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[ID-Permalink]Apple, InternetSteve Jobs über die Updates bei Apple hinsichtlich der Umwelt

Green Apple

Apple hat gestern ein «2008 Environmental Update» veröffentlicht, der mit Steve Jobs gezeichnete Text beschäftigt sich mit den ökologischen Fortschritten bei Apple.

Ebenfalls gestern hat Greenpeace einen Kommentar zu den neuen MacBooks veröffentlicht. Unter anderem seien die neuen MacBooks keineswegs frei von Polyvinyl Chlorid (PVC) - Apple gibt zwar an, nur die internen Kabel seien PVC-Frei, aber dies reicht Greenpeace anscheinend nicht. Nach der Umwelt-Institution sollte das Gerät durch-und-durch PVC-frei sein.

Folgend das Intro des Apple-Updates:

For the past several years, Apple has made a concerted effort to be more transparent about the steps we are taking to protect the environment and make our business more sustainable. In this environmental update, I’d like to inform you of our recent progress and introduce you to a groundbreaking system of reporting that we believe is unmatched in our industry.

Apple Environmental Update 2008

Fr, 17. Oktober 2008, 10:41 Uhr | Beitrag von: Stefan Rechsteiners AvatarStefan Rechsteiner
Tags: Apple, Internet

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20 Kommentare zu dieser News

morannons Avatar

Greenpeace soll sich sein PVC in den All… schieben. Die würden sich lieber dafür einsetzen, dass PVC als Verpackungmaterial durch umweltfreundlichere Produkte ersetzt wird, oder dass es keine Bodenbeläge aus PVC mehr gibt. PVC zu verteufeln zeugt von der ideologischen Schwarz-Weiss-Malerei, die macht, dass ich Greenpeace nie auch nur einen Cent überweisen würde. Das ist so ähnlich wie unser Bundesrat, der so mir nichts Dir nichts beschliesst, dass ab 2012 keine Glühlampen mehr in unseren Kaufregalen stehen werden (ab nächstem Jahr fallen schon mal alle energieintensivsten Glühlampen weg) – wozu das ganze, wenn der Stromverbrauch gerade 1-2 % der benötigten Energie im Haushalt ausmacht, dafür aber 30-40 % der Energie fürs Heizen benötigt werden? Bessere Hausisolation brächte bedeutend mehr, nur ist dort der Widerstand der Hausbesitzer wegen der anfallenden Kosten zu gross. Also macht der Bundesrat auf Alibilösung und Pflästerlipolitik.
Schlussfolgerung: Greenpeace ist so dämlich wie unser Bundesrat.

morannon am Freitag, 17.10.08 um 11:30
Santas Avatar

Grundsätzlich bin ich mit Greenpeace einverstanden - finde ihren Einsatz super, aber sie werden immer unrealistischer. Ihre Ziele sind fast unerreichbar, Umweltbelastungen sind leider unvermeidbar - ein biodegradabler Mac ist halt einfach nicht möglich. :-)
Ich find’s gut dass man an einer so kurzen Keynote über die Umwelt spricht, vor einigen Jahren wäre das gar nicht angesprochen worden.

Santa am Freitag, 17.10.08 um 14:25
morannons Avatar

Wenn man Greenpeace hört, könnte man meinen, ein Mac lande nach seinem Ableben auf dem Müll. Falsch! Wir zahlen sogar eine vorgezogene Recyclinggebühr, damit die wertvollen Innereien (Gold und andere Edelmetalle, Quecksilber usf.) wiedergewonnen werden können. Der Rest wird umweltschonend verbrannt. Man kann die heutigen Verbrennungsanlagen nicht mit ihren Vorgängern vor ein paar Jahrzehnten vergleichen. Greenpeace scheint bei vorgestern stehengeblieben zu sein.

morannon am Freitag, 17.10.08 um 14:32
gentuxs Avatar

Die sind wohl nie zufrieden. Geht zu HP und sorgt mal dafür, dass diese es richtig machen!!!

gentux am Freitag, 17.10.08 um 14:41
Davids Avatar

na, ja?! wie umweltfreundlich alte Computer und damit auch macs “entsorgt” werden, konnte man unlängst in einer doku sehen. recycling wird in vielen fällen in drittweltländer ausgelagert, wo die leute dann unter unwürdigen bedingungen mit hochgiftigen stoffen umgehen udn der rest keineswegs umweltfruendlich verbrantt wird!
da gibt es immer noch viel zu tun - auch wenn ich persönlich kein freund von greenpeace bin…

David am Freitag, 17.10.08 um 14:42
Sepps Avatar

Naja, mal ganz abgesehen ob die Forderungen von Greenpeace überzogen sind oder nicht. Jobs hat gesagt, das teil wäre PVC frei. Nun ist es das anscheinend doch nicht. Damit degradiert sich Jobs zur Hohlphrasigen Marketing rampensau.

