wohl lieber ein Smartphone — Apple kannibalisiert die iPods mit dem iPhone also gleich selbst. Einzig der iPod touch läuft angeblich noch sehr gut — ein Umstand, der sich vielleicht mit dem Budget-iPhone «iPhone 5C» ändern könnte.

Aktuell gibt es kaum Gerüchte rund um neue iPods. Sollten in den nächsten Wochen neue iPods auf den Markt kommen — vielleicht als kleine Zugabe während dem spekulierten Event am 10. September — dann dürften dies ein aktualisierter, dem iPhone 5 bzw. 5S angepasster iPod touch sein und ein neuer iPod nano.
Apples bisherigen Nano-Designs nach zu schliessen, darf man davon ausgehen, dass auch ein allfälliger neuer «iPod nano» wieder in einem komplett neuen Design daherkommen könnte. Der iPod shuffle wurde nun bereits seit zwei Jahren nicht mehr überarbeitet — es ist schwierig abzuschätzen, ob Apple hier noch Änderungen vornehmen wird. «Time will tell.»

Neues Thunderbolt-Display

Mit dem 4K-fähigen Thunderbolt-2-Anschluss und neuen leistungsfähigen Grafikkarten liegt die Vermutung nahe, dass Apple noch in diesem Jahr auch beim Thunderbold-Display auf 4K setzen wird. Ein zusätzliches Display-Modell mit der hohen Auflösung — pünktlich zum Start des neuen Mac Pro — dürfte vor allem Video-Profis erfreuen.

Neue Apple-TV-Box — oder ein Apple-Fernseher?

Apples aktuelle Settop-Box «Apple TV» ist bereits seit Herbst 2010 auf dem Markt. Im Frühling 2012 wurde ein etwas aufgemotztes Modell mit Unterstützung für FullHD (1080p) lanciert. Im Grunde genommen wurde die Box aber seit drei Jahren nicht mehr umfänglich aktualisiert. Vor Kurzem hat Google mit dem «Chromecast» ein ähnliches, kompakteres, günstigeres, dafür aber auch funktional nicht ganz so komplettes Gerät vorgestellt. Es bleibt spannend ob und wie Apple auf diese neue Konkurrenz reagieren wird. Möglich wäre eine Senkung des Preises des aktuellen Modells, oder eine neue vierte Apple-TV-Generation.

In den vergangen Monaten gab es vermehrt Berichte über Verhandlungen von Apple mit Inhalte-Produzenten. Es geht um neue Angebote für «Apple TV»-Nutzer. Neue Sender wurden bereits aufgeschalten — zuletzt erhielten US-Nutzer am gestrigen Abend einige neue Inhalte. Nicht auszuschliessen ist deshalb, dass es in diesem Herbst noch die eine oder andere zusätzliche «Apple TV»-Neuigkeit geben wird.

Seit geraumer Zeit wird auch über einen eigenen Fernseher von Apple spekuliert. Nach wie vor weiss wohl niemand ausserhalb von Apple, ob es einen solchen wirklich je geben wird. Und wie ein Fernseher von Apple die etablierten Geräte anderer Hersteller übertrumpfen soll. Die Aussage von Steve Jobs, welche er vor etwa zweieinhalb Jahren gegenüber seinem Biograf Walter Isaacson machte — er habe die «einfachste Steuerung für einen Fernseher gefunden» — regte die Gerüchteküche rund um den Apple-Fernseher erst recht an. Seither sind die Gerüchte aber selten und dünn. Auch Apple CEO Tim Cook hält den Ball jeweils flach, wenn er in einem seiner wenigen Interviews zum Thema TV befragt wird: «Wir haben eine grosse Vision.» Mehr wird nicht verraten. Ob diese Vision nun mit der bestehenden «Apple TV»-Box umgesetzt wird, oder ob tatsächlich ein Apple-Fernseher kommen wird, bleibt offen. Der Apple-Fernseher bleibt somit weiterhin reine Spekulation. Nach aktuellem Wissensstand wäre eine Vorstellung eines Fernsehers von Apple in diesem Herbst doch eine eher grosse Überraschung.

iWatch

Da wir gerade bei den ganz grossen Apple-Gerüchten sind: Samsung möchte angeblich am 4. September eine Smartwatch auf den Markt bringen — damit will der koreanische Konzern Apple zuvor kommen. Seit langem wird schliesslich über eine intelligente Uhr von Apple spekuliert. Was genau die «iWatch» können soll, da ist man sich in der Gerüchteküche aber nicht einig. Einige sprechen von einem Gerät, welches Smartphones ersetzen wird. Wiederum andere sehen in der iWatch ein Accessoire für das iPhone und iPad. Bei Letzterem wäre die iWatch eine Erweiterung, die dem Träger bei hereinkommenden Anrufen oder Nachrichten informieren könnte. Den aktuellsten Gerüchten zufolge soll die iWatch aber vor allem im Gebiet der Messungen stark sein. Mittels diverser Sensoren könnte eine iWatch Sport-Aktivitäten und Trainings sowie Fitness-Sessions aufzeichnen und Apps mit diesen medizinischen Informationen, welche für die Gesundheit des Trägers relevant sind, beliefern. In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass Apple einige hochrangige Entwickler von Medizinaltechnik-Unternehmen abwerben konnte. Auch einige andere Neuzugänge bei Apple könnten auf einen Markteintritt des iPhone-Herstellers in diesem Segment hindeuten.

