Apple-Event: Faltbares «iPhone Duo», neues «iPhone 18 Pro», neue AirPods und neue Apple-Watch-Modelle

«Surprise and Shine»

Am heutigen Special Event hat Apple das erste faltbare iPhone vorgestellt: Das «iPhone Duo» bringt verschiedene Fold-spezifische Funktionen und kostet ab 1999 Franken. Daneben zeigte der Mac-Hersteller das «iPhone 18 Pro» und «iPhone 18 Pro Max» mit dem neuen «A20 Pro»-Chip und einer Hauptkamera mit variabler Blende, die «Apple Watch Series 12» und «Apple Watch Ultra 4» mit einem neuen Sensor-System für Gesundheitsdaten sowie die «AirPods 5», die neu ohne Aufpreis eine aktive Geräuschunterdrückung haben; und ANC soll noch besser sein. Weiter wird die «Health»-App kräftig aufgebohrt. Es war die erste Keynote unter der Leitung des neuen Apple-CEO John TernusTim Cook hatte ganz zu Beginn einen kleinen Auftritt.

Stefan Rechsteiner

Inhaltsverzeichnis

  1. Erste Keynote unter dem neuen CEO

  2. iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max

  3. AirPods 5

  4. Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4

  5. «One more thing»: das iPhone Duo

  6. Abschluss

Der für heute angekündigte Special-Event von Apple lief unter dem Slogan «Surprise and Shine (Staunen und strahlen)» und wurde – wie inzwischen gewohnt – als aufgezeichnete Video-Keynote aus dem Apple Park in Cupertino gezeigt.

Eröffnet wurde die Show mit einem Einspieler mit Aufnahmen «Shot on iPhone», in denen sich mehrere Protagonisten und Stimmen aus dem Off darüber streiten, wie ein guter Filmanfang auszusehen habe: eine Explosion, eine Verfolgungsjagd, eine Samurai-Schlacht, schlussendlich kündet eine Apple-Interessierten bestens bekannte Stimme eine Hauptfigur an – und ins Bild läuft Ex-CEO Tim Cook; dieser lacht und meint «Nein, nein, nein. Nicht mich. Das da ist euer Mann.» und ins Bild läuft der neue Konzernchef John Ternus.

Erste Keynote unter dem neuen CEO

Durch den Event führte Apple-CEO John Ternus, der den Chef-Posten per 1. September von Tim Cook übernommen hat. Es war sein erster grosser Produkte-Auftritt in dieser Rolle – Cook, neu «Executive Chairman», war nur im Einspieler kurz zu sehen.

Ternus nutzte seine Einleitung für eine Standortbestimmung: «AI» – Artificial Intelligence, also künstliche Intelligenz, von Ternus sicherlich aber auch für «Apple Intelligence» genutzt – ermögliche neuartige Erlebnisse, und sie werde dann besonders nützlich, wenn sie mit den Apps, Diensten und Produkten des Alltags zusammengeführt werde. Damit gewinne jenes Produkt an Bedeutung, das im Zentrum dieser Erlebnisse stehe – Ternus nannte es einen «Intelligent Personal Hub (intelligenten, persönlichen Hub)». Gut möglich, dass Ternus mit diesem Begriff für die aktuelle AI-Revolution auch auf Steve Jobs’ «Digital Hub» von vor einem Vierteljahrhundert anlehnt.

Ein solcher intelligenter persönlicher Hub, so die Argumentation von Ternus, brauche einen leistungsstarken Prozessor für On-Device-Modelle, eine ständige Netzanbindung für stärkere Modelle in der Cloud, ein grosses Display, gute Kameras und Mikrofone, eine Batterie für den ganzen Tag und eine nahtlose Verbindung zu allen übrigen Geräten. Kurz: Ein iPhone.

Beim Thema Daten setzte Ternus zu einem Seitenhieb an: Andere Anbietende würden persönliche Daten sammeln, auf ihre Server verschieben und die Nutzenden dafür um Vertrauen bitten – Vertrauen habe aber Grenzen, wenn die Kontrolle über die eigenen Daten wegfalle, so der Apple-CEO. Apple Intelligence laufe deshalb wo immer möglich auf dem Gerät selbst; werde mehr Leistung benötigt, biete «Private Cloud Compute» dasselbe Schutzniveau wie On-Device.

Farbigere Keynote

Gleich zum Start wird sichtbar: Es gibt nicht nur einen neuen CEO, auch die Machart der Video-Keynote ist (stellenweise) aufgefrischt. In allen Aufnahmen – auch den gewohnten des stylischen Apple Park – gibt es mehr Leben im Hintergrund; überall sitzen Personen in den vorher immer leeren Büros und Gängen; und wo Apple früher meist mit weisser Schrift auf dunklem Verlauf-Hintergrund (klassische Keynote-Präsentation) neue Kapitel oder technische Spezifikationen auflistete, wurden solche Angaben neu über schöne Video-Aufnahmen gelegt – allgemein kommt das neue Keynote-Video «farbiger» daher als frühere Events.

Mit dieser Einleitung startete die eigentliche Produkte-Präsentation mit den ersten Neuigkeiten: eine neue iPhone-Generation.

