Android-Chef Andy Rubin geht — Chrome-Chef Sundar Pichai übernimmt

Android-Chef Andy Rubin verlässt seine Position bei Google und wird sich künftig einem «neuen Kapitel» innerhalb Googles widmen. Rubins Stelle übernimmt Chrome-Chef Sundar Pichai.

Googles Mitbegründer und CEO Larry Page teilte den Rücktritt Rubins und die Übernahme der Position durch Pichani gestern Abend im offiziellen Google-Blog mit. Rubins offizieller Titel «Senior Vice President of Mobile and Digital Content» wird Pichani jedoch nicht weiterführen — Pichani wird neu «Senior Vice President of Android». Wohin es Rubin innerhalb Google nun führen wird ist aktuell nicht bekannt. Das Sesselrücken bei Googles Mobile-Segment kommt keine sechs Monate nachdem es auch bei Apple zu einer grösseren Umstrukturierung gekommen war — vergangenen Oktober wurde unter anderem angekündigt, dass iOS-Chef Scott Forstall die iPhone-Firma verlässt.

Pichani kam 2004 zu Google und zeigte sich als Produkt-Manager für den Browser «Google Chrome» und das «Chrome OS» wie auch «Google Drive» verantwortlich. Pichani soll sich auch als SVP von Android weiterhin um Chrome kümmern.

Rubin war 1989 bis 1992 bei Apple als Entwickler tätig. 1999 gründete er mit anderen die Firma «Danger». Danger zeigt sich für das Mobiltelefon «Sidekick» verantwortlich. 2003 war Rubin im Gründungsteam von «Android Inc.». Google kaufte die Firma 2005 auf — Rubin wechselte mit zum Suchmaschinengiganten. Anfang Winter 2007 wurde Googles «Android» dann vorgestellt. Das erste Android-Smartphone — das HTC Dream — kam jedoch erst knapp ein Jahr später — im Oktober 2008 — auf den Markt.

Portrait von Andy Rubin

Von Stefan Rechsteiner
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