Apple verschärft App-Store-Regeln gegen Nudify-Apps und KI-Deepfakes

Apple hat Ende vergangener Woche die «App Review Guidelines (App-Prüfungsrichtlinien)» für den App Store überarbeitet und geht damit insbesondere gegen sogenannte «Nudify»-Apps vor. Wie der Mac-Hersteller mitteilt, umfassen die Moderationspflichten in Richtlinie 1.2 neu ausdrücklich nicht einvernehmliche intime Bilder – auch solche, die mit KI-Werkzeugen erzeugt wurden. Apps müssten solche Inhalte aktiv verhindern und entfernen, andernfalls drohe der Rauswurf aus dem App Store.

Die neue Richtlinie 2.5.19 richtet sich zudem gegen «Bait-and-Switch»-Apps, die im Prüfprozess einen anderen Zweck vorgeben und erst nach der Freigabe etwa eine «Nudification»-Funktion freischalten; ihnen droht neben der Entfernung auch der Ausschluss aus dem «Apple Developer Program».

Apps, die Menschenhandel oder die Ausbeutung von Kindern ermöglichen, werden gemäss Abschnitt 5 neu auch von alternativen Vertriebswegen ausgeschlossen.

Eigenen Angaben zufolge habe Apple im vergangenen Jahr über 150’000 Apps mit Sicherheitsproblemen gestoppt und mehr als 193’000 Entwicklerkonten wegen Betrugs und Missbrauchs gesperrt.

Einem Bericht des «Tech Transparency Project» zufolge sollen im Januar noch 47 Nudify-Apps im App Store verfügbar gewesen sein (via Gizmodo).

Derweil vermutet MacRumors, dass sich die Verschärfung unter anderem gegen den KI-Chatbot «Grok» von Elon Musks «xAI» richte – Apple soll xAI bereits im April mit einer Entfernung der App gedroht haben.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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