Apple will chinesische Import-Steuern umgehen

Einem Bericht von DigiTimes zufolge, soll sich Apple bereits seit einiger Zeit darum bemühen, die in China hergestellten iPhones direkt im Land zu verkaufen. Dabei sollen die iPhones, welche in China hergestellt worden sind, direkt ab der Fabrik an die Abnehmer im Inland verschickt werden. Foxconn würde damit vom reinen Produzenten zum Dienstleister für Apple aufsteigen. Dies dürfte nicht nur für ein grösseres Arbeitsvolumen, sondern auch für eine grössere Marge sorgen.

Den Insidern zufolge haben sich Vertreter von Apple, Foxconn und den Behörden über die entsprechenden Modalitäten geeinigt. Bereits im September soll eine geringe Anzahl von iPhones direkt ab der Foxconn-Fabrik im chinesischen Zhengzhou ausgeliefert worden sein. Unklar ist, wann diese Frachtmethode zum Standard werden könnte. Die in China getestete Liefermethode könnte in Zukunft auch auf andere Foxconn-Fabriken, namentlich in Indonesien oder Brasilien, ausgeweitet werden.

Im Moment müssen die meisten iPhones zuerst nach Hongkong oder in die Sonderwirtschaftszone Shenzhen exportiert werden, wo Export-Formalitäten durchgeführt werden müssen. Anschliessend muss Apple diejenigen iPhones, die in China verkauft werden sollen, wieder zurück nach China importieren.
Durch den Wegfall dieses Leerlaufes kann Apple nicht nur die Frachtkosten und die Lieferzeit reduzieren, sondern auch die Steuern dürften deutlich sinken. Mit der neuen Liefermethode würde die von China erhobene Importsteuer entfallen, welche das iPhone in China noch teurer macht als in anderen Ländern.
In China kostet beispielsweise das iPhone 5c nicht 549 US-Dollar wie in den USA, sondern 733 US-Dollar. Dieser Preisunterschied ist zwar nicht alleine den Import-Steuern geschuldet, aber diese machen einen nicht zu unterschätzenden Anteil dieses Aufpreises aus.

Von Patrick Bieri
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