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Apple veröffentlicht iOS 9 für iPhone, iPod touch und iPad

7 Kommentare — Veröffentlicht am Mittwoch, 16. September 2015, um 19:04 Uhr von Stefan Rechsteiner

Wie Apple vergangene Woche angekündigt hat, hat das Unternehmen soeben das neue mobile Betriebssystem «iOS 9» für iPhone, iPad und iPod touch veröffentlicht.

Das neue mobile Betriebssystem von Apple — iOS 9 — steht ab sofort zum Download und zur Installation bereit. Nach einer mehrmonatigen Beta-Phase wurde die finale Version von iOS 9 soeben freigegeben. Das neue System kann über iTunes auf dem Computer, oder direkt auf dem iOS-Gerät via «Over the Air»-Update geladen und installiert werden. Es ist für das iPhone (ab iPhone 4S), den iPod touch (ab 5. Generation) und das iPad (ab der 2. Generation), das neue iPad Pro sowie alle iPad-mini-Modelle verfügbar.

Wie das Update auf iOS 9 am besten geht, haben wir im macprime.ch Lexikon zusammengestellt: «iOS 9 Update: iPhone, iPad und iPod touch für das Update vorbereiten».

Das Update auf iOS 9 ist für alle Nutzer kostenlos.

Das neue System bietet eine Fülle an Optimierungen und neuen Funktionen. Folgend eine Übersicht über die grössten Neuerungen.

Grundlegende Optimierungen am System

Apple hat seinem mobilen Betriebssystem mit Version 9 nicht nur eindrückliche und nützliche neue Funktionen hinzugefügt, sondern optimierte das System auch tiefgründig im Fundament. Durch die Verbesserungen in der Basis des Systems bietet iOS 9 bessere Performance und gleichzeitig mehr Batterielaufzeit. Durch neue Technologien können Prozessor und Grafikkarte effizienter Arbeiten und damit dem Nutzer ein schnelleres System bieten. Weiter konnte Apple durch neue Technologien die Speichergrösse des Systems selber und von Apps verkleinern, wodurch Updates weniger freien Speicherplatz benötigen, Apps kleinere Downloads sind und effizienter ausgeführt werden können. Durch neue Sicherheitsfunktionen soll das System zudem noch sicherer werden — beispielsweise ist der Zugangscode zum iOS-Gerät neu nicht mehr vier, sondern sechsstellig.

Auch visuell gibt es eine grundlegende Neuerung: Als Systemschrift wird neu nicht mehr wie seit iOS 7 «Helvetica» genutzt, sondern den von Apple selbst entworfenen Font «San Francisco». Diesen nutzt Apple bereits auf der Apple Watch und wird beim kommenden «El Capitan»-Update auch die Systemschrift des Mac-Betriebssystems OS X.

Mehr Intelligenz für Siri, Spotlight und das System

Der digitale Assistent «Siri» und die globale Suche «Spotlight» erhalten mit iOS 9 neue Fähigkeiten und mehr Intelligenz. Siri soll die Nutzer unter iOS 9 neu besser verstehen — mitunter weil der Assistent neu noch besser auf die eigene Stimme getrimmt werden kann. Der digitale Assistent kann neu viel mehr Sachen suchen — z.B. Fotos nach Datum oder Aufnahme Ort präsentieren — und versteht Kontext-bezogene Anfragen nun noch besser. Siri kann sich bei einer Anfrage auf gerade betrachtete Inhalte und Apps beziehen — so können schneller Anfragen ausgesprochen werden, ohne dass explizit Apps oder Inhalte genannt werden müssen.

Auch die globale Suche «Spotlight» kann neu mehr Inhalte anzeigen — dazu greift die Suche auf die Fähigkeiten von Siri zurück, womit beispielsweise direkt in der Suche Sport-Ergebnisse, Wetter- oder Aktien-Daten angezeigt oder Berechnungen ausgeführt werden können, ohne dazu in die jeweiligen Apps wechseln zu müssen. Auch können neu Apps, die nicht von Apple stammen, nach Inhalten und Daten direkt von der Suche aus durchforstet werden.

Das System merkt sich neu beispielsweise auch, wie oft und wann man welche Apps nutzt. So nennt das System dem Nutzer intelligente Vorschläge, «was man vielleicht als Nächstes tun möchte, noch bevor man danach fragt», wie Apple es beschreibt.
Wird beispielsweise der Kopfhörer eingesteckt, schlägt das System vor die Musik-App zu öffnen — oder die Podcast-App, um wie jeden Morgen die Lieblingscasts zu hören. Bei Kalendereinträgen an einem anderen Ort überprüft iOS 9 automatisch die Verkehrslage und sagt dem Nutzer rechtzeitig Bescheid, wenn dieser sich auf den Weg machen sollte.

