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Apple Watch: Das nächste Kapitel in Apples Geschichte

12 Kommentare — Veröffentlicht am Dienstag, 09. September 2014, um 22:08 Uhr von Stefan Rechsteiner

Tim Cook hat am Special Event die intelligente Uhr «Apple Watch» vorgestellt.

Besonderer Wert liegt auf der Gestaltung

Die intelligenten Uhren, die bislang auf dem Markt sind, sind nicht schön anzusehen. Dieses Manko hat, neben anderen Herstellern, auch Apple erkannt: Mit der iWatch wollte Apple ein Produkt schaffen, welches der Nutzer jeden Tag tragen möchte.

«Die Apple Watch ist das persönlichste Gerät, welches wir jemals gebaut haben», wie Tim Cook das neue Gerät am Special Event kommentierte. Die Apple Watch ist deshalb auch in drei verschiedenen Varianten erhältlich: als «Apple Watch», «Apple Watch sport» und «Apple Watch edition». Mit diesen drei Produkt-Varianten will Apple für jeden Nutzer das passende Modell im Angebot haben. Mit unterschiedlichen Materialien grenzt Apple die drei Modelle voneinander ab.

Neben den drei Modell-Varianten gibt es von jeder Uhr auch zwei Grössen: 38 Millimeter und 42 Millimeter.

Apple Watch Reveal

Apple Watch Kollektion

Die Apple Watch Kollektion wird mit einem Edelstahl-Gehäuse ausgeliefert. Dank dem Einsatz des Kaltschmiedeverfahrens soll der Edelstahl um 40 Prozent härter sein als gewöhnlicher Edelstahl. Der Käufer hat die Wahl zwischen einem hochglanzpolierten Gehäuse oder einem Gehäuse in der Farbe «Spaceblack».

Bei den Armbändern hat der Käufer die Wahl zwischen vier Materialien: drei Lederarmbändern, einem Gliederarmband, einem Milanaise-Armband und einem Hochleistungs‑Fluorelastomer-Armband. Beim Letzteren handelt es sich um ein Kautschuk-Armband.

Die Apple Watch Kollektion wird in insgesamt 18 Varianten erhältlich sein.

Apple Watch Sport

Die Apple Watch Sport wurde speziell für die Bedürfnisse von Sportlern entwickelt. Das Gehäuse besteht aus einer «besonders widerstandsfähigen» Aluminium-Legierung. Zum Einsatz kommt kein Saphir-Glas, sondern Ion‑X Glas. Die Kombination aus Ion‑X Glas und Aluminium macht die Apple Watch Sport um bis zu 30 Prozent leichter als die anderen beiden Apple-Watch-Modelle.

Für das Armand kommt ein Hochleistungs-Fluorelastomer zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine spezielle Kautschuk-Form. Das Material soll sich auf der Haut besonders geschmeidig anfühlen.

Die Apple Watch Sport wird in insgesamt 10 Varianten erhältlich sein.

Apple Watch Edition

Die Apple Watch Edition ist in insgesamt sechs Varianten erhältlich. Allen Varianten ist eins gemeinsam: Sie haben ein Gehäuse aus 18 Karat Gold. Die von Apple verwendete Legierung soll besonders widerstandsfähig sein. Ob sie das Versprechen halten kann, müssen Praxis-Tests zeigen.

Für den Schutz des Bildschirms kommt ein Saphir-Glas zum Einsatz.

Die digitale Krone: Zentrale Eingabemöglichkeit

Auf der rechten Seite der Apple Watch befindet sich eine runde Krone. Bei mechanischen Uhren wird die Krone genutzt, um die Uhrzeit oder das Datum einzustellen. Bei der Apple Watch dient die Krone als zentrales Eingabe-Element. Mit der Drehung der digitalen Krone können die Inhalte auf dem Bildschirm vergrössert und verkleinert sowie gescrollt werden. Gemäss Apple wäre es sehr umständlich gewesen, diese Funktion mit der «Pinch»-MultiTouch-Geste zu realisieren.

Die Krone dient bei der Apple Watch auch als «Home Button». Beim Druck auf die Krone kommt der Nutzer von überall her ins Haupt-Menu zurück.

Force Touch

Das verbaute Retina-Display soll nicht nur auf Berührungen reagieren, sondern auch deren Stärke erkennen können. Dadurch wird eine weitere zentrale Steuerungsmöglichkeit der Uhr ermöglicht: «Force Touch». Die Uhr kann unterscheiden ob man das Gerät nur Antippt, oder fest darauf drückt. Diese beiden Interaktionen werden unterschieden und lösen unterschiedliche Aktionen aus. Letzteres nämlich aktiviert in den Apps die Einstellungen und weiteren Kontroll-Möglichkeiten.

Dank einer «Taptic Engine» und einem eingebauten Lautsprecher können Benachrichtigungen auf der Apple Watch gefühlt und gehört werden. Bei ersterem sollen die Vibrationen so leicht sein, dass nur der Träger sie wahrnimmt.

Apple Produkt-Video zur Apple Watch mit Jony Ive

In einem von Apple selbst entwickelten Chip namens «S1 SiP» (System in Package), hat das Unternehmen laut eigenen Aussagen einen ganzen Computer auf die Grösse einer Uhr geschrumpft. Die Apple Watch ist ausserdem ausgerüstet mit Wi-Fi 802.11b/g und Bluetooth 4.0 für die nahtlose Verbindung zum für den Betrieb notwendigen iPhone. Von letzterem übernimmt die Uhr auch das GPS-Signal.

Herzfrequenz- und Beschleunigungssensor

Die Apple Watch verfügt über zwei Sensoren: einen Herzfrequenzmesser sowie einen Beschleunigungssensor.

