Apples VR-Präsident Levinson äussert sich zur Zeit nach Steve Jobs

Apples Vorstansvorsitzender Arthur D. Levinson sprach am Dienstag-Abend vor Studenten der «Stanford’s Graduate School of Business». Im Verlaufe des Auftritts, in welchem er auch Fragen von Studenten beantwortete, sprach Levinson über die Lücke bei Apple, welche Steve Jobs nach seinem Tod hinterlassen hat.

Arthur D. Levinson betonte, dass die Abwesenheit von Steve Jobs bei Apple nicht zu ignorieren sei, auch wenn das Unternehmen trotzdem immer wieder neue Produkte auf den Markt bringt. Für den Vorstandsvorsitzenden ist es gemäss eigenen Aussagen noch immer unmöglich, ins Sitzungszimmer bei Apple zu kommen und dabei nicht an Steve Jobs zu denken.
Das wichtigste Statement von Levinson ist wohl die Aussage, dass der Steve Jobs, welchen die Öffentlichkeit gekannt hat, nicht der Steve Jobs sei, welchen Levinson über lange Zeit begleitete. Momentan liest Levinson gemäss eigenen Angaben die offizielle Biografie von Steve Jobs. Welche eigene Meinung er von diesem Werk hat, gab er nicht bekannt.

Auch zur Rolle, welche der Verwaltungsrat bei Apple einnimmt, äusserte sich der Vorstandsvorsitzende. Die Hauptaufgabe des Verwaltungsrates bestehe nicht darin, Inputs für neue Produkte zu geben oder sich sogar an der Entwicklung zu beteiligen, so Levinson. Wie Levinson verriet, präsentiert das Unternehmen den Verwaltungsräten 8 bis 18 Monate vor dem Launch eines neuen Produktes die neusten Entwicklungen. Die Verwaltungsräte machen dann keine Produkt-Review, sondern ihre Meinung diene nur als «weitere Meinung unter vielen». Jedes der Board-Mitglieder verfügt über einen spezifischen unternehmerischen Hintergrund, welche Apple in allen Unternehmenslagen zugute kommen können, führte Levinson weiter aus. Einige Verwaltungsräte werden aufgrund ihrer Tätigkeiten von Apple häufiger beigezogen als andere. Levinson betonte, dass Apple über einen sehr kompetenten und gut zusammengesetzten Verwaltungsrat verfüge.

Seit dem Jahr 2000 gehört Arthur D. Levinson zum Verwaltungsrat von Apple. Zwischen 1995 und 2009 war er CEO von Genentech, einem kalifornischen Biotech-Unternehmen. Genentech wurde 2009 von Roche für 46.8 Milliarden US-Dollar aufgekauft.
Seit November 2011 ist Levinson VR-Präsident bei Apple.

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