Apple ist zunehmend gut die realität zu erfinden, die Jobs sich wünscht.

Sepp am Freitag, 17.10.08 um 14:51
zackwinters Avatar

Bevor Greenpeace permanent auf sich bemühende Unternehmen für den Umweltschutz stürzt, sollten sie sich auf andere Hersteller konzentrieren (Nitendo) bzw. auch andere Branchen. Ich rede von Autoherstellern (General Motors), Flugzeugherstellern (Boeing, Airbus) und der Energieindustrie.
Aber es ist wahrscheinlich eine ganz normale Reaktion. Wenn ein Unternehmen sich bessert in Sachen Umweltschutz bohrt man halt weiter und weiter, weil es eben vorwärts geht und sie bei anderen Herstellern auf taube Ohren stoßen.

Manchmal geht einem dieses Umweltgedöns einfach auf die Sirene.

zackwinter am Freitag, 17.10.08 um 16:02
zackwinters Avatar

@Sepp: In den oberen Text steht, dass Apple angibt, dass die internen Kabel von den neuen MacBooks PVC frei seien. Was auch offensichtlich stimmt. Doch die Ladekabel und Adapter sind noch nicht PVC frei und das bemängelt Greenpeace.

zackwinter am Freitag, 17.10.08 um 16:08
Stefan Rechsteiners Avatar

@Sepp: Steve hat nicht mal bei der Keynote gesagt, dass das MacBook komplett PVC-frei sei, auch dort sagte er bereits «PVC free System». Sonst steht auch überall das die internen Komponenten PVC-frei sind - nichts weiter…

Stefan Rechsteiner  am Freitag, 17.10.08 um 16:15
Andreas26s Avatar

Was für Rechner verwendet eigentlich Greenpeace, um ihre Arbeit zu tätigen? Verwenden die überhaupt Computer? Die Rauchzeichen früher waren auch nicht ohne… ;-)

Andreas26 am Freitag, 17.10.08 um 16:22
zackwinters Avatar

Ich denke mal die nehmen immer noch Zettel & Stift, diese klemmen sie dann auf ein Schreibbrett das aus FSC”-Holz” ist. Vielleicht schreiben sie auch einfach auf die Hand. Andernfalls wäre es jetzt Zeit für Greenpeace auf Macs umzusteigen, auch wenn noch nicht alles PVC frei ist. Die Erde möge das bitte verzeihen.

zackwinter am Freitag, 17.10.08 um 16:57
Xenophaness Avatar

Greenpeace geht mir inzwischen echt auf die Nerven. Erst waren es die aufdringlichen «Spendensammler» auf der Strasse, die ein einfaches «Nein danke!» nicht hinnehmen können. Je nach Gemütslage winseln sie einem hinterher – «Aber denk doch an den Umweltschutz, dass ist auch Dein Anliegen!» *heul* –, oder sie werden gleich dreist und beschimpfen einem: «So, Dir geht die Umwelt am Arsch vorbei? Na dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag!»

Und jetzt also dieser ganze Zirkus mit Apple. Denen ist Cupertinos Erfolg Grund genug, ein bisschen von diesem Kuchen abzweigen zu wollen. Aber sie scheinen absolut nicht zu kapieren, dass ihre Hetze – genau so wie die Jungs und Mädels auf der Strasse – total kontraproduktiv ist. Wenn sie wenigstens bemängeln würden, dass die neuen MacBooks kein FW haben… ;-), aber nein! Ich denke, dem CEO von Greenpeace sollte man einmal mit ein paar Mails bombardieren und klar machen: Ihr seid auf dem falschen Pfad!