«Introducing the new iPhone 18 Pro» (Apple)

iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max

Beim Design der neuen Pro-Modelle sind der Aluminium-Rahmen und das Glas auf der Rückseite neu farblich aufeinander abgestimmt. Erhältlich sind die Geräte in einem «unglaublich satten Schwarz» («incredibly deep Black»), einem überarbeiteten Silber, der neuen Farbe «Glacier (Polar)» sowie in «Burgundy (Burgunder)».

Apple Intelligence und «Siri AI»

Das iPhone 18 Pro sei darauf ausgelegt, die Möglichkeiten von Apple Intelligence voll auszuschöpfen, hiess es in der Keynote. Zum Einsatz kommen die neuesten «Apple Foundation Models», darunter laut Apple das bisher fortschrittlichste On-Device-Modell des Unternehmens. Zusammen ermöglichen sie «Siri AI» – die Anfang Juni anlässlich der WWDC26 gezeigte komplett neue Version des digitalen Assistenten. In der Folge zeigte Apple nochmals einige Beispiele der neuen Fähigkeiten basierend auf dem persönlichen Kontext, den neuen Bild-Bearbeitungs-Funktionen, der eigenständigen Siri-App und mehr.

Das neue Apple Intelligence soll mit den neuen OS-Generationen «diesen Monat» in 16 Sprachen verfügbar werden. «Siri AI» startet als Beta zunächst auf Englisch; Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen ab Oktober folgen, so Apple, «weitere Sprachen folgen» – womit es für Deutsch noch kein Release-Datum gibt. Wie es in der Keynote weiter heisst, würden einzelne Funktionen Nutzungslimits enthalten, weil sie auf Server-Modelle angewiesen seien; erweiterten Zugang soll es mit den «meisten» iCloud-Plus-Abos geben, womit entsprechende Gerüchte bestätigt sind.

«A20 Pro»: 2 Nanometer und eine zweite Neural Engine

Auch beim Chip gibt es wieder einiges zu berichten. Der neue Chip im iPhone 18 Pro heisst «A20 Pro» und kommt mit neuer Architektur auf Basis der 2-Nanometer-Fertigung.

Die 6-Core-CPU besteht aus zwei neuen «Super»-Kernen, die bis zu 20 Prozent schneller sein sollen, und vier Effizienz-Kernen mit integrierten «Neural Accelerators». Die GPU wächst auf ein 7-Core-Design mit bis zu 40 Prozent mehr Leistung; die überarbeiteten Neural Accelerators sollen 8-Bit-Gleitkommaberechnungen (fp8) doppelt so schnell abwickeln, was etwa das Ausführen von Dritt-LLM direkt auf dem Gerät ermögliche.

Ebenfalls im «A20 Pro» steckt eine zweite Neural Engine – die NPU umfasst neu also 32 Kerne und biete eine doppelte Rechenleistung. Alle drei Einheiten profitieren von einer um 50 Prozent erhöhten Speicherbandbreite; es sei die grösste Speicherschnittstelle, die Apple je in einem iPhone verbaut habe.

Das Chip-Gehäuse des «A20 Pro» ist von den M-Chips inspiriert: Der Siliziumchip sitzt neben dem Arbeitsspeicher, was den Speicher aus dem Wärmefluss nimmt und den Chip direkt an die Dampfkammer (Vapor Chamber) koppelt.

Wärmemanagement

Überhaupt erhielt das Wärmemanagement der neuen iPhone-Modelle überraschend viel «Sendezeit». Eine Dampfkammer der nächsten Generation biete eine dreimal grössere Oberfläche als jene im iPhone 17 Pro, wo die «Vapor Chamber» letztes Jahr eingeführt wurde. Das entionisierte Wasser in der Kammer zirkuliere permanent im System, «um das Wärmemanagement deutlich zu verbessern». Gefertigt ist die neue Dampfkammer zu 80 Prozent aus recyceltem Edelstahl, kombiniert mit Graphit; erstmals in der Branche komme zudem «Nanotwin»-Kupfer zum Einsatz, welches Wärme auch vom Display wegleite. Die durchgehende Leistung («Sustained Performance») soll dadurch um bis zu 40 Prozent über jener des iPhone 17 Pro liegen und bis zu doppelt so hoch sein wie beim iPhone 16 Pro und älteren Modellen.

Batterie

Bei der Videowiedergabe nennt Apple neu 36 Stunden für das iPhone 18 Pro – das ist so viel wie bisher nur das Max-Modell erreichte; das neue Max-Modell wiederum schaffe neu 45 Stunden. Gemäss eines auf «realen Nutzungsdaten orientierten Batterienutzungs-Modell» sollen es 24 resp. 30 Stunden pro Ladung sein.

Kabelgebunden lädt das iPhone 18 Pro in rund 15 Minuten auf 50 Prozent; fünf Minuten Laden sollen neu für etwa sechs Stunden Videowiedergabe reichen.

