Apple-Tochter FileMaker heisst wieder Claris

FileMaker kehrt nach über zwanzig Jahren zurück zu seinem ursprünglichen Namen «Claris». Die Umbenennung der Apple-Tochter kommt zusammen mit der Benennung von Brad Freitag als neuen CEO und der Bekanntgabe der Übernahme von Stamplay. Das italienische Startup fokussierte sich auf Automation und die Integration von Cloud-Diensten in Applikationen. Das Produkt wird unter dem neuen Eigentümer «Claris Connect» heissen und vom bisherigen Stamplay-CEO geleitet. Im April wurde zuerst berichtet, Apple selbst habe Stamplay übernommen.

Claris werde weiterhin vollstes Engagement für die FileMaker-Plattform haben, so der neue CEO der Apple-Tochter. Die Datenbank-Software zähle aktuell über eine Million Endnutzer. FileMaker werde in über 50’000 Unternehmen rund um den Globus eingesetzt.

Alten Mac-Hasen dürfte «Claris» noch ein Begriff sein. Die 1986 gegründete Apple-Tochter war zuerst mit MacWrite, MacPaint und FileMaker und in den 1990er-Jahren für die «ClarisWorks»-Suite bekannt. Die Suite bestand aus einem Textverarbeitungs-, einem Tabellenkalkulations- und einem Zeichenprogramm, sowie aus der Datenbank-Anwendung «FileMaker». Mit einer grossen Reorganisation löste Apple 1998 Claris auf und holte sich die meisten Teile der Suite zurück ins Mutterhaus. Einzig FileMaker wurde als eigenständiges Tochterunternehmen weitergeführt. ClarisWorks wurde zum Vorgänger von «AppleWorks» (2000-2003), welches wiederum Vorgänger der 2005 eingeführten iWork-Suite um Pages, Numbers und Keynote ist.

Von Stefan Rechsteiner
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