Australien untersucht Apples Standard-Suche-Deal mit Google

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission «ACCC» ist besorgt um «die Wahl und den Wettbewerb bei den Standard-Suchmaschinen der Web-Browser». Insbesondere auch der Umstand, dass Google Milliarden an Apple bezahlt, um auf den beliebten Geräten des Unternehmens die Standard-Suchmaschine zu sein, möchte die Behörde in einer Untersuchung hinterfragen.

Apples «Safari» sei mit einem Marktanteil von 51 Prozent der in Down-Under am meisten genutzte Browser für Smartphones und Tablets. Googles «Chrome» kommt der Behörde zufolge auf 39, «Samsung Internet» auf 7 und Firefox auf weniger als 1 Prozent. Auf den Desktops und Laptops sei Chrome mit 62 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von Safari mit 18, Microsofts «Edge» mit 9 und Firefox mit 6 Prozent.

Berichten zufolge erhält Apple von Google mittlerweile zwischen 8 und 12 Milliarden US-Dollar dafür, dass der Mac-Hersteller im Browser Safari Google als Standard-Suchmaschine vorkonfiguriert hat. Das entspricht 14 bis 21 Prozent von Apples Jahresumsatz. 2014 belief sich der Betrag angeblich noch auf eine Milliarde US-Dollar.

Wie MDN erwähnt, kam es vergangenen Oktober bereits in den USA zu einer Aufsehen-erregenden Klage gegen Google. Das US-Justizministerium hat im grössten Kartellrechtsfall der USA der letzten beiden Jahrzehnte Googles Manöver mit den Milliarden-Zahlungen an Apple als illegale Taktik beschrieben, mit welchen das Unternehmen versuche, sein Monopol zu schützen und den Wettbewerb bei der Websuche zu unterdrücken.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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