Variable Blende

Kernstück des überarbeiteten Kamera-Systems ist die 48-MP-Fusion-Hauptkamera mit neu variabler Blende. Dafür entwickelte Apple ein System aus sechs lasergefertigten Lamellen, die aus einem speziellen Polymer-Komposit gefertigt und an einem neuen Drehmechanismus befestigt sind – jede der Lamellen sei «dünner als ein menschliches Haar».

Die Öffnung der Blende passt sich automatisch an die vorherrschende Szene an: In dunkleren Umgebungen öffnet sie und lässt «rund 50 Prozent» mehr Licht durch, was auch Aufnahmen im Nachtmodus beschleunigen soll. Als optimales Verhältnis von Lichteinfall und Schärfentiefe nennt Apple ƒ/1.8; für Gruppenfotos mit Schärfe bis in den Hintergrund lasse sich die Blende weiter schliessen – konkret auswählbar sind Blenden von ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0.

Die Kamera-App auf den neuen iPhone-Pro-Modellen erhält neue «Pro Controls (Pro Steuerelemente)»: sie erlauben manuelle Einstellungen für den Weissabgleich, die erwählten Blendenöffnungen sowie die Verschlusszeit – und zeigt neu auch Histogramm an. Die Pro-Controls sind dabei nicht nur für Fotos, sondern auch beim Filmen verfügbar.

Der Kinomodus lässt sich neu nachträglich auf normal aufgenommene Videos anwenden und unterstützt 60 Bilder pro Sekunde; Zeitraffer gibt es auch in 4K mit Dolby Vision HDR; «AudioMix» erhält neue Algorithmen und lässt sich neu auch auf Musik anwenden. Ein «Smart Focus Tracking (intelligente Fokusverfolgung)» hält den Fokus mit On-Device-Modellen auch dann auf einem Motiv, wenn sich dieses vor und zurück bewegt oder sogar auch kurz aus dem Bild verschwindet. Die Photographic Styles (Fotografischen Stile) lassen sich neu auch über Textur und Körnung feinjustieren.

Für das KI-heikle Thema «Bild-Echtheit» unterstützt Apple künftig den «SynthID»-Standard zur Kennzeichnung von mithilfe von Künstlicher Intelligenz generierter oder bearbeiteter Bilder. Darüber hinaus führt der Konzern das «Apple Reference Image (Apple Referenzbild)» ein. Hierbei signiert die Kamera des iPhone die Fotodaten im Moment der Aufnahme auf Pixelebene, «Private Cloud Compute» verarbeitet sie zu einem unveränderbaren Bild, das immer in der «Fotos»-App neben dem normal bearbeitbaren Foto liegt – vergleichbar mit einem digitalen Negativ.

Dynamic Island, iOS 27, Preise

Die Dynamic Island der neuen iPhone-Generation ist kleiner und hat deshalb neu Platz für bis zu drei Live-Aktivitäten gleichzeitig. Weiter wurden während der Keynote einige der mit iOS 27 kommenden Neuerungen genannt – etwa die zusätzlichen Kinderschutz-Funktionen, das anpassbare «Liquid Glass», die verbesserten Suchen (etwa in der «Mail»-App), die bis zu 80 Prozent schnellere AirDrop-Übertragungen oder der intelligentere Übergang zwischen Mobilfunk und WLAN. Mit «iPhone Handoff» lässt sich künftig wechselnd die persönliche Telefonnummer von einem iPhone auf ein zweites iPhone übertragen – die Nummer ist dabei jeweils auf jenem Gerät aktiv, welches in die Hand genommen wird. Die Funktion braucht Unterstützung der Mobilfunk-Provider – starten soll das neue «iPhone Handoff» mit «T-Mobile» in den USA und «Telekom Deutschland»; «Verizon» in den USA und «EE» im Vereinigten Königreich «folgen bis Ende Jahr», weitere Anbieter würden «später» dazukommen. Ein Schweizer Anbieter wurde nicht genannt.

Natürlich lanciert Apple auch neues Zubehör zur neuen iPhone-Pro-Generation und zeigte ein aktualisiertes «Clear Case», neue Farben für «Tech Woven» und die Silikon-Hüllen, passend dazu neue «Crossbody Strap»-Farben sowie ein neues Handgelenk-Band, das mit den iPhone-Hüllen aber auch den AirPods-Cases genutzt werden kann.

Das iPhone 18 Pro startet bei 1199 Schweizer Franken resp. 1449 Euro oder 1199 US-Dollar. Neu ist es zudem mit 2 TB Speicher erhältlich. Das iPhone 18 Pro Max startet bei 1299 Franken resp. 1599 Euro oder 1299 US-Dollar. Die neuen Modelle sind damit 100 Franken/USD resp. 150 Euro teurer als die Modelle vom letzten Jahr.

Vorbestellt werden können die Geräte ab diesem Samstag, 12. September; erhältlich sein werden sie ab Freitag kommender Woche, also dem 18. September.

AirPods 5

Die neuen AirPods 5 behalten das Open-Ear-Design, wurden im Innern aber überarbeitet: Eine neue akustische Multiport-Architektur und ein «Adaptive EQ» der nächsten Generation sollen für satteren Klang über mehr Ohrformen hinweg sorgen und personalisiertes «Spatial Audio (3D Sound)» immersiver machen. Weiter sollen die neuen intelligenten Kopfhörer robuster gegen Regen, Schweiss und Staub sein.

