Apple-Umweltchefin: Erneuerbare Energien sind ein Wettbewerbsvorteil für uns

Apples-Umwelt Chefin Lisa Jackson äusserte sich in einem Interview über den Einsatz von erneuerbaren Energien von Apple. Sie stellte dabei klar, dass das Unternehmen in diesem Zusammenhang nicht nur Umweltschutz-Ziele im Blick hat. Mit den eigenen Kraftwerken will Apple auch die Kosten der Energieversorgung senken und eine stabile Versorgung mit Elektrizität garantieren.

Patrick Bieri

In einem Interview mit der WirtschaftsWoche sprach Apples Umwelt-Chefin Lisa Jackson über das Engagement das Unternehmen für erneuerbare Energien und den Umweltschutz insgesamt. Für Lisa Jackson hat Apple seit dem Beginn des Umwelt-Engagements sehr viel unternommen. Trotzdem will sich das Unternehmen auch weiterhin hohe Ziele setzen, um die Nachhaltigkeit zu verbessern.

Erneuerbare Energien sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll

Für Apple ist der Einsatz von erneuerbaren Energien auch in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll, wie Lisa Jackson gegenüber der WirtschaftsWoche sagte. Trotz der grossen Bargeldreserven sei Apple aber keine Wohltätigkeits-Organisation, welche die Gelder ohne einen Nutzen ausgibt.

Bei Apple ist man gemäss Jackson überzeugt, dass eine saubere Energieversorgung ein Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen sei. So könne dank den eigenen Kraftwerken die Energieversorgung garantiert werden und das Unternehmen sei unabhängig von Spannungsschwankungen, die im lokalen Verteilnetz auftreten. Damit werden kostspielige Ausfälle der Server verhindert.
Gemäss Lisa Jackson ist der Bezug von erneuerbaren Energien aus den eigenen Kraftwerken oftmals günstiger als der Bezug der Energie vom lokalen Energieversorger.

Probleme zu lösen liegt in der DNA von Apple

Das Lösen von schwierigen Problemen gehört gemäss Lisa Jackson zu den Kernkompetenzen von Apple. Bis vor wenigen Monaten glaubte noch keiner, dass es möglich ist, ein Datencenter ausschliesslich mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Im letzten Jahr konnte Apple verkünden, alle Datencenter des Unternehmens mit erneuerbaren Energien zu versorgen.
Das bei den Umwelt-Projekten erlangte Wissen kann von Apple nun verwendet werden, um weitere Anlagen aufzubauen.

Weshalb Apple eigene Kraftwerke baut

Obwohl die Energieversorgung nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehört, hat man sich bei Apple entschieden, eigene Kraftwerke zu bauen. Für Apple soll der in den Datencenter verwendete grüne Strom aus neuen Quellen stammen, damit die Verbraucher weiterhin die Möglichkeit haben, erneuerbare Energien für ihren Haushalt zu beziehen. Nur mit dem Kauf von Zertifikaten wie andere Unternehmen wäre unter Umständen die Nachfrage nach erneuerbaren Energien stärker als das Angebot gewachsen.

Apples Umwelt-Chefin Lisa Jackson vor den firmeneigenen Solarpanels in Yerington, Nevada Quelle: WIRED

Fokus verschiebt sich auf Zulieferbetriebe

Nachdem die Standorte in den USA grossmehrheitlich auf den Betrieb mit erneuerbaren Energien umgestellt wurden, fokussiert sich Apple nun auf die gesamte Zulieferkette. Der grösste ökologische Fussabdruck wird von Apple in denjenigen Ländern hinterlassen, aus welchen die Rohstoffe stammen und wo die Geräte zusammengebaut werden. Lisa Jackson wollte sich gegenüber der Zeitung noch nicht zu konkreten Projekten äussern, wie man bei Apple diesen ökologischen Fussabdruck verringern will.

Im aktualisierten Umwelt-Bericht von Apple finden sich allerdings einige Hinweise, wie Apple in Zukunft die Umweltbeeinflussungen in den Produktionsländern eindämmen will. So startete Apple im Jahr 2013 beispielsweise das «Clean Water Program», mit welchem die Wiederverwendung von Wasser in den Fabriken gefördert werden soll.

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