Viel Neues für das iPad

Noch viel mehr Liebe erhält das iPad mit dem Update auf iOS 9. Das neue System bietet dem Tablet nämlich so einige neue Funktionen und Optimierungen. Die augenscheinlichsten Neuerungen sind die neuen Multitasking-Fähigkeiten, bei denen mehrere Apps gleichzeitig genutzt und angezeigt werden können — mittels «Slide Over» kann eine zweite App von der Bildschirmseite her kurz ein- und ausgeblendet werden und mittels «Split View» können zwei Apps fix nebeneinander dargestellt werden. Bei beiden Ansichten können beide Apps vollumfänglich genutzt und zum Beispiel Inhalte von der einten zur anderen App kopiert werden. Mittels der neuen Ansicht «Bild-in-Bild» kann ein Film, Video oder beispielsweise eine Live-Übertragung in einem kleineren Fenster in einem Bildschirm-Ecken weiterlaufen, während andere Apps benutzt werden.

Auch das Arbeiten mit Texten und dahingehend mit der Software-Tastatur wurde verbessert. Mit einer neuen Zwei-Finger-Wisch-Geste kann neu auf schnelle und einfache Weise Text selektiert werden und mittels einer neuen «Kurzbefehlleiste» können Funktionen wie «Kopieren und Einfügen», Anhänge hinzufügen und einfache Formatierungen effizient genutzt werden.

Eine Auswahl der weiteren neuen Funktionen

Der Wechsel zu den zuletzt benutzten und derzeit geöffneten Apps hat Apple neu gestaltet. Diese erscheinen nun in einer neuen 3D-Ansicht aufeinandergereiht.

Bei der Tastatur erkennt man neu besser, ob die Grossstelltaste aktiviert ist oder nicht — denn auf den Tasten stehen neu entweder Klein- oder Grossbuchstaben.

Wird aus einer App in eine andere Verlinkt — beispielsweise aus Safari in die Twitter-App oder von Mail in die Karten-App, erscheint neu in der Statusleiste ein Verweis, über welchen unkompliziert wieder in die vorherige App gewechselt werden kann.

In Safari lassen sich neu Inhalte blockieren. Damit lassen sich beispielsweise störende Werbe-Banner oder Inhalte, die einen nicht interessieren ausblenden. Künftig werden diese Webseiten ohne die blockierten Inhalts-Blöcke geladen — die Seiten lassen sich auf Wunsch aber jederzeit auch ohne die Blockierung neu laden.

Die Notizen-App wurde kräftig aufgebohrt, so kann dort beispielsweise neu direkt in einer Notiz mit dem Finger oder mit einem Stylus gezeichnet werden. Texte, Bilder und dergleichen lassen sich neu aus jeder App in eine Notiz einfügen. Weiter können aus der Notizen-App Fotos oder Videos in eine Notiz eingefügt werden und aus Listen können abhäckelbare Aufgaben erstellt werden.

Die Einstellungen lassen sich neu durchsuchen — die mittlerweile sehr verschachtelten Optionen sollten so besser auffindbar sein. Und neu gibt es auch einen Stromsparmodus. Dabei werden wenn die Batterieladung auf unter 20 Prozent fällt automatisch nicht gebrauchte Dienste deaktiviert und die Leistung des Prozessors wird heruntergefahren. Erkennbar macht sich der Stromsparmodus an einem gelben Batterie-Symbol. Sobald die Batterie dann wieder zu mindestens 80 Prozent geladen ist, werden diese Einschränkungen wieder aufgehoben.

Die App «Passbook» heisst neu «Wallet» und wurde funktional und von der Darstellung her überarbeitet — primär sind die Neuerungen aber für den bisher nur in den USA und UK verfügbaren mobilen Bezahldienst «Apple Pay».

Für US-Nutzer gibt es neu ausserdem eine «News»-App, in der Inhalte von verschiedenen Quellen gesammelt und visuell einwandfrei für das mobile Lesevergnügen aufbereitet werden. Wann der Dienst auch für deutschsprachige Nutzer startet ist noch unklar.

Auch die in der Karten-App neu anzeigbaren ÖV-Verbindungen bleiben vorerst auf einige wenige Städte limitiert. Ebenso ergeht es der neuen «Nearby»-Funktion, mit welcher automatisch interessante Orte wie Restaurants, Läden oder dergleichen in der unmittelbaren Nähe des Nutzers angezeigt werden können. Diese Funktion gibt es in der Schweiz vorerst noch nicht.

Eine neue App die es aber für alle in iOS 9 geben wird, ist «iCloud Drive». Damit lässt sich die iCloud Drive, also die in der iCloud abgelegten Dateien auf den iOS-Geräten durchsuchen und nutzen — ähnlich wie seit «Yosemite» im Finder unter OS X. Damit erhält iOS endlich eine Art Dateiverwaltung.

Kategorie: Apple
Tags: Apple, iOS, iOS 9, iPad, iPad mini, iPad Pro, iPhone, iPod touch

7 Kommentare

Kommentar von Eulachtal (#29000)

Alles schön und gut, aber die neue News App fehlt. Ist glaube ich vorerst nur in den USA verfügbar, wie ich in anderen Foren lesen konnte. Ebenfalls schade bei der Karten App. Noch immer keine Kantonsgrenzen, keine 3D Ansicht in der Schweiz und vom öffentlichen Verkehr brauchen wir nicht zu reden. Hoffen wir mal, dass auch wir bald in den vollen Genuss kommen. Der Safari in iOS 9 ist sauschnell.

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