iOS-Chef Scott Forstall verkauft 95% seiner Apple-Aktien

Apples iOS-Chef Scott Forstall verkaufte letzten Freitag 65’151 Apple-Aktien bzw. 95 Prozent seiner Apple-Anteile — und erzielte damit einen Erlös von 38.7 Millionen US-Dollar.

Scott Forstall gilt in der Branche als «CEO in the waiting». Im Buch «Inside Apple» nannte Autor Adam Lashinsky den Apple-Exekutiven so, weil Forstall letzten Herbst angeblich nach Tim Cook am ehesten als Steve-Jobs-Nachfolger in Frage gekommen ist. In einem BusinessWeek-Portrait wurde Forstall ausserdem stark mit Steve Jobs verglichen: Scott sei als Mitarbeiter und Vorgesetzter schier unerträglich und er sei brillant darin zu erkennen, was genau er wolle und wie er es erreiche — koste es was es wolle. Forstall gilt als einer der Standpfeiler von Apples enormen Erfolg mit dem iPhone und iPad.

Die Aktien aus dem Erlös von letztem Freitag stammen aus einem Bonus aus 2008, als er 120’000 Aktien erhielt — davon hält Forstall nun noch 2988 Aktien (aktueller Wert: 1.95 Millionen US-Dollar). Wie wir im November 2011 berichtet haben, erhält Forstall über die nächsten Jahre hinweg weitere 150’000 Apple-Aktien. 50% der Anteile kann Scott frühestens Mitte 2013 und 100% aller Anteile frühestens Anfang 2016 einlösen. Forstall hat bei Apple derzeit ein Jahressalär von 700’000 US-Dollar.

Bereits Ende März lösten CEO Tim Cook, CFO Peter Oppenheimer und Marketing-Chef Phil Schiller bis dahin gesperrte Apple-Aktien im Gesamtwert von 150 Millionen US-Dollar ein.

Von Stefan Rechsteiner
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