Nicht wenige «Branchen-Experten» gehen von einer baldigen Vorstellung einer iWatch von Apple aus. Ob die spekulierte Marktlancierung aber noch in diesem Herbst stattfinden wird, ist noch sehr ungewiss. Aktuell steht eher der Zeitraum «Anfang/Mitte 2014» im Bereich des Möglichen.

Aperture 4

Nach dem neuen «Final Cut Pro X» und «Logic Pro X» ist die professionelle Fotoverwaltungssoftware «Aperture» die einzige Pro-Applikation, welche noch auf eine Aktualisierung wartet. Aperture 3 ist nun bereits seit Februar 2010 auf dem Markt — zwar wurde das Programm laufend aktualisiert und mit neuen Funktionen versorgt, aber die Zeit wäre reif für eine grössere Überarbeitung. Adobe hat kurz nach Apples Veröffentlichung von Aperture 3 sein «Photoshop Lightroom 3» veröffentlicht. Seither hat Adobe zwei weitere Versionen nachgereicht. Apple täte gut daran, seine Fotografen nicht mehr all zu lange auf eine neue Aperture-Version warten zu lassen.

Updates für Pro-Software stellte Apple in den letzten Jahren meist ohne Event und eher überraschend vor. Es ist nicht zuletzt deshalb schwierig vorherzusagen, wann (oder «ob») Aperture 4 veröffentlicht wird. Aperture 4 könnte in einer der nächsten Wochen veröffentlicht werden … oder aber erst nächstes Jahr.

iWork & iLife 2013?

Zu guter Letzt bleibt offen, ob auch die Programme der iWork- und iLife-Suiten noch in diesem Herbst ein Update erfahren werden.

iWork hat mit «iWork für iCloud» eben den Sprung in den Browser geschafft — und damit indirekt auch auf Windows.
Die Mac-Version erhielt bereits seit 2009 keine neue Versionsnummer mehr, inoffiziell trägt die iWork-Suite noch immer das Kürzel «‘09», auch wenn Apple dieses unlängst entfernt hat.
Bei den iOS-Apps stellt sich die Frage, ob das neue iOS-7-Design auch bei «Numbers», «Pages» und «Keynote» Einzug halten wird und es entsprechend noch in diesem Herbst grössere Updates geben wird.

Abgesehen von iTunes wurden die iLife-Titel «GarageBand», «iPhoto» und «iMovie» seit dem Oktober 2010 nicht mehr erneuert. «iLife ‘11» ist auch Ende August 2013 die aktuellste Version der Suite.

Es sind also bereits ein paar Jahre vergangen, seit dem letzten grossen Update der Mac-Suiten (iWork: Januar 2009; iLife: Oktober 2010). Aktualisierungen wären diesbezüglich also längst überfällig. In Anbetracht der stetigen App-Updates und den anstehenden neuen Betriebssystemen, wäre eine Lancierung neuer iLife– und iWork-Versionen in den nächsten Wochen aber doch eher eine Überraschung.

Fazit

Es werden neue Betriebssysteme, neue Macs, neue Dienste, neue iPods und neues Zubehör erwartet. Machen wir uns auf einen wohl ziemlich stürmischen Herbst gefasst.

4 Kommentare

Kommentar von sandiro (#27045)

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Eigentlich ein Problem die zwei unterschiedlichen Designs von iOS und OSX:

Lässt Apple des Design wie bisher (bei allen iWork Apps), passt das alte Design der iWork-Apps für iOS nicht zu iOS 7.

Das Design der iWork Apps für iOS müsste daher eigentlich angepasst werden, damit es zu iOS 7 passt. Dann müsste aber auch konsequenterweise die Browser-Version und die Desktopversion angepasst werden. Dann passt das neue Design aber nicht zum Design von OS X…

Kommentar von bst (#27046)

Avatar

Eine neue Version von iWork für den Mac wurde während der Vorstellung von iWork für iCloud an der WWDC für diesen Herbst angekündigt.

Gerade für Pages und Numbers ist dieses Update überfällig. Hoffentlich gibt’s die ersehnten neuen Funktionen.

Kommentar von bst (#27048)

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Textrotation in Tabellenzellen ist sicher ein ganz grosses Manko.

Dann vermisse ich einige weitergehende Funktionen, welche eine professionelle Textverarbeitung ausmachen. Zum Beispiel Kapitelüberschriften in Kopfzeilen oder globale Formatvorlagen anstelle von solchen, die für jede Datei andere sind. Überhaupt könnte die Verwaltung der Formatvorlagen verbessert werden.

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