Apple soll Medizindaten-Spezialist «Gliimpse» übernommen haben

Einem Bericht zufolge hat Apple einen Medizindaten-Clouddienst übernommen. Mit der Einverleibung des Dienstes könnte der iPhone-Hersteller seine Gesundheits-Plattformen HealthKit, ResearchKit und CareKit erweitern.

Stefan Rechsteiner

Bestätigt ist es offiziell noch nicht, doch es wird seit gestern spekuliert, dass Apple möglicherweise bereits vor Wochen den Gesundheitsdaten-Clouddienst «Gliimpse» übernommen hat. Bei diesem Dienst können Nutzer ihre Medizin- und Gesundheitsdaten sammeln und auf Wunsch auch mit Dritten, zum Beispiel Ärzten, für Vordiagnosen teilen. Dabei versucht die Plattform verschiedene Datenformate und Quellen zusammen zu führen. Das Startup richtet sich aufgrund von Konformitäts-Anforderungen nur an den US-Amerikansichen Markt. Gliimpse fokussiert dabei vor allem auf Diabetes- und Krebspatienten.

Gliimpse geht auf eine Initiative von Gründer Anil Sethi zurück, da er selbst ein solches Angebot, wie sein Dienst nun bietet, vermisst habe. Ausschlaggebend dafür war die Brustkrebs-Erkrankung seiner Schwester, wie er auf dem LinkedIn-Profil des Unternehmens schreibt. Auch die Einführung von «Obamacare» habe leider nicht zu solch einem Dienst geführt, führt Sethi weiter aus.

Sethi war in den 1980er-Jahren bei Apple in der Technik beschäftigt. Seit der Jahrtausendwende gründete Sethi verschiedene Unternehmen in der Medizinbranche.

Den Bericht kommentierte Apple mit der gewohnten indirekten Bestätigung, dass das Unternehmen von Zeit zu Zeit kleine Firmen übernehme, diese Übernahmen aber nicht kommentiere. Seit wenigen Jahren ist Apple im Gesundheitssektor aktiv, allen voran mit der iOS-App «Health» und der zugehörigen Plattform «HealthKit» für Privat-Nutzer, und den Frameworks «ResearchKit» und «CareKit» für Forscher und Mediziner.

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