Der Herzfrequenzmesser befindet sich auf der Unterseite der Apple Watch. Die einzelnen Sensor-Elemente sind mit Saphir-Linsen geschützt. Die Herzfrequenz wird mittels Infrarot- und LED-Licht bestimmt. In der Praxis muss sich zeigen, ob diese aufwendige Messmethode genauere Daten liefert als die Herzfrequenz-Messgeräte der Konkurrenz.

Fitness und Gesundheit

Im Verbund mit dem GPS- und Wi-Fi-Signal des iPhones nutzt die Apple Watch die zwei eigenen Sensoren um alltägliche Aktivitäten aufzeichnen zu können. Die Apple Watch soll dabei ein optimaler Begleiter für Sportler sein. Doch nicht nur Athleten sollen Gefallen an den Fitness- und Gesundheitsfunktionen der Apple Watch finden, sondern alle Nutzer. Mittels einer Aktivitäten-App werden drei Bewegungs-Aspekte gemessen: Verbrennte Kalorien, lebhafte Aktiväten und wie oft man während einem Tag aufsteht. In einer Workout-App können Ziele definiert werden und in Workout-Sessions auf diese hingearbeitet werden. Die App unterstützt den Träger dabei, die gesteckten Ziele zu erreichen. In einer zugehörigen Fitness-App für das iPhone können alle Aktivitäten und Fortschritte auf dem Smartphone mit mehr Details betrachtet werden.

Apple Watch — Fokus auch auf Fitness und Gesundheitsdaten

WatchKit

Für Entwickler stehen mit «WatchKit» Werkzeuge und APIs bereit, mit denen sie die Benachrichtigungen, die auf die Apple Watch übertragen werden, anpassen und erweitern können. Zu einem Zeitpunkt «später in nächsten Jahr» sollen Entwickler auch die Möglichkeit haben, selbst komplette Apps für die Apple Watch zu programmieren.

Preis und Verfügbarkeit

Die Apple Watch wird ab dem Jahr 2015 erhältlich sein, ein genaues Vorstellungsdatum wurde nicht kommuniziert. Kosten wird sie mindestens 349 US-Dollar. Wie immer hat Apple die Preisstruktur für die Länder ausserhalb der USA nicht kommuniziert. Es ist deshalb auch noch unklar, wie teuer die Apple Watch in der Schweiz sein wird.
Kompatibel sein wird die Apple Watch mit dem iPhone 5, iPhone 5c, iPhone 5s, iPhone 6 oder iPhone 6 Plus mit iOS 8.

Bildergalerie

Bild: Apple Watch: GrössenBild: Apple WatchBild: Apple Watch SportBild: Apple Watch edition

Kategorie: Apple
Tags: Apple, Apple Watch, Intelligente Uhr, iOS, iOS 8, iWatch, Smartwatch

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12 Kommentare

Kommentar von sierra (#28214)

Ich denke bis zur Produktion wird noch viel Zeit vergehen.
Apple verletzt mit der Krone glasklar ein Patent von Ventura Watches in Zürich Patent No: 2002CH-1962 (Pierre Nobs, Ventuara Watches SA) des schweizerischen Patentamtes. Ventura hat das Betriebssystem Easyskroll patentiert und auch International ausgeschrieben. Die grossen Vorteile dieser Krone liegen im geringen Stromverbrauch bei einem Wechsel innerhalb einer Funkton von A - nach B. Ich verstehe überhaupt nicht wie Apple dies übersehen sollte - Ventura gilt als eines der unter Designer meistbeachteten Uhrensysteme. Ventura hat das Patent 2002 angemeldet und 2007 wurde offiziell angenommen und auch publiziert vom Europäischen Patentamt in München.

Kommentar von Anne (#28220)

Fitness und Gesundheitsdaten mit einer intelligenten Uhr verbinden, damit will Apple die Nutzer motivieren, mehr Sport zu treiben und Apple will, dass die Nutzer mit der Watch ein gesunderes Leben haben. Zwei Apps für Fitness und Workout sollen es machen und viele Apps, die noch folgen werden.
Ich glaube nicht, dass sich die Menschen, die sich bisher wenig bewegt haben, mit einer smarten Watch am Handgelenk mit gesammelten Gesundheitsdaten mehr bewegen werden. Angaben verbrannter Kalorien und Endsummen für das Aufstehen werden nur zeigen, dass weniger sitzen besser ist, mehr aber auch nicht!
Motivation und vor allem ein Dabeibleiben am Sport kommen nur durch Spaß und Freude an der Bewegung, die zudem eine regelmäßige und ausdauernde körperliche Beanspruchung erfordert, um Fitness und einen gesundheitlichen Nutzen daraus zu ziehen.

Kommentar von sierra (#28231)

@nickfliess: Wenn Du nichts von Ventura gehört hast bist Du wahrscheinlich nach 1990 geboren.
Ventura Uhren gibt es seit 1989 mit dem Design von Hannes Wettstein. Inhaber Pierre Nobs hat das Easyskroll OS 2002 patentieren lassen.
Die Ventura Uhren sind am Museum of Modern Art in NY ausgestellt seit Jahren und gewinnen regelmässig Designpreise.

Umsatzmässig sind die sehr klein. Man kann die Uhren in der Zeithalle.ch im Viadukt in Zürich kaufen oder anschauen.

Patente sind da um respektiert zu werden. Ob man gross oder klein ist - ist weitgehend egal.

Zeithalle Viadukt

http://www.architonic.com/de/ntsht/ventura-schweizer-uhrendesign-der-avantgarde/7000679

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