«New AirPods 5» (Apple)

Die grösste Neuerung ist wohl aber die Aktive Geräuschunterdrückung (ANC): Neu soll sie 50 Prozent mehr Aussen-Geräusche reduzieren als bei der Vorgängergeneration. Gemäss Apple bieten die neuen AirPods damit die «branchenweit beste ANC in einem Open-Ear-Design».

Mit ANC sollen die AirPods 5 vier Stunden Wiedergabe und bis zu 20 Stunden mit dem Ladecase bieten. Der Preis ist auch spannend: 119 Franken resp. 149 Euro oder 129 US-Dollar und damit gleich viel wie die Vorgängergeneration, aber jene ohne ANC. Es gibt entsprechend neu keine AirPods mehr ohne ANC.

Weiterhin gibt es aber ein zweites Modell der AirPods: dieses bringt erstmals in diesem AirPods-Design eine Lautstärkeregelung am Stiel per Streichgeste; und dank überarbeiteter Batteriezelle «bis zu fünf Stunden» Wiedergabe mit ANC sowie standardmässig ein Ladecase, welches sich induktiv via Apple-Watch-Charger und Qi aufladen lässt (und bis zu 22 Stunden Akku-Laufzeit für die AirPods bietet). Dieses Modell kostet 139 Franken resp. 169 Euro oder 149 US-Dollar – also 30 Franken/USD/Euro weniger als der Vorgänger. Beide Varianten können ab sofort vorbestellt werden und sind ab dem 18. September im Handel erhältlich.

Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4

Beide neuen Modelle der Apple Watch erhalten neue Sensoren sowie einen neuen Apple-Chip («S11»).

«Introducing the new Apple Watch Series 12: the most accurate heart rate sensing in a wearable» (Apple)

Neues System zur Gesundheitserkennung

Das «Health Sensing System (System zur Gesundheitserkennung)» verbessert drei Elemente der Apple Watch: Die Elektrodenfläche auf der Rückseite der Apple-Uhr wurde bei gleichbleibender Watch-Grundfläche vergrössert, was den Hautkontakt bei EKG-Messungen verbessern soll; die überarbeiteten Photodioden sind neu ringförmig angeordnet, um Licht effizienter aufzunehmen; und grössere sowie effizientere grüne LED sollen präzise Herzfrequenzmessungen «auch in Bewegung» ermöglichen.

Bei den neuen Apple-Watch-Modellen wird die Herzfrequenz neu alle fünf Sekunden erfasst – 60-mal häufiger als bisher –, die Herzfrequenzvariabilität (HFV) neu alle fünf Minuten und damit 24-mal häufiger. Getestet worden sei das System gemäss Apple in einer Vergleichsstudie gegen andere Wearables mit einem EKG-Brustgurt als Referenz, durchgeführt im Juli und August dieses Jahres – mit über 1000 Teilnehmenden beim Laufen, Radfahren und bei HIIT-Workouts. Das Resultat sei eindeutig gewesen, so Apple: Die Apple Watch biete «die präziseste Herzfrequenzmessung in einem Wearable».

«Readiness», Health-App und «Health Age»

Die hochfrequenten Daten fliessen in eine überarbeitete «Heart Rate (Herzfrequenz)»-App und werden auch in neuen Komplikationen angezeigt; die HFV wird zudem neu Teil der «Vitals (Vitalzeichen)»-App, die auch eine neue Tagesansicht bietet.

Ganz neu ist «Readiness (Tagesform)»: Jeden Morgen wertet die Uhr die Aktivität, die Trainingsbelastung, die Vitalzeichen und den Schlafindex aus (auch mithilfe von Algorithmen aus der «Apple Heart and Movement Study») und gibt einen einzelnen Wert (0 bis 10) mit klarer persönlicher Empfehlung aus – von «Recover (Erholen)» über «Pace Yourself (Kräfte einteilen)» und «Ready (Bereit)» bis «Go For It (Leg los)». Der Wert kann sich im Tagesverlauf anpassen und lässt sich auch in der «Fitness»-App auf dem iPhone abrufen.

Weiter erhält die «Health»-App auf dem iPhone ein überarbeitetes Design und noch mehr Informationen. Ein neuer Tab namens «Insights (Einblicke)» zeigt eine von Apple Intelligence erstellte Zusammenfassung samt personalisierten Empfehlungen. Mit «Health Age (Gesundheitsalter)» sollen sich zentrale Gesundheitswerte mit dem tatsächlichen Alter abgleichen lassen – kombiniert aus Werten der Apple Watch wie VO2max und den Schlaf-Daten sowie hinzufügbaren Biomarkern aus dem Blutbild. Ein neuer Tab «Longevity» bewertet die allgemeine persönliche Gesundheit über Bereiche wie Schlaf, Bewegung und Herzgesundheit und ordnet die Werte an aktuellen Richtwerten ein.

