Next von noidentity

2 💬Kommentare

Wem es schwerfällt, seine Ausgaben im Blick zu haben, dem hilft die neue Schweizer Kassenbuch-App «Next». Bei Next werden die Ausgaben konsequent ins Zentrum gestellt, wie ein Test zeigt.

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Wenn die Kreditkartenrechnung und der Kontoauszug am Anfang des Monats ins Haus flattern, dann erleben nicht wenige Menschen eine grosse Überraschung. Vielfach wird einem erst beim Blick auf den Kontoauszug oder die Rechnungen bewusst, für welche Zwecke man in der Vergangenheit Geld ausgegeben hat und wie viel es über den ganzen Monat verteilt war. In solchen Situationen wünscht man sich zuweilen ein Hilfsmittel, mit welchem man die Ausgaben auf einfache Weise im Blick haben kann.
Die Schweizer Entwickler von «noidentity» haben sich dieses Problems angenommen und als Resultat ihrer Überlegungen kommt heute die App «Next» in den iOS App Store. Die Entwickler versprechen, dass ihre Kassenbuch-App ganz anders funktioniert als die bisher für diese Aufgaben verfügbaren Apps und Dienste. Wir konnten die App über die letzten Tage bereits ausführlich testen.

Der Einstieg

Beim ersten Start der App erscheint ein Hilfsfenster, in welchem alle Funktionen der App übersichtlich erklärt werden. Der Umstand, dass lediglich eine Seite verwendet wird, um die App zu erklären, ist ein erster Hinweis darauf, dass es sich um eine intuitiv bedienbare App handelt. Dieser Eindruck wird sich im weiteren Verlauf der App-Benutzung bestätigen.

Die Entwickler von «Next» haben das App-Menu dreigeteilt, um alle nötigen Funktionen darstellen zu können. Im Zentrum steht ganz klar das Erfassen der Ausgaben. Auf den anderen beiden Seiten finden sich Statistiken, welche einem jederzeit übersichtlich vor Augen führen können, welche Ausgaben man bereits getätigt hat. Diese klare Aufteilung ist eine Grundvoraussetzung dafür, damit man den Blick aufs Wesentliche, nämlich das Erfassen und Analysieren der Geldströme, nicht aus den Augen verliert. Das Erfassen der Ausgaben muss vor allem deshalb einfach funktionieren, weil man einen Zusatzaufwand hat, welchen man als überflüssig empfinden könnte. Um diesem Effekt vorzubeugen, bietet die App nur die grundlegensten Funktionen. «Next» bietet zum Beispiel keine Möglichkeit, eingehende Zahlungen zu verbuchen oder die Ausgaben verschiedenen Bankkonten oder Kreditkarten zuzuordnen. Damit wird auf der einen Seite die Funktionalität eingeschränkt, auf der anderen Seite ist die App dadurch aber auch einfacher zu bedienen.

Zentrales Element: Erfassen der Ausgabe

Das App-Menu ist sehr übersichtlich aufgebaut. Der Fokus der App liegt wie bereits beschrieben auf dem Erfassen der Ausgaben. Damit stellen die Entwickler bewusst die wichtigste Funktion der App ins Zentrum. Die einzelnen Ausgabeposten werden wie bei vielen anderen Kassenbuch-Apps als Piktogramme dargestellt. Es handelt sich dabei glücklicherweise um prägnante Piktogramme, welche gut verständlich sind. Insgesamt stehen dem Nutzer 27 verschiedene vordefinierte Kategorien zur Verfügung, was eher am oberen Rand des vertretbaren ist. Die Kategorien sind nicht beschriftet, womit jeder Nutzer den einzelnen Piktogrammen einen eigenen Sinn geben kann. Die Symbole können je nach Nutzerwunsch neu sortiert werden, womit eine eingeschränkte Individualisierung erreicht werden kann. Wir finden es schade, dass einzelne Kategorien nicht gelöscht werden können oder dass keine eigenen Kategorien definiert werden können.

Mit dem Antippen auf eines der Piktogramme erscheint ein grosser Nummernblock, mit welchem eine neue Zahlung erfasst werden kann. Der Nutzer hat die Möglichkeit, den Betrag sowie das Datum der Ausgabe festzulegen. «Next» bietet mit diesen beiden Funktionen lediglich die wichtigsten Merkmale, um ein Kassenbuch zu führen. Der Funktionsumfang ist im Gegensatz zu anderen Kassenbuch-Apps weniger gross, was aber aber durchaus kein Nachteil sein muss. Die Ausgabe kann nämlich durch das minimalistische Design schnell und reibungslos erfasst werden.

