Apple aktualisiert iMac

Apple hat gestern Abend das ganze iMac-Sortiment überarbeitet. Während das 21.5-Zoll-Modell und die iMac Pro nur in der Konfiguration Änderungen sahen, sind die Neuerungen beim 27-Zoll iMac umfassender. Das Gerät kommt im bisherigen Design daher, aber mit diversen Neuerungen «im Inneren».

Stefan Rechsteiner

Die neuen 27-Zoll-Modelle verfügen über schnellere Intel-Prozessoren der aktuellen zehnten Core-Generation (bis 10-Core i9 mit 3.6 GHz bzw. 5.0 GHz im Turbo Boost) und können neu mit der doppelten Arbeitsspeicher-Kapazität ausgestattet werden (bis 128 GB). Weiter gibt es neue AMD-Grafik und grössere SSD-Optionen (bis 8 TB).

Allgemein ist der iMac neu nur noch mit SSD zu haben. Die «Fusion Drive», eine Kombination aus herkömmlicher Festplatte und SSD, hat ausgedient – sie kann beim Kauf nur noch optional beim 21.5-Zoll-Modell konfiguriert werden. Die magneto-optische 5400-rpm-Festplatte ist komplett aus dem iMac-Sortiment gefallen.

Weiter verfügen die neuen 27-Zoll iMac über eine neue FaceTime-HD-Kamera mit FullHD-Auflösung (1080p), den T2-Sicherheitschip inklusive Image-Signal-Prozessor, besseren Lautsprechern und wie die aktuellen MacBook Pro über ein Mikrofon-System in «Studio-Qualität». Zu einem Aufpreis kann das Gigabit-Ethernet optional auf 10-Gigabit-Ethernet ausgebaut werden.

Für alle, die in ihrer Arbeitsumgebung «besonders wenig Einfluss auf die herrschenden Lichtverhältnisse» haben, bietet Apple neu beim iMac die Möglichkeit, das Display mit einem «Nanotexturglas» auszustatten. Apple schreibt zu dieser Option, dass matte Displays normalerweise eine beschichtete Oberfläche haben, die das Licht streut. Diese Beschichtungen verringern den Kontrast und würden gleichzeitig ungewollte Trübungen und Glanzeffekte erzeugen. Die Nanotextur von Apple wird «auf Nanometerebene» direkt auf das Glas geätzt. Die von Apples teurem «Pro Display XDR» her bekannte Option reduziert die Belendeffekte auf ein Minimum, streut gleichzeitig das Licht und behält dabei aber den Kontrast. Die matte Option gibt es für 500 Franken Aufpreis.

Beim iMac Pro gab es wie beim 21.5-Zoll-iMac einzig in den verfügbaren bisherigen Konfigurationen eine Änderung. Die Basis-Konfiguration bestand bisher aus einem 8-Core Intel «Xeon W»-Prozessor, dieser CPU-Typ lässt sich neu nicht mehr auswählen. Das Basis-Modell ist neu mit einem 10-Core Xeon W ausgestattet. Damit erhält man für das gleiche Geld eine bessere Standard-Konfiguration. Ansonsten unterscheidet sich der iMac Pro nicht von seiner Konfiguration als er im Dezember 2017 auf den Markt kam.

Den neuen 27-Zoll iMac gibts in drei verschiedenen Modellen – je nach Anforderungen muss ein anderes Modell ausgewählt werden. Das Einstiegs-Modell kostet 1999 Franken. Bei diesem lässt sich der Arbeitsspeicher, das Ethernet und das Nanotexturglas konfigurieren. Das mittlere Modell kostet 2249 Franken und erlaubt zusätzlich zum Basis-Modell die Konfiguration des 10-Core-i9 und den Ausbau des SSD-Speichers auf 1 oder 2 Terabyte, während das Top-Modell mit 2599 Franken zu Buche schlägt, SSD bis 8 TB und über zusätzliche Grafik-Optionen verfügt. Maximal ausgestattet kostet ein neuer 27-Zoll iMac satte 9750 Franken – dafür gibt es jedoch einen 10-Core-i9-CPU, 128 GB 2666 MHz DDR4 RAM, eine Radeon Pro 5700 XT mit 16 GB GDDR6-Grafikspeicher, 8 TB schnellen SSD-Speicher und 10-Gigabit-Ethernet.

Die aktuellen iMac-Modelle dürften wahrscheinlich mit die letzten iMac-Modelle sein, die mit Intel-Prozessoren ausgestattet sind. Apple hat vor zwei Monaten einen Wechsel auf hauseigene Prozessoren angekündigt. Die «Transition» soll zwei Jahre dauern.

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