Steve Wozniak: «Wir verlieren die Kontrolle über unsere Daten»

Steve Wozniak Portrait

Cloudbasierte Dienste werden immer beliebter. Mit dem Launch von Mountain Lion wurde iCloud ausgebaut und auch Google, Microsoft, Amazon und andere Anbieter expandieren in diesem Geschäftsbereich. Apple-Mitbegründer Steve Wozniak warnt jetzt von den Folgen dieses Trends und sieht «horrende Probleme» auf die Nutzer zukommen.

Steve Wozniak machte seine Äusserungen im Anschluss einer Vorstellung des umstrittenen Theaterstücks «The Agony and the Ecstasy of Steve Jobs», in welchem Mike Daisey in einem Monolog über die Arbeitsbedingungen von Apple in China referiert.

In den nächsten 5 Jahren werden gemäss Wozniak enorme Probleme auf die Menschen zukommen, welche ihre gesamten Daten in die Cloud ausgelagert haben. Das Problem sei, so der Apple-Mitbegründer, dass man in der Cloud nichts besitzt. Die Daten sind nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert, sondern werden an einen externen Dienstleister übertragen. Die Menschen müssten begreifen, dass sie unter Umständen keine Kontrolle mehr über die Daten haben, welche in der Cloud gespeichert sind.
Des Weiteren sind gemäss Wozniak die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter intransparent und als Nutzer sei man diesen ausgeliefert.

Doch man muss nicht fünf Jahre warten, bis man die Auswirkungen dieses Trends feststellen wird — es reicht aus, wenn man die jüngste Geschichte um Mat Honan studiert: Mit Hilfe eines nachlässigen Apple Mitarbeiters gelang es einer Hackergruppe, zuerst den iCloud-Account zu hacken, anschliessnd sein Gmail- und Amazon-Konto zu übernehmen und schliesslich noch rassistische Tweets über seinen Twitter-Account zu verbreiten. Zu allem Überfluss verlor er bei dieser Attacke alle Bilder von seiner Tochter.

Somit ist es auch in Zeiten von iCloud von grosser Wichtigkeit, dass man ständig ein Backup seiner Daten erstellt. Mit Hilfe der Time Machine unter OS X ist es für Mac-User jedoch ein leichtes, dies automatisch auszuführen.

Zu den Arbeitsbedingungen in China meinte Wozniak, dass sich diese mit der Entwicklung von China immer weiter verbessern würden. Ausserdem mache Apple einen guten Job, wenn es darum geht, die eigenen Auftragsfertiger zu überwachen.

3 Kommentare

Kommentar von Stefan Rechsteiner (#25486)

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Zumindest sieht Mat Honan den einen Punkt selbstkritisch: «Because I’m a jerk who doesn’t back up data, I’ve lost at more than a year’s worth of…»

Kommentar von flexo (#25487)

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Es muss nicht ein Hacker sein, viel eher ist ein Brand, Diebstahl oder Festplattenschaden. Danach bemerken viele Betroffene wie wichtig ein Backup ist.

Kommentar von Gionzilla (#25488)

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Finds super dass Woz die ganze Cloud Geschichte mal etwas Hinterfragt, ich bin der Meinung das sich ein Grossteil der Leute welche Cloud`s nutzen über den Verbleib der Daten gar keine Gedanken machen. Ich mache meine Backups schön auf einer Time Capsule und auf einer 2-ten HD. Ich persönlich halte für den Privatgebrauch von den Cloud`s gar nichts, aber das ist natürlich Ansichtssache.

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