Laborwerte lassen sich manuell erfassen, aus Gesundheitsakten synchronisieren oder – vorerst aber nur in den USA – über ein Panel eines Drittanbieters bestellen (Quest; 50 Biomarkern für 119 US-Dollar). Die Ergebnisse werden mit den Daten der Apple Watch zusammengeführt und mit Videos von Fachpersonen erläutert. Dazu kommen Bewegungs- und Mobilitäts-Auswertungen, etwa ein VO2max-Test, bei dem die iPhone-Kamera die Bewegungen der nutzenden Person erkennt und sie in Echtzeit per Sprache und Display anleitet. Die neuen Funktionen der «Health»-App sollen «später in diesem Jahr» erscheinen – zuerst aber nur auf US-Englisch, wobei vorerst unklar bleibt, ob damit nur die Sprache oder auch eine Regions-Limitierung (auf die USA) gemeint ist.

«Audio Intelligence» und der S11-Chip

Neben der neuen Gesundheits-Fähigkeiten führt Apple mit der Apple Watch Series 12 und der Apple Watch Ultra 4 auch eine neue Kategorie an Funktionen ein – basierend auf den Mikrofonen der neuen Uhren: «Audio Intelligence (Audio Intelligenz)» soll verstehen, was Nutzende hören – analog zur bereits seit Jahren etwa auf dem iPhone verfügbaren Visuellen Intelligenz.

Einerseits wird die «Sound Recognition (Geräuscherkennung)» auf die Apple Watch gebracht. Die Funktion ist vom HomePod oder iPhone her bekannt und achtet auf Sirenen, Alarme, Türklingeln oder weinende Babys im Hintergrund und kann Nutzende entsprechend benachrichtigen – besonders relevant ist das für gehörlose Menschen und Personen mit eingeschränktem Hörvermögen. Weiter läuft «Shazam» neu dauernd und erkennt somit sofort am Handgelenk, was für ein Lied gerade in der Umgebung gespielt wird.

Die neue Funktion «Live Rewind (Live Zurückspulen)» transkribiert nach zweimaligem Druck auf die Digital Crown alles, was in den letzten 15 Sekunden gesprochen wurde (respektive die Uhr gehört hat); das Transkript lässt sich in der «Siri»-App sichern. Ähnlich dazu erstellt das neue «Siri Recap (Siri Rückblick)» aus Umgebungsgeräuschen strukturierte Notizen zu Gesprächen, mit generiertem Titel, Zusammenfassung und Kernpunkten.

Diesbezüglich führte Apple zum Datenschutz aus, dass diese Funktionen keine Audioaufnahmen erstellen oder speichern würden; weiter sollen die rohen Audiodaten für niemanden zugänglich seien – auch nicht für Apple selbst. Sprechende würden zudem weder identifiziert noch zugeordnet. Die Transkripte und Zusammenfassungen seien des Weiteren bei iCloud-Synchronisierung durchgehend, also E2E-verschlüsselt. Ob und wann «Siri Recap» mitschreibt, lässt sich festlegen – dauerhaft, nach Zeitplan oder direkt im Kontrollzentrum. Erreichbar sind die Funktionen auch über ein neues modulares «Siri»-Zifferblatt. «Live Rewind» und «Siri Recap» setzen «Siri AI» voraus und sollen «später in diesem Jahr» als Beta – zuerst auf Englisch – starten.

Diese neuen Sensorik- und Intelligenz-Funktionen möglich macht der neue «S11»-Chip. Dieser umfasst neu einen energieeffizienten Always-On-Prozessor, welcher wiederum eine eigene «Secure Enclave» hat, in der ein dedizierter Audiopuffer die rohen Audiodaten ausschliesslich zur Verarbeitung verwaltet (vergleichbar mit der «Secure Enclave» für die Berechnungen zum Fingerabdruck bei Touch ID oder den Gesichts-Eigenschaften bei Face ID). CPU, GPU und Neural Engine leiten sich beim neuen Chip vom A20 Pro ab, so Apple.

Materialien, Akku-Laufzeit und Preise

Die Apple Watch Series 12 kommt in «Space Gray (Space Grau)», «Black (Schwarz)», «Light Gold (Lichtgold)» und dem neuen «Dark Bronze (Dunkelbronze)» – alle abermals aus zu 100 Prozent recyceltem Aluminium. Das Glas der Aluminium-Modelle ist neu «Ceramic Shield 2», womit das Frontglas «60 Prozent härter» als das bisherige «Ion-X»-Glas sei. Ebenfalls verfügbar ist die Series 12 in zwei polierten Titan-Ausführungen in «Radiant Gold (Brillantgold)» und «Natural (Natur)» – aus zu 100 Prozent recyceltem Titan – und neu einer Keramik-Variante in «Pearl White (Perlweiss)» oder «Night Blue (Nachtblau)».

Wie gewohnt gibt es auch bei den Armbändern neue Farben – inklusive Modelle von Nike; die Apple Watch Hermès führt neu Titan in «Radiant Gold» ein.

Die Akku-Laufzeit der Apple Watch Series 12 bleibe gemäss Apple bei «bis zu 24 Stunden».

