FLA: Foxconn bricht weiterhin chinesische Arbeits-Gesetze

Einem Bericht der «Fair Labor Association» (FLA) zufolge hält sich Foxconns Muttergesellschaft «Hon Hai Precision Industry» nach wie vor nicht an die chinesischen Arbeits-Gesetze.

Das grösste Problem stellen nach wie vor die Arbeitszeiten bei Foxconn dar. Gemäss den chinesischen Gesetzen darf ein Arbeiter nicht mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Zusätzlich kann der Arbeiter für bis zu 36 Überstunden pro Monat verpflichtet werden, womit die zulässige Arbeitszeit auf rund 49 Stunden pro Woche steigt. Dem Audit zufolge übertrafen in drei Hon-Hai-Fabriken die Werte das zulässige Maximum. So wurde in zwei Fabriken durchschnittlich zwischen 40 und 60 Stunden pro Woche gearbeitet. In einer dritten Fabrik mussten einige Angestellte bis zu 70 Stunden pro Woche arbeiten. Dieses Maximum betraf allerdings nur zwei Wochen im September und eine Woche im Oktober, als das neue iPhone 5 auf den Markt kam.
Foxconn versprach nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen.

Foxconn hat laut der FLA in den letzten Monaten grosse Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen gemacht. Von den ursprünglich geforderten 360 Massnahmen sind nur noch sechs noch nicht umgesetzt worden. Alleine in den letzten sechs Monaten des Jahres 2012 wurden 70 Forderungen von Apple und der FLA erfüllt. Die FLA begrüsst zudem die positive Entwicklung bei der Mitarbeiterpartizipation. Seit dem Beginn der Audits durch die FLA haben die Mitsprachemöglichkeiten der Arbeiter stark zugenommen.
Foxconn hat nun noch bis im Sommer Zeit, die verbleibenden Forderungen der «Fair Labor Association» zu erfüllen. Bis im Sommer will Foxconn auch die chinesischen Gesetze im Bezug auf die Arbeitszeit einhalten können.

Von Patrick Bieri
Veröffentlicht am

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