Gut gefällt die durchdachte Gestaltung der App. Mittels unterschiedlicher Blautöne sieht der Nutzer auf einen Blick, bei welchem Ausgabe-Posten am meisten Geld ausgegeben worden ist. Je dunkler die Blaufärbung, desto mehr Geld wurde ausgegeben. Dieses Gestaltungselement findet sich auch in den Statistik-Bereichen der App, was zu einem einheitlichen Design beiträgt.

Ansprechend gestaltete Statistiken

Auf der links versteckten Seite der App werden die Ausgaben nach den verschiedenen Kategorien geordnet angezeigt. Balkendiagramme zeigen grafisch auf, welcher Budget-Posten am meisten Kosten verursachen. «Next» rechnet einem dabei auch vor, wie viel Geld man in einer Woche, in einem Monat oder in einem Jahr ausgegeben hat. Wahlweise stehen dem Nutzer verschiedene Zeiträume zur Verfügung um die Ausgaben-Entwicklung der verschiedenen Budget-Posten zu beobachten.

Auf der rechts versteckten Seite werden die verschiedenen Aufgaben nach dem Datum geordnet aufgelistet. Für jeden Monat wird eine eigene Tabelle erstellt, in welcher ersichtlich wird, für was man an welchem Tag wie viel Geld ausgegeben hat. Mit dieser Statistik erhält der Nutzer einen übersichtlichen Eindruck davon, für welche Zwecke man im Monat Geld ausgegeben hat. Bei dieser chronologischen Auflistung fehlt allerdings die Gesamtsumme der getätigten Ausgaben. Obwohl diese Daten auch auf der ersten Seite vorhanden sind, wäre diese Angabe auf dieser Zusammenfassung auch sehr nützlich.

Fazit

Mit der Kassenbuch-App «Next» ist noidentity eine übersichtliche App zur Erfassung der Haushaltsausgaben gelungen. Bei konsequenter Erfassung der Ausgaben durch den App-Nutzer erhält man einen Eindruck davon, für welche Zwecke man Geld ausgibt und wie sich die Ausgaben im Verlaufe des Jahres entwickeln. Die Gestaltung von Next ist ansprechend gelungen. Die Piktogramme sind nicht aussergewöhnlich und können schnell den verschiedenen Ausgabeposten zugeordnet werden. Die App ist intuitiv bedienbar, was den Einstieg sowie die Nutzung der App sehr einfach macht. Die Erfassung der verschiedenen Ausgaben — das wichtigste Feature der App — wurde von den Entwicklern zurecht ins Zentrum gestellt. Durch den bewussten Minimalismus hebt sich Next von den meisten Mitbewerbern ab. Einige Mitbewerber bieten in ihren Apps zwar erweiterte Möglichkeiten wie beispielsweise verschiedene Konten oder die Möglichkeit von Daueraufträgen. Unter der erweiterten Funktionalität leidet aber meist das Benutzererlebnis — was unter anderem zur Folge hat, dass das Erfassen der Ausgaben weniger schnell vonstatten geht. Hier punktet Next.

Der App fehlt allerdings eine gewisse Individualisierbarkeit. So können keine zusätzlichen Kategorien/Piktogramme hinzugefügt werden. Auch ist es nicht möglich, die Piktogramme nach den eigenen Wünschen zu beschriften oder gar zu löschen.

Alles in allem ist die App aber sehr gut gelungen und erhält von macprime eine Kaufempfehlung. Der Preis darf mit CHF 2.00 in Anbetracht der gebotenen Funktionen als moderat bezeichnet werden. Wer konsequent die gemachten Ausgaben erfasst, der findet auf dem Markt kaum eine App, welche die gemachten Ausgaben intuitiver erstellen lässt und übersichtlicher darstellen kann.

Pros und Cons

  • Ansprechende Gestaltung
  • Intuitive Bedienung
  • Begrenzung der Funktionen auf das Nötigste
  • Fehlende Individualisierbarkeit

Weiterführende Links

Bildergalerie

Einfache Erfassung der Ausgaben
Weiter Bild 1/6

2 Kommentare

Kommentar von Léon (#26511)

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Interessante App, danke für die Review. Ich erstelle Zuhause noch oldschoolmässig mit einem Excel-Sheet meine Liquiditätsplanung (geplante Ausgaben, geplante Einnahmen / Lohnkontostand, Sparkontostand etc). Kennt ihr für diese Funktionen eine App, die idealerweise auf dem Mac und dem iPhone läuft?

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