Apple halbiert App-Store-Provision für kleinere Entwickler

Apple hat gestern überraschend das «App Store Small Business Program» lanciert. Per 1. Januar 2021 werden damit die Abgaben an Apple angepasst. Entwickler, die mit ihren Apps über die App Stores von Apple im Jahresverlauf weniger als eine Million US-Dollar Umsatz machen, wird die Kommission an Apple im darauffolgenden Jahr von 30 auf 15 Prozent halbiert.

Stefan Rechsteiner

Die Halbierung der Apple-Abgabe funktioniert so, dass ein App-Herausgeber, dessen Umsatz zwar im Vorjahr bei über 1 Million lag, im neuen Jahr aber darunter liegt, sich für das kommende Jahr erneut für die 15 Prozent qualifizieren kann. Sobald ein Entwickler mit seinen Apps fortlaufend einen Umsatz von über einer Million USD hat, werden ihm weiterhin die 30 Prozent verrechnet.

Das News-Portal Gizmodo schreibt zudem, dass wenn sich ein Entwickler in einem Jahr mit 15-Prozent-Kommission erstmals die Grenze von einer Million nähert und überschreitet, sollen ihm für den Rest des Jahres weiterhin nur die 15 Prozent verrechnet werden – so müssten sich Entwickler «nicht zu sehr auf die 1-Million-Grenze konzentrieren». Entsprechende Information ist Apples Pressemitteilung jedoch nicht zu entnehmen. Allgemein sind noch einige Fragen offen – beispielsweise, ob es auch bei Abos zu einer Reduktion der Gebühr kommen kann. Der Mac-Hersteller wolle angeblich Anfang Dezember weitere Details zum Programm nennen, wie Apple gegenüber dem Deutschen IT-Portal heise gesagt haben soll.

Mit dem «App Store Small Business Program» möchte Apple eigenen Aussagen zufolge kleinere Firmen und Entwickler unterstützen. Es ist aber sicherlich auch eine Reaktion auf die immer lauter werdende Kritik am Mac-Hersteller, 30 Prozent seien eine zu hohe Gebühr.

Standardmässig verlangt Apple einen 30-Prozentigen Anteil an den App-Verkäufen und In-App-Verkäufen über die App Stores des Unternehmens. Bei Abos verlangt Apple ab dem zweiten Jahr noch 15 Prozent des Umsatzes. Die Abgabe erhebt Apple als Gebühr, da mit dem Store Distributions- und Marketing-Ausgaben anfallen.

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