BlackBerry sucht einen Käufer oder Partner

Weil es offensichtlich alleine nicht mehr funktioniert, sucht der angeschlagene kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry (ehemals RIM) nach einer strategischen Alternative. Gesucht wird ein Käufer oder ein Partner für ein Joint-Venture. Auch möglich, aber eher unwahrscheinlich, ist eine Dekotierung.

Der Deutsche CEO Thorsten Heins ist damit mit seinem Plan gescheitert, das Unternehmen wieder zum Laufen zu bringen. Der Marktanteil des einstigen Smartphone-Primus ist eingebrochen — begonnen hat der Abwärtstrend 2007 nach der Vorstellung von Apples iPhone. BlackBerry ist mittlerweile nur noch ein Nischenanbieter. Auch das neue Betriebssystem BlackBerry 10https://www.macprime.ch/a/news/rim-nennt-sich-neu-blackberry-und-stellt-blackberry-10-vor, in welches das Unternehmen grosse Hoffnungen setzte, konnte bisher nur wenige Kunden überzeugen. Das Unternehmen selbst ist aber nach wie vor sehr von BB 10 überzeugt: «We continue to see compelling long-term opportunities for BlackBerry 10, we have exceptional technology that customers are embracing, we have a strong balance sheet and we are pleased with the progress that has been made in our transition.»

CEO Heins ist nun Teil eines speziellen Komitees, welches der BlackBerry-Vorstand für die Suche nach einer strategischen Alternative gegründet hat. Ebenfalls mit in diesem Komitee sitzen Timothy Dattels (Komitee-Präsident), Richard Lynch, Bert Nordberg und Barbara Stymiest.

Innerhalb des letzten halben Jahres verlor die BlackBerry-Aktie an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ über 38 Prozent am Wert. Das Wertpapier wird aktuell zu 10.78 US-Dollar gehandelt — die Marktkapitalisierung beträgt 5.65 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Quartal verkaufte BlackBerry nur deren 2.7 Millionen BB-10-Smartphones.

Von Stefan Rechsteiner
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