Findet Apple keinen Partner für den iPhone-Vertrieb in Europa?

Einem Bericht von vnunet.com zufolge hat Apple Mühe, einen Mobilfunkanbieter als Partner für den gesamteuropäischen iPhone-Betrieb zu finden. Mehrere europäische Provider möchten das iPhone angeblich nicht vertreiben, weil Apple in den Verhandlungen unglaublich arrogante Forderungen stelle. Apple plant nach eigenen Angaben das iPhone Ende 2007 nach Europa zu bringen.

Von dae
Veröffentlicht am

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7 Kommentare

Kommentar von angeleus

Arrogant auftreten liegt im Auge des Betrachters. Also für Mobilfunkbetreiber kann es durchaus arrogant wirken, wenn ein Handyanbieter zB das Branding verbietet. Ist das hingegen auch für uns arrogant oder sogar einfach nur userfreundlich?

agentuu3, bitte überprüfe doch zuerst was wirklich gesagt wurde oder in welchem Kontext es steht, bevor du einfach mal so los legst…

Gruss Angeleus

Kommentar von Arjun Muralidharan

Wir sollten uns keine Sorgen machen. Apple ist darauf ausgerichtet, ihre 10 millionen iPhones zu verkaufen, dafür müssen sie einen Europäer finden.

Ich denke es ist schwierig, hierzulande einen Partner zu finden, weil Apple’s image nicth so stark ist wie in den USA. Apple produkte haben einen extrem grossen Einzug in amerikanische Haushalte gemacht mit dem iPod und appleTV, sowie viel mehr Macs im Verhätlnis um Rest der Welt.

Apple muss sich der europäischen geschäftskultur wohl ein wenig fügen.

Zu diesen “arroganten” Forderungen gehören wohl sowas wie exklusive Rechte auf dem 3G Netzwerk und etwas komische Abos…

Kommentar von agent uu3

Mein Kommentar war absichtlich ein wenig Provokativ, damit es hoffentlich einige Antworten dazu gibt. :-) Unüberlegt ist er jedoch nicht, liebe(r) angeleus. Dass in Apple’s Geschäftspolitik zuerst einmal die USA und Kanada, dann vielleicht UK und irgendwann später das “alte” Europa kommt, ist ja nun wirklich nichts neues und auch nicht vom Tisch zu weisen. Siehe iTunes-Stores (Filme, TV-Serien). Die iPhone-Einführung ist nur ein weiteres Beispiel.

Wenn die Geschäftsmodelle der USA in Europa nicht funktionieren, müssen sie wohl daüber nachdenken, wenn sie etwas hierzulande verkaufen wollen. Ich selber halte, als Sicht der Benutzer, wenig davon, dass einem mit dem iPhone auch ein x-Jahers-Mobilvertrag eines bestimmten Anbieters aufgezwungen wird. Ich möchte mein Anbieter gerne selber auswählen.

Kommentar von Peter Kis

@agent uu3 - ich Teile Deine Meinung durchaus. Apple hat momentan aber ein wirkliches Problem mit dem iPhone. Das Telefon ist für den europäischen Markt technisch einfach nicht auf der Höhe. Folgende Probleme sehe ich, die Apple vor einer Markteinführung lösen muss:

  1. das iPhone hat kein MMS. MMS ist in Europa eine Geldkuh, auf die kein Anbieter verzichten möchte.

  2. europäische Netzanbieter haben Milliarden in UMTS investiert. Das iPhone kann aber kein UMTS und kann somit die neuen Datendienste nicht nutzen, wodurch den Anbietern wiederum Umsatz entgeht.

  3. Das iPhone kann nur EDGE. Viele europäische Anbieter haben aber EDGE zugunsten von UMTS übersprungen. So zum Beispiel Orange Schweiz. Das iPhone kann auf solchen Netzen also nur sehr beschränkt zum Einsatz kommen. Es ist z.B. völlig undenkbar, dass Orange der schweizer Anbieter des iPhones wird. Datendienste sind beim iPhone das A und O - ohne EDGE ist da nichts zu wollen.

aus diesen drei Gründen hat das iPhone in Europa beim Konsumenten aber besonders auch bei den Netzbetreibern einen sehr schweren Stand.

Ich sehe daher zwei mögliche Szenarien für Apple:

  1. Apple verkauft das Phone direkt über den Apple Store und/oder über Apple Re-Seller - dies ist eher unwahrscheinlich, da dies den Vertrag mit AT&T untergraben würde, was at&t niemals zulässt. Amerikanische Käufer würden dann en masse iPhones in Europa ordern und das Monopol von at&t knacken.

  2. Apple verkauft das iPhone in der momentanen Form in Europa überhaupt nicht. Stattdessen wird abgewartet, bis die nächste Generation des Telefons auch UMTS kann. Diese Variante halte ich für sehr wahrscheinlich - dadurch könnte das iPhone allerdings wohl erst ca. Mitte 2008 auch bei uns verkauft werden. Für unwahrscheinlich halte ich auch eine Variante, bei der in Europa ein UMTS-taugliches Gerät verkauft wird, während Apple in den USA die aktuelle, langsame Version anbietet. Das würde die amerikanischen Konsumenten verägern und das will Apple auf keinen Fall, nachdem die Firma den US-Konsumenten gegenüber den Europäern stets bevorzugt.

Kommentar von agent uu3

Weiss nicht, wie gross das “MMS-Problem” ist. Das könnte ich mir vorstellen, ist “nur” ein Software-Problem. Das könnte Apple möglicherweise bis im “Herbst” lösen. Wobei ich mich da nicht so gut auskenne!

Das Problem von den (nicht) unterstützten Technologien scheint schwerer zu wiegen und wurde ja schon zig mal in diversen Foren diskutiert und auch kritisiert. Alles in allem stützt aber der Post von Peter Kis meine These. Und wir warten wohl noch länger auf das iPhone… :-( Dafür können wir uns noch lange an den Gerüchten erfreuen. :-)

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