Neue Gerüchte rund um Apples Musik-Streaming-Dienst «iRadio»

Ein Bericht von CNET legt den Schluss nahe, dass Apple möglicherweise bereits im Sommer einen eigenen Musik-Streaming-Dienst auf den Markt bringen könnte.

Mit den beiden Musik-Labels «Warner Music» und der «Universal Music Group» sollen sich die Verhandlungen bereits im Endstadium befinden, wie ein Insider berichtet. Mit den zwei anderen grossen Labels — «EMI» und «Sony Music» — kommen die Verhandlungen angeblich nicht so schnell voran. Zudem brauche Apple für einen Musik-Streaming-Dienst noch die Unterstützung der Musikverlage. Gemäss dem Insider poche Apple bei den Musik-Labels auf einen Start des Musik-Streaming-Dienstes im Sommer diesen Jahres. Offiziell vorgestellt werden könnte der Dienst an der WWDC 2013. Die Entwicklerkonferenz wird wohl im Juni stattfinden — Apple hat die Konferenz bis dato aber noch nicht angekündigt. Apple wolle zudem dafür sorgen, dass der Dienst nicht nur in den USA verfügbar sein wird, sondern möglichst schnell in weiteren grossen Märkten wie Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan und Australien angeboten werden könne.

Dem Insider zufolge ähnelt Apples geplanter Streaming-Dienst am ehesten dem Dienst von Pandora. Bei Pandora werden die Musikstücke nach den eigenen Vorlieben ausgesucht und können mittels einer «persönlichen» Playlist abgespielt werden. Apple könnte allerdings einige spezielle Funktionen implementieren, wie beispielsweise der Möglichkeit, mitten im Song an den Anfang zurückzukehren.

CNET berichtet unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, wieso sich die grossen Musik-Labels einen Deal mit Apple wünschen. Demzufolge könnte ein Streaming-Dienst von Apple so eng mit iTunes verknüpft werden, dass der Kauf von gehörten Songs sehr einfach würde. Die Industrie erhofft sich von diesem Umstand eine deutliche Steigerung bei den Verkaufs-Zahlen. Zudem könnte während des «Radio-Programms» Werbung geschaltet werden, dessen Erlöse teilweise auch den Musik-Labels zu Gute kommen könnten.
Andererseits halte die von Apple geplante Vergütungsstruktur die Labels noch zurück, in Euphorie zu verfallen. So soll der Dienst zum Hauptteil mit Werbung finanziert werden, anstelle einer hohen Vergütung pro gespielten Titel. Angeblich plane Apple, lediglich die Hälfte derjenigen Streaming-Gebühren zu bezahlen, welche der Konkurrent Pandora den Musik-Labels vergütet. Dem Insider zufolge fordern die Musik-Labels von Apple eine Werbe-Vergütung in der Höhe von 35 bis 45 Prozent, was deutlich über den traditionellen Vergütungen von Apple für Werbung liegt. In diesem Falle könnten die Musiklabels jedoch darauf verzichten, auf eine hohe Vergütung pro gespielten Titel zu pochen.

Spekulationen rund um einen eigenen Musik-Streaming-Dienst von Apple gibt es bereits seit einiger Zeit. Im März kamen Gerüchte um einen Streaming-Dienst in Zusammenarbeit mit Beats Audio auf. Im letzten Jahr gab es mehrmals Meldungen von Bloomberg, wonach Apple bereits im ersten Quartal 2013 einen eigenen Streaming-Dienst hätte starten sollen.
Es bleibt aufgrund dieser Gerüchtelage abzuwarten, ob Apple tatsächlich im Sommer einen eigenen Streaming-Dienst starten wird oder ob ein solcher Dienst überhaupt je gelauncht wird.

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