Die neue Apple Watch Ultra 4 kommt dank grösserer Batterie, der Effizienz des S11 und des neuen Sensor-Systems auf «über zwei Tage» (gemäss PR-Meldung «bis zu 50 Stunden», im Stromsparmodus 84 Stunden); beim Workout-Tracking mit vollem GPS und Herzfrequenz seien es «bis zu 18 Stunden», im neuen Modus «Max Extended Workout (maximal verlängertes Training)» sogar «bis zu 45 Stunden» – «genug für einen 160-Kilometer-Lauf», so Apple. Die neue Ultra gibt es in Schwarz und Titan-Natur, dazu neue Armband-Farben und auch hier ein neues Hermès-Armband.

Die Preise bleiben unverändert: 369 Franken resp. 449 Euro oder 399 US-Dollar für die Apple Watch Series 12; 749 Franken resp. EUR 899 oder 799 US-Dollar für die Apple Watch Ultra 4. Vorbestellbar sind beide ab sofort, erhältlich sind sie ab dem 18. September.

«One more thing»: das iPhone Duo

Zum Abschluss bediente sich Apple-CEO Ternus Steve Jobs’ berühmter Aussage «One more thing» – und griff den Gedanken vom intelligenten persönlichen Hub wieder auf: Für ein derart zentrales Gerät (ebendieser Hub) eröffne ein grösseres Display neue Möglichkeiten – es solle aber weiterhin in Tasche und Hand passen. Die beste Lösung dafür sei ein faltbares Design.

Gegen die Konkurrenz teilte Apple dabei direkt aus: Andere hätten faltbare Smartphones entwickelt, die eher wie zwei zusammengefügte Telefone wirkten. Das Resultat sei ein quadratisches Display, auf dem Scrollen im Hochformat eingeschränkt wirke und Filme von schwarzen Balken begrenzt würden. Apples Anspruch sei stattdessen ein grösseres Display gewesen, das sich so natürlich anfühle wie beim iPad.

Das neue Gerät heisst «iPhone Duo» – und damit anders, als es die (meisten) Gerüchte im Vorfeld erwarten liessen; dort war stets von einem «iPhone Ultra» die Rede; erst zuletzt kamen Spekulationen um das Anhängsel «Duo» auf.

«Introducing the new iPhone Duo» (Apple)

Design und Displays

In der Grösse «etwa eines Reisepasses» lasse sich das iPhone Duo laut Apple bequem mit einer Hand bedienen. Die asymmetrische Form mit zwei gerundeten Ecken lade zum Öffnen ein; beide Seiten verbinden sich zu einem durchgehenden Rahmen. Beide Displays haben dasselbe Seitenverhältnis (1:1.4 resp. 1.4:1), was den Übergang zwischen geöffnetem und geschlossenem Zustand flüssig machen soll – und genau dieser Übergang wird mit einer eindrücklichen 3D-Animation auf den Displays begleitet.

Die FaceTime-Kamera sitzt beim inneren Display erstmals verdeckt hinter dem Display – schaut also quasi «durch» das Display hindurch. Das Scharnier stütze die Mitte des Displays, halte es im geöffneten Zustand flach und passe den Widerstand an; eine integrierte Magnetanordnung sorgt für ein sicheres Schliessen. Geöffnet ist das iPhone Duo laut Apple das bisher dünnste iPhone überhaupt – indes, wie schon das «iPhone Air» mit nicht zu unterschätzendem Kamera-Plateau.

Eine Premiere gibt es zudem bei der Eingabe: Erstmals unterstützt ein iPhone den Apple Pencil. «Später in diesem Jahr» soll sich der Apple Pencil mit USB-C auf beiden Displays des iPhone Duo nutzen lassen – gemäss Apple zum Beispiel «für Notizen, Skizzen und das Kommentieren von Dokumenten». Damit komme jenes Apple-Pencil-Erlebnis auf das iPhone, das iPad-Nutzende «lieben», so der Mac-Hersteller. Genannt hat Apple dabei ausschliesslich den Apple Pencil mit USB-C, also das Einstiegsmodell des Eingabestifts; einen konkreten Termin für die Freischaltung nannte der Konzern nicht.

Apple Pencil mit USB-C

Neben dem Apple Pencil Pro führt Apple den Apple Pencil mit USB-C im Sortiment. Beide schreiben und zeichnen pixelgenau, mit geringer Latenz und mit Neigungserkennung; gekoppelt und geladen wird der mit dem «iPhone Duo» kompatible Pencil über den USB-C-Anschluss. Gegenüber dem Apple Pencil Pro fehlen ihm mehrere Funktionen: die Druckempfindlichkeit, das kabellose Koppeln und Laden, das Doppeltippen zum Werkzeugwechsel, «Barrel Roll» und «Squeeze», das haptische Feedback sowie die Ortung über «Wo ist?»; auch gibt es keine kostenlose Gravur bei Apple. Wie genau sich der Stift am iPhone Duo verhält, liess der Konzern offen – etwa, ob die schwebende Vorschau «Apple Pencil hover» unterstützt wird; beim iPad beherrschen das nur bestimmte Modelle.

