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Universität Basel testet Prüfungen mit dem iPad

Veröffentlicht am Dienstag, 29. April 2014, um 12:36 Uhr von Patrick Bieri

Mit einem Pilotprojekt testet die Universität Basel den Einsatz des iPads für die Durchführung von Prüfungen. Dank einer eigens dafür entwickelten Software will die Universität die Durchführung und die Korrektur der Prüfungen vereinfachen. Sicherheitsmassnahmen sollen dafür sorgen, dass Tricksen nicht mehr so einfach möglich ist.

Im Rahmen eines Pilotprojektes haben bereits vor einigen Wochen Medizin-Studenten der Universität Basel ihre erste Prüfung auf dem iPad geschrieben. Unter Aufsicht wurden den Studierenden auf dem iPad Multiple-Choice-Fragen gestellt. Damit das Abschreiben nicht möglich ist, wurden die Fragen automatisch durchmischt. Somit war die Reihenfolge der Prüfungsfragen nicht bei jedem Studierenden identisch.

Für die Prüfungen befindet sich das iPad in einem geführten Modus. Dabei ist es ohne Kenntnis eines Admin-Kennwortes nicht möglich, auf dem iPad ein anderes Programm zu öffnen oder das iPad auszuschalten. Mit dieser Massnahme will man an der Universität Basel verhindern, dass sich die Studenten mit Hilfe von Bildschirmaufnahmen oder anderen Tricks gegenseitig helfen.

Sicherheit ist gewährleistet

Bedenken im Bezug auf die Sicherheit des Prüfungssystems haben die Verantwortlichen der Universität Basel nicht. Im Rahmen eines Bundesprojektes ist ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden, welches die geschützte Datenübertragung sicherstellt und so eine nachträgliche Modifikation der Daten verhindert.

Neue Möglichkeiten für Prüfungsgestaltung

Für die Verantwortlichen der Universität Basel hätte der vermehrte Einsatz von iPad-Prüfungen einige Vorteile. So könnten die Prüfungen multimedial ausgestaltet werden, was die Möglichkeit der Aufgabenstellung erweitert. Denkbar ist der Einsatz von Fotos, Videos und Audio-Dateien für die Fragestellung.

Auch für die Korrektur der Prüfung hätten die iPad-Prüfungen einige Vorteile. Multiple-Choice-Tests können dank der iPad-Prüfung direkt ausgewertet werden. Der Prüfling hätte somit die Möglichkeit, direkt nach der Prüfung das Resultat zu erfahren. Die lange Wartezeit zwischen der Prüfung und dem Erhalt der Resultate könnte so überbrückt werden.

Prüfungen bislang nur auf dem iPad

Aus Kostengründen ist die Prüfungssoftware im Moment nur für das iPad erhältlich. Es ist unklar, ob bei einer grösseren Nachfrage nach iPad-Prüfungen auch weitere Programme entwickelt werden.
Gemäss Kaspar Traub von der Universität Basel sind aufgrund der iPad-Prüfungen keine grösseren Infrastrukturkosten entstanden. Die Studenten können aber nicht ihre eigenen iPads mitnehmen, sondern die Geräte werden von der Universität zur Verfügung gestellt.

iPad-Prüfungen bald auch an anderen Schweizer Universitäten?

Die Gestaltung des Prüfungsfragebogens sowie die Auswertung der Prüfungen wird mit Hilfe der BeAXi-Software durchgeführt. Die von der Universität Basel und dem Bund entwickelte Software steht auch den anderen Schweizer Universitäten zur Verfügung. Es ist durchaus denkbar, dass bald auch andere Universitäten ihre ersten iPad-Prüfungen anbieten werden.

Kategorie: Schweiz
Tags: BeAXi, Bildung, Bund, iPad, Prüfung, Sicherheit, Student, Universität, Universität Basel, Universität Zürich

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