Apple-Aktien Betrug: 25 Jahre Haft für Trader möglich

Ein ehemaliger Trader muss sich in wenigen Tagen vor Gericht verantworten, weil er sich durch den Kauf von Apple Aktien in ungerechtfertigter Weise bereichern wollte. Die Anklage fordert einen Schuldspruch und darauffolgend eine 25 jährige Gefängnisstrafe für den Händler. Das endgültige Urteil wird für den 8. Juli erwartet.

David Miller, ein Trader von Rochdale Securities in Stamford, Connecticut, kaufte am 25. Oktober 2012, am Tag vor der Präsentation der Quartalszahlen von Apple, 1.6 Millionen Apple-Aktien im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar. Als Ausgangspunkt für das Geschäft diente ein Auftrag eines Kunden, welcher aber behauptet, lediglich 1’625 Aktien geordert zu haben. Der Trader verteidigte sich mit dem Argument, dass er sich bei der Eingabe des Handels vertippt habe. Der Anklage zufolge wollte der Händler den erwarteten Kursanstieg der Apple-Aktie ausnutzen und die Aktien verkaufen, bevor der Betrug aufgeflogen wäre. Der Kurs der Aktie sank nach der Präsentation der Zahlen allerdings, was bei der Firma zu einem Verlust von rund 5.3 Millionen US-Dollar geführt hat. In der Folge führte der Betrug zu einer Unterkapitalisierung von «Rochdale Securities», was zum Verlust der SEC-Zulassung führte.

Gleichzeitig sorgte Miller in betrügerischer Weise dafür, dass ein rivalisierender Händler vor Börsenschluss 500’000 Apple-Aktien verkaufte. Wäre der Kurs der Apple-Aktie nach der Bekanntgabe der Zahlen in die Höhe geschnellt und der andere Händler hätte viel Geld verloren, hätte Miller seine Position bei Rochdale stärken können.

Von Patrick Bieri
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