Intro Jonathan Ive
Jonathan Ive ist der Mann, welcher als Designer bei Apple eine Ideenschmiede betreibt, aus der immer wieder neue, gleichsam radikale als auch innovative Entwürfe hervorquellen. Er erschuf den iMac und den iPod, er setzte branchenübergreifende Designtrends. Mit seiner Arbeit verlieh er dem Mac nicht nur sein heutiges Gesicht, sondern auch eine Prise Menschlichkeit.
Letztes Update am Samstag, 24. März 2007 | Permalink | Social Bookmarking:
|
Socializer
Jonathan Ive
Die Keynotes des Apple-CEO Steven Jobs sind legendär, gelten geradezu als magische Augenblicke. Seine wohl bedeutendste Ansprache hielt Apples Gründer am 6. Mai 1998. Seine Zuhörer bekamen etwas zu sehen, das aussah, wie ein lächelndes, überdimensioniertes, grünlich schimmerndes Bonbon. «Das kann er nicht ernst meinen», ging wohl den meisten Anwesenden durch den Kopf. Denn was Jobs voller Stolz der Öffentlichkeit präsentierte, war nichts weiter als ein Computer. Ein Macintosh. Klein, leise, rund, und bunt, so sah er aus. Der iMac. Der erste Computer mit einem Lächeln im Gesicht.
Er verkaufte sich millionenfach, der iMac, und nicht weil er anders funktionierte wie die üblichen, Tower-förmigen, plärrenden beigen PC-Kisten, sondern weil er Gefühle anprach. Er war für Menschen geschaffen, er wirkte vertraut, sympathisch.
Mit dem iMac rückte auch sein Schöpfer ins Rampenlicht. Jener Mann, der dem iMac sein Gesicht, seine Form, seine Identität und Persönlichkeit verlieh, Apples Stardesigner Jonathan Ive.
Jugendjahre
Jonathan Ive erblickte 1967 im Norden der englischen Hauptstadt London das Licht der Welt. In seiner frühen Jugendzeit, mit 13 oder 14 Jahren, entdeckte er sein Interesse für das Aussehen, die Formen und Materialien von Dingen und Objekten. Ihm war schon damals klar, dass er einen kreativen Beruf wählen würde, er wollte «etwas mit dem Zeichenstift in der Hand machen». Später entschied sich Ive, an der polytechnischen Universität in Newcastle Produktdesign zu studieren. Das Studium dauerte vier Jahre. Nach seinem Abschluss im Jahre 1989 schloss er sich einem kleinen, renommierten Designerstudio in London an: Tangerine. Jonathan Ive beschäftigte sich mit dem Design von Waschbecken, Badewannen und Toiletten, später auch von technischen Geräten wie Fernsehern oder Mikrowellen.
Auf dem Weg nach Cupertino
Als er ein Jahr lang für Tangerine als Designer gearbeitet hatte, bekam Jonathan Ive erstmals eine Anfrage aus der Apple-Zentrale in Cupertino. Er begann in beratender Tätigkeit für die Firma mit dem Apfel-Logo zu arbeiten. Dabei wurde er erstmals in seinem Leben mit dem Macintosh konfrontiert. Während seiner gesamten Ausbildung musste Ive an gewöhnlichen PCs arbeiten, mit denen er nie zurechtkam. «Ich war überrascht, um wie viel besser der Macintosh war als alles, was ich zuvor kennen gelernt hatte». Der damals erst 25-jährige Ive wurde immer neugieriger auf das Unternehmen, welches hinter dem Mac steckte, und liess sich 1992 von Apple anwerben. Nachdem er drei Jahre für Tangerine gearbeitet hatte, zog Jonathan Ive nun nach San Francisco in die Vereinigten Staaten.
Aufstieg bei Apple
Sein Start bei Apple verlief harzig, alles andere als wunschgemäss. Jonathan Ive bekam nur wenig Handlungsspielraum, es wurde ihm nicht ermöglicht, den Produkten seinen Stempel aufzudrücken. Schon immer interessierte sich Ive für die Frage, wie sich die Form eines Objektes mit seiner Funktion am besten vereinen liesse. Doch bei Apple schrieben die Ingenieure nicht nur die Funktion, sondern auch die Grundzüge des Designs ihrer Produkte vor. Um diesen Missstand zu beheben, baute Ive ein Team aus handverlesenen Designern um sich auf, bei Apple entstand eine eigene Designabteilung - bis heute ein Novum unter Computerherstellern.
![macprime [mæk praɪm] macprime.ch Schriftzug](http://static.macprime.ch/_images/macprime.png)