Authentifiziert wird über Touch ID in der Seitentaste, wobei sich mehrere Finger registrieren lassen; alternativ entsperrt auch die persönliche Apple Watch das Gerät.

Lautsprecher an Ober- und Unterseite liefern «Spatial Audio» im Quer- und Hochformat.

Erhältlich ist das iPhone Duo in «Star White (Sternenweiss)» und «Night Sky (Nachthimmel)».

Gefertigt ist der Rahmen aus Titan der Klasse 5; die zentrale Strukturebene erhält dabei Verstärkungsrippen und die Antennen-Trennstellen Einsätze aus Keramikfasern, die dreimal stärker sein sollen als der Klasse-5-Titan. Auf der Rückseite (die eine Fläche ohne Display; wo das Kamera-System ist) kommt «Ceramic Shield» zum Einsatz, vorne beim «äusseren Display» wurde «Ceramic Shield 2» verbaut. Das Gerät ist gemäss Apple – wie die anderen modernen iPhone-Modelle – nach «IP68» gegen Staub und Wasser geschützt.

iOS 27 auf zwei Displays

Für das iPhone Duo hat Apple iOS stark erweitert: Steuerelemente wandern beim Foldable-iPhone an die Seite, was im Hochformat «maximalen Platz für Inhalte» schaffe und Zugriff mit dem Daumen erleichtern soll. Das Dock ist neu vertikal ausgerichtet, die Statusleiste sitzt kompakt in der Ecke – inklusive neuer kombinierter Anordnung des Wi-Fi- und Mobilfunk-Signals sowie der Akku-Anzeige.

Beim Wechsel zwischen den Displays – also beim Auf- und Zuklappen – wandert die Anzeige, die Steuerelemente aber bleiben an Ort und Stelle.

Auf dem grösseren «inneren Display» (7.58 Zoll; das äussere ist 5.36 Zoll gross) lassen sich zwei Homescreen-Seiten gleichzeitig zeigen, Posteingang und Nachrichten parallel öffnen oder zwei Apps nebeneinander betreiben – inklusive eines zweiten Fensters derselben App, etwa in Safari für leichteres Vergleichen zweier Produkte, so Apple. So nebeneinander dargestellte Apps lassen sich zudem «koppeln» und später gemeinsam wieder aufrufen. Auch kann ein Video beim Multitasking oben angepinnt werden.

Das System reagiert auf Falten, Drehen und Umdrehen des Geräts und wertet dabei die Sensoren in beiden Hälften aus – auch teilgeöffnet ist das Gerät so nutzbar, wobei Schaltflächen und Inhalte dabei extra aus dem Faltbereich wandern. Auch überarbeitet hat Apple die «Standby»-Anzeige; sie lässt sich neu (endlich) auch ohne Ladevorgang aktivieren, womit sich das iPhone Duo etwa als Nachttisch-Uhr nutzen lässt (hierbei weckt das Duo überdies mit den Displays passend zum Wecker mit sanftem Leuchten).

Für Entwicklerinnen und Entwickler gibt es neue und aktualisierte API. Als weitere Anwendungs-Beispiele zeigte Apple auch Dritt-Apps – etwa «Zoom», welches den Bildschirm gemäss Apple «in einen Konferenzraum verwandelt».

Displaytechnik, Chip und Modem

Damit das faltbare Display möglich wurde, nennt Apple gleich eine Reihe von eigenen Entwicklungen: eine spezielle Nanotexturbeschichtung etwa, die Blendeffekte reduzieren, die Sichtbarkeit der Falte minimieren und für eine matte Oberfläche sorgen soll – hergestellt mit «maskenloser Laserlithographie», bei der jede Mikrolinse Pixel für Pixel beschrieben wird. Dazu komme eine mehrschichtige Laminierung: eine obere Nanotexturschicht aus einem Polymer, das bis zu 40 Prozent härter sein soll als branchenübliche Materialien, hochfestes Glas über und unter dem OLED-Panel, viskoelastische Klebstoffe, die sich beim Falten wie Buchseiten gegeneinander verschieben, sowie eine Titanplatte als unterste Lage.

Das Scharnier besteht aus über 100 Präzisionskomponenten und liegt auf Verstärkungsplatten aus Kohlenstofffaser. Während der Fertigung sollen KI-Algorithmen jedes Scharnier auf sein Gehäuse abstimmen; ein konfokaler Laser scanne dabei die Struktur, worauf bis zu 25 Mikroschichten eines Photopolymers im 3D-Druck aufgetragen werden sollen, «um verbleibende Wellen zu beseitigen».

Angetrieben wird das iPhone Duo wie die neuen iPhone-18-Pro-Modelle mit dem A20 Pro – in einer Ausführung mit einer neuen Display-Engine, die beide Displays gleichzeitig ansteuert. Die neue Display-Engine ermöglicht ausserdem die Kamera unter dem Display.

Dank dem neuen Chip-Gehäuse mit direktem «Die-to-Thermal»-Design und Dampfkammer soll die durchgehende Leistung beim iPhone Duo «bis zu 35 Prozent» über jener des iPhone 17 Pro liegen.