Xenophanes am Freitag, 17.10.08 um 17:59
Greenpeace Schweizs Avatar

Den meisten Kommentatoren hier würde eine Beschäftigung mit der Realität gut tun:

http://de.wikipedia.org/wiki/Polyvinylchlorid

Umwelt- und Gesundheitsaspekte [Bearbeiten]

PVC ist eine chemisch sehr stabile Verbindung, die kaum verrottet. Sonnenlicht wirkt an der Oberfläche kaum zersetzend. Die mechanischen Eigenschaften werden dabei so gut wie gar nicht beeinträchtigt. Produkte und Verpackungen aus PVC sind (meer-)wasser- und luftbeständig und damit während der Mülldeponierung weitestgehend grundwasser- und umweltneutral.

Wenn PVC brennt, entsteht bei der Zersetzung der stark ätzende gasförmige Chlorwasserstoff, der mit dem entstehenden Wasser oder der Luftfeuchtigkeit leicht Salzsäure bildet. Bei den Temperaturen, die bei PVC-Bränden auftreten, entstehen hochgiftige Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane (Dioxine). In den Rußteilchen sind hochgiftige und auch karzinogen wirkende polykondensierte Aromaten, wie Benz(a)-Pyren, Pyren und Chrysen.

Die Verbrennung in einer Müllverbrennungsanlage kann die Umwelt beeinträchtigen, wenn nicht die besonderen Bedingungen eingehalten werden. Für PVC-Bauprodukte wie Rohre und Fenster gibt es flächendeckende Rücknahmesysteme der kunststoffverarbeitenden Industrie, um die Umweltschäden durch eine kommunale Müllentsorgung zu verringern.

PVC machte auf den notwendigen Arbeitsschutz bei der Herstellung und beim Umgang mit einem Kunststoff aufmerksam, da Arbeiter in der PVC-Produktion an der Lunge oder an den Gelenken erkrankten. Diese „VC-Krankheit“ wurde von den Berufsgenossenschaften als Berufskrankheit anerkannt. Vinylchlorid kann beim Menschen Krebs erzeugen und wirkt erbgutverändernd. Auch die Ausgangsstoffe der PVC-Herstellung sind bedenklich.

Weich-PVC ist in manchen Einsatzbereichen durch die enthaltenen Weichmacher teilweise physiologisch bedenklich. Der Einsatz von Weich-PVC ist für Spielzeuge problematisch, dennoch ist es wegen der Eigenschaften und des Preises bei Spielzeug verschiedenster Art verbreitet. Auch wenn die Weichmacher einen geringen Dampfdruck haben, können sie über Speichel, Hautkontakt oder die Atemwege in den kindlichen Körper gelangen. Die Phthalatweichmacher sind zum Teil leber- und nierenschädigend und stehen im Verdacht, krebserzeugend zu wirken. Dies ergaben mehrere Untersuchungen, in denen sich unter anderem deutliche Spuren im Blut fanden. Diethylhexylphthalat (DEHP) wurde durch eine EU-Arbeitsgruppe im Jahr 2000 als frucht- und fruchtbarkeitsschädigend eingeschätzt. Daher wurde Weich-PVC, welches Phthalatweichmacher enthält, zur Herstellung von Spielzeug für Kleinkinder in der EU im Jahre 1999 verboten.

  „Der menschliche Organismus nimmt PVC-Weichmacher in höheren Mengen auf, als bisher angenommen. Besonders gefährdet sind Kinder. Die weit verbreiteten Weichmacher Phthalate gelten als höchst gesundheitsgefährdend, weil sie in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen und die Fortpflanzung bzw. Entwicklung schädigen“

  – Umweltbundesamt

Aus gleichem Grund ist Weich-PVC in Lebensmittelverpackungen problematisch, wenn nicht durch Sperrschichten die Migration in die Lebensmittel verhindert wird. Für fetthaltige Lebensmittel sollte Weich-PVC unbedingt vermieden werden, da beträchtliche Mengen der Weichmacher in das Fett migrieren können.

