BlackBerry Messenger ab Sommer auch für iOS

BlackBerry kündigte anlässlich der «BlackBerry Live»-Konferenz eine Erweiterung der hauseigenen Nachrichtenplattform «BlackBerry Messenger» an. Ab Sommer wird die Nachrichtenplattform nicht mehr nur für BlackBerrys zur Verfügung stehen, sondern auch für iOS- und Android-Geräte. Gemäss BlackBerry müssen die Geräte mindestens über iOS 6 oder Android 4.0 verfügen, damit der «BlackBerry Messenger» installiert werden kann. Das Programm wird ab Sommer kostenlos in den App Stores verfügbar sein.

Es sei Zeit, den «BlackBerry Messenger» einem grösseren Publikum zugänglich zu machen, wie BlackBerrys CEO Thorsten Heins anlässlich der Konferenz sagte. Man wolle auch den Nutzern anderer Plattformen die gesamten Vorteile des Messengers bieten können. Allerdings werden Nutzer von iOS- und Android-Geräten nicht sofort in den vollen Genuss der BBM-Funktionen kommen können. In einer ersten Phase werden lediglich Nachrichten und Gruppen-Diskussionen möglich sein. Mit einer späteren Aktualisierung sollen aber auch die anderen Funktionen wie beispielsweise «BBM Voice» für kostenlose Anrufe oder eine Funktion zum Senden von Dateien freigeschaltet werden.

Nach der Präsentation fragten sich einige Anwender, wieso BlackBerry den Messenger für die breite Masse freigibt. Für einige Nutzer stellte der BBM den einzigen wirklichen Vorteil der BlackBerry-Plattform gegenüber den anderen mobilen Betriebssystemen dar. Noch immer gehört der BBM mit 60 Millionen Nutzern und täglich 10 Milliarden versendeten Nachrichten zu den populärsten Nachrichten-Plattformen. Im Vergleich dazu bewegt Apple mit iMessages lediglich 2 Milliarden Nachrichten am Tag, WhatsApp allerdings über 17 Milliarden. Die Nachrichten werden beim BBM über das geschlossene BlackBerry-Netzwerk gesendet, welches als besonders sicher gilt.
Thorsten Heins entgegnet diesen kritischen Bemerkungen, dass das im Januar vorgestellte Betriebssystem «BlackBerry 10» gute Aussichten auf dem Markt habe und man an den «BlackBerry Messenger» als eine eigene und unabhängige Nachrichten-Plattform glaube.

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