Neu ist zudem das Mobilfunk-Modem «C2», welches Basisband, Transceiver, Energiemanagement, Firmware und Software als eine Plattform zusammenführt, so Apple. Gegenüber dem Vorgänger «C1X» soll es bis zu 50 Prozent schnellere Uploads liefern und dabei 15 Prozent weniger Energie verbrauchen – und in den USA auch 5G-mmWave unterstützen.

Das neue «C2»-Modem von Apple steckt auch in den iPhone-18-Pro-Modellen. Ebenso übrigens der «N1»-Netzwerkchip.

Die Displays leuchten mit bis zu 3000 nits Spitzenhelligkeit, bieten «ProMotion» (also eine variable Bildwiederholfrequenz) und sind «Always-On».

Das iPhone Duo funktioniert weltweit nur mit eSIM – so liess sich der Innenraum für die Batterien maximieren. In jeder Falt-Seite befindet sich eine Batterie; spezielle Chips und Algorithmen verwalten Laden, Entladen und Ausgleichen dieser beiden Batterien, sodass beide wie eine Batterie funktionieren, so der Mac-Hersteller. Betreffend Laufzeiten nennt Apple «bis zu 31 Stunden Videowiedergabe» auf dem inneren und «bis zu 44 Stunden» auf dem äusseren Display sowie «24 Stunden pro Ladung» bei gleichmässiger Nutzung beider Displays. Schnellladen soll in rund 20 Minuten auf 50 Prozent möglich sein; fünf Minuten sollen sogar für rund fünf Stunden Video auf dem Aussendisplay reichen.

Kamera-System

Das Kamera-System auf der Rückseite des iPhone Duo besteht aus zwei Kameras. Die 48-MP-Fusion-Hauptkamera («1×») arbeite ohne Auslöseverzögerung und biete ein «2×»-Tele in optischer Qualität, einen «grossen Sensor», eine «schnelle Blende» sowie optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung. Möglich sind auch 4K-Video mit 120 Bildern pro Sekunde sowie Zeitraffer in 4K mit Dolby Vision HDR. Die 48-MP-Fusion-Ultraweitwinkelkamera («0.5×») entspricht jener des iPhone 18 Pro.

Vorne im äusseren Display kommt eine eingelassene «Center Stage»-Frontkamera zum Einsatz, unter dem inneren Display eine neue FaceTime-Kamera. Mit «Dual Capture (Doppelte Aufnahme)» lassen sich bei Video-Anrufen Front- und Rückkamera gleichzeitig übertragen. «Duo FaceTime» bindet dabei clever über das Aussendisplay Anwesende in ein Videogespräch ein. Ebenfalls spannend: Beim Fotografieren kann «Duo Preview» dem Motiv auf dem Aussendisplay eine Vorschau anzeigen; «Kid Cue (Blickfang)» lenkt mit Peanuts-Animationen auf dem äusseren Display den Blick von Kindern in die Kamera, und «Smart Take (Smart Foto)» verfolgt Szenen in Echtzeit und löst automatisch aus, sobald alle im Blickfeld bereit sind.

Beim Zubehör zeigte Apple ein «iPhone Duo Folio» mit integriertem, einklappbarem Standfuss sowie ein zweiteiliges «iPhone Duo Case».

Preis und Verfügbarkeit

Das iPhone Duo startet bei 1999 Franken resp. 2299 Euro oder 1999 US-Dollar und ist – wie die iPhone-18-Pro-Modelle – mit 256 GB bis 2 TB Speicher erhältlich. Anders als die neuen iPhone-18-Pro-Modelle sind sie aber nicht kommende Woche verfügbar, sondern erst im Oktober: Vorbestellungen beginnen am 16. Oktober, im Handel ist das Gerät ab dem 23. Oktober – auch in unsereren Breitengraden. Übrigens heisst es in Apples Pressemitteilung zum iPhone Duo, dass das Gerät mit iOS 27.1 kommen wird.

Abschluss

Zum Abschluss der Keynote zeigte sich Ternus stolz auf die beteiligten Teams. Das neue iPhone Duo stehe für die Kreativität und den Erfindergeist bei Apple – und zusammen mit iPhone 18 Pro, Apple Watch und AirPods für Produkte, die den Alltag persönlicher und intelligenter machen sollen, so der neue Apple-CEO.

Nicht gezeigt wurden am Event ein «normales» iPhone 18 und ein iPhone Air 2 – was aber erwartet wurde, denn beide werden Gerüchten zufolge erst im Frühjahr 2027 vorgestellt. Ebenfalls nicht gezeigt wurden neue HomePod oder eine neue «Apple TV»-Box, obwohl beides im Vorfeld als möglich gehandelt worden war – der Herbst hat aber erst begonnen.

Offen blieb zudem während der Keynote der genaue Veröffentlichungstermin der neuen Betriebssystem-Generationen: Apple sprach lediglich von den OS-Updates «diesen Monat»; wie der Apple-Webseite zu entnehmen ist, werden die neuen Systeme am kommenden Montag, 14. September, veröffentlicht.

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