Das Retail Phänomen Apple

Apple Retail Stores sind ein Phänomen. Bereits über 300 dieser Stores gibt es mittlerweile rund um den Globus. Mit 230 Stück gibt es deren meisten in den USA, gefolgt von 28 Stores in Grossbritannien und 15 in Kanada. 8 Stores stehen auf dem Kontinent Australien und 7 in Japan. Je drei in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz — zwei in China und Italien. Auch wenn vor allem die internationalen Standorte noch relativ spärlich sind, ist es doch eindrücklich, dass es in den USA gar auch noch deren 8 Staaten gibt, in denen noch kein Apple Retail Store steht. Nicht desto trotz generieren die aktuell 301 Apple Retail Stores bereits 20% von Apples gesamtem Umsatz (2.58 Milliarden US-Dollar Umsatz, 593 Millionen US-Dollar Gewinn im letzten Quartal). Ein jeder Apple Retail Store generierte damit im letzten Quartal im Durchschnitt 9 Millionen US-Dollar. Alleine im letzten Quartal besuchten 60 Millionen Menschen diese Apple Retail Stores. Alleine im Juli bis September dieses Jahres sollen 24 neue Apple Retail Stores eröffnet werden, darunter der erste in Spanien.

Apple Retail Store London Convent Garden

Apple Retail Store London Convent Garden

Erst vergangenes Wochenende eröffnete Apple in London ihren vierten Retail Store. Im bekannten City-of-Westminster-Quartier gelegenen Covent Garden, der vor allem aufgrund seiner zahlreichen Shops und Märkte bekannt ist, eröffnete Apple den grössten Apple Retail Store der Welt. Der vierstöckige (nur drei Stockwerke öffentlich) Retail Store hat ein unglaubliches Sortiment — alleine die Anzahl Ausstellungsgeräte lässt sich sehen: 56 Macs, 30 iPads, 40 iPods und 30 iPhones werden in diesem gigantischen Store präsentiert. Kein Apple-Produkt bleibt ungezeigt. Natürlich beherbergt der Store auch die weltweit grösste Genius Bar. Über 300 Angestellte arbeiten in diesem Retail Store. Fotos des neuen Stores gibt’s auf apple.uk.

Apple Retail Store Shanghai Pudong

Apple Retail Store Shanghai Pudong

Apple fokussiert sich immer mehr auf grosse Apple Retail Stores — die Auswirkungen dieser Fokussierung sieht man direkt an den letzten drei grösseren neueröffneten Apple Stores — allesamt sehr eindrückliche Stores: Paris Opéra, Shanghai Pudong und den angesprochenen London Covent Garden.

Wann — und wo — in der Schweiz der nächste Apple Retail Store eröffnet wird, steht noch in den Sternen. Gerüchte gibt es über Lokalitäten in Basel, Bern und Lausanne. Ausser für Basel gibt es aber noch keine wirklich ‘hartnäckigen’ Gerüchte.

Eine interessante — aber leider nicht mehr ganz aktuelle (Stand: ca. Juli 2010) — Infographic über das «Retail Phänomen Apple» hat Column Five Media zusammengestellt.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

9 Kommentare

Kommentar von

Als Phänomen würde ich die im Artikel angesprochene Tatsache nicht bezeichnen. Apple hat einfach das nötige Kleingeld, um sich an bester Passantenlage grosse Ladenlokale einzurichten – da kann die kleine Konkurrenz (Apple Reseller) nicht mithalten. Die Apple Stores sind zudem sehr transparent gestaltet, so dass auch Unkundige interessiert stehenbleiben und sich innen umschauen gehen. Und schon ist die Saat gesät. Mir persönlich sind die Apple Stores zu anonym, zu gross und nicht zuletzt viel zu teuer. Ich bevorzuge daher in jedem Fall die kleinen Ladengeschäfte der Konkurrenz (Letec, Dataquest u. a.). Dort kann ich mir auch das passende Zubehör mit zum Mac kaufen – und das ganze erst noch deutlich günstiger. Nur leider hat die breite Masse keine Ahnung, dass diese alternativen Einkaufsmöglichkeiten überhaupt bestehen, und zahlen demzufolge brav wie die Lämmer den horrenden Apple-Store-Zuschlag.

Profilfoto von mbl

Kommentar von mbl

Preislich stimmt es auch nicht immer. Ich habe im Apple Store in London weniger für meine Magic Mouse bezahlt als in jedem Laden in der Schweiz, MediaMarkt inklusive. Aber für andere Produkte, z. B. hochpreisige glaube ich Deine Aussage gerne.

Der Vorteil der Stores ist derjenige, dass man viel mehr Auswahl hat und praktisch alle Produkte vor Ort anfassen kann.

Und manchmal gibt es Sachen dort zu kaufen, welche es im eigenen Land nicht gibt, z. B. der Victorinox MacBook Rucksack mit Reissverschlüssen welche mit Schweizer Kreuzen versehen sind. Im Londoner Store erhältlich, in der Schweiz bislang nirgends gefunden ;-)

Kommentar von Glider

@Omar: Ach, ist schon länger her:

Apple hatte mir an der Hotline ein Austausch-Netzteil zugesprochen. Es hatte den bekannten Serienmangel des durchgeschmorten Magsafe-Anschlusses, ich erhielt das Netzteil deshalb kurz nach Ablauf von Applecare auf Kulanz. Da ich nicht warten wollte (Macbook unbenutzbar), sicherte mir der Hotlinemitarbeiter zu, dass er das im System erfasst habe und ich mit dem defekten Netzteil zu irgendeinem AASP gehen könne und gab mir für alle Fälle die TS-Nummer (oder so was). Dann im Dataquest-Laden bestand der Servicemensch darauf, dass ich mein Macbook bringe, damit er das Netzeil auf einen Fehlercode auslesen könne, um auszuschliessen, dass der Defekt auf einer Fehlbedienung beruhe und je nachdem dann ein Netzteil bei Apple zu bestellen. Er wollte nicht mal die Seriennummer oder die andere Nummer wissen. Das Netzteil müsste er auch in jedem Fall bestellen, obwohl es eigentlich an Lager war. Sonst müsse ich halt nach Zürich in den Apple Store, dieser Ablauf sei bei keinem anderen Händlern anders.

Hat mich dreifach verärgert: erstens sehr kundenunfreundlich, mir Fehlbedienung zu unterstellen, wie genau sollte das gehen? Das Netzteil hatte den x-fach im Internet nachlesbaren und von Apple zugestandenen Defekt an der Zugsicherung, wo es Funken sprühte!

Zweitens gibt es einen solchen Fehlercode im Netzteil nicht, wie mir der Apple Support später bestätigte.

Drittens braucht es dieses Prozedere gemäss Beschrieb auf der Apple Homepage und der Hotline nicht, wenn Apple einen Austausch bewilligt.

Was sich übrigens bestätigt hat, als ich darauf in eine Letec-Filiale ging: Guten Tag, Seriennummer des Macs? Moment (im Computer nachgeschaut), alles klar, hier Ihr Netzteil (im Austausch gegen das defekte), schönen Tag noch.

Seither habe ich ein iPhone, zwei iPods, ein iPad und ein Macbook Pro gekauft, aber nicht bei Dataquest.

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