Greenpeace Schweiz  am Freitag, 17.10.08 um 20:15
sambamacs Avatar

es geht doch gar nicht darum, dass wir anzweifeln, dass PVC schädlich ist und dass man es reduzieren soll. aber setzt euch mehr dafür ein, dass zum beispiel migros oder coop nicht weiter ihre verpackungsorgien zelebrieren. Da sind die paar PVC-Kabel am mac doch echt peanuts. Klar, wo es möglich ist, soll man diese stoffe vermeiden und auch reduzieren, aber bitte schaut euch auch mal bei den Dell(en) und anderen Windows-Kram-Produzenten um.

sambamac am Freitag, 17.10.08 um 20:27
manifestos Avatar

Also wenn ich mir einige Kommentare anschaue, frage ich mich, sind hier eigentlich einige Apple-User SUV-Fahrende, Littering-Verursachende, Klimawandelverleugnende Umweltverschandler?

Früher waren die Macs noch hoch im Kurs bei den “Think different”-Leuten - auch bei vielen Umweltaktivisten und Grünen.

Was regt ihr euch eigentlich so über diese Kritik auf? Das ist eine der Hauptaufgaben von Greenpeace, sich um Umweltaspekte aller Art zu kümmern.

Jedenfalls ist es ja auch augenfällig, dass seit der Kritik einiges mehr seitens Apple unternommen wird . Apple war auf der Grafik im Link auch schon weiter hinten positioniert:

http://www.greenpeace.org/international/campaigns/toxics/electronics/how-the-companies-line-up

Hier noch ein dazu passendes Video:
http://www.youtube.com/watch?v=CtxJor2NV-8

manifesto am Freitag, 17.10.08 um 21:15
jets Avatar

Interessante Diskussion…!
Wie da Emotionen und Meinungen sprudeln…!
Seht das das ganze mal von einer gewissen Distanz an:
Was wäre, wenn es Organisationen wie Greenpeace nicht gäbe..?
OK, Greenpeace kann ganz schön penetrant auftreten, in allen Bereichen, aber das ist nunmal leider notwendig in dieser Gesellschaft.
Ich finde es gut wenn aufmerksame Leuet mit dem Finger auf ein Problem zeigen, egal wie erfolgreich die dabei sind: Es wird mit dem Finger darauf gezeigt. Und wenn das alles wirklich nur Nonsens sein sollte was Greenpeace da verzapft, dann hätte Apple sowie viele andere doch gar nicht nachgezogen. Und sehen wir die Greenpeace Aktion doch mal so:
Die haben eine ganz schlaue Art erfunden, wie die Firmen untereinander auf diesem Weg konkurieren können. Man bekommt eine Art Auszeichnung oder Label, wenn diese Firmen etwas dafür tun. Das wiederum regt zu mehr Verkäufen an, da man mit einem besseren Gewissen ein Gerät kauft…
Ich seh das alles nicht so dramatisch. Es hilft uns und die Industrie die Entwicklungen auch unter ökologischer sicht voranzutreiben.

jet  am Sonntag, 19.10.08 um 14:57
Andreas26s Avatar

Du hast ja recht, Jet. Immer Distanz wahren. =)

Andreas26 am Montag, 20.10.08 um 13:20
Buchis Avatar

Ich lese immer wieder Kommentare, wieso Greenpeace nur auf Apple rumreitet. Nun die reiten auch auf anderen Herstellern rum, nur das interessiert die Mac-News-Seite nicht und eigentlich auch sonst niemanden. Daher wirk die Kritik an Apple am lautesten, nur weil Apple im Moment stark im Mittelpunkt des Interessens steht. Und darüber darf sich Apple ja freuen.

Buchi  am Montag, 20.10.08 um 15:29
sambamacs Avatar

@buchi: Da hast Du allerdings recht!

sambamac am Montag, 20.10.08 um 15:42
jets Avatar

Ganz genau, BUCHI!
Apple hat nun wieder eine ganz neue Chanche, sauber da zu stehen:
neben den besten Computern, bestes Design, usw. können Sie sich nun auch damit rühmen, dass Apple nun auch Oeklogiosche Produkte macht!
Und wenn Greenpeace laufend darüber berichtet,d ass Apple nun dies oder das andere verbessert hat, und immer weiter das BestOf Leiterchen hochklettern darf, tja, dann ist das gut fürs Image. Und das zählt vor allem in den USA am meisten. (Siehe Präsidentschaftswahlen) Ich war schon ein paar mal in den USA, ich weiss einigermassen wie die Amis ticken… ;-)

jet  am Montag, 20.10.08 um 16:09

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