Messaging: Swisscom will bis Ende Jahr RCS einführen

Die Swisscom will noch in diesem Jahr mit Rich Communications Suite, kurz «RCS», an den Start gehen. Bei der Technologie handelt es sich um den «offiziellen Nachfolger» des SMS. Der Branchen-Standard wurde von der GSM Association (GSMA) entwickelt und 2012 eingeführt.

RCS ermöglicht über die normale Telefonnachrichten-Funktion Möglichkeiten, wie sie WhatsApp, iMessage und Co. bieten – dazu gehört neben Text-Chat auch das Versenden und Empfangen von Bildern, Videos, Audios, Standorten und anderen Dateien, aber auch Video-Telefonie oder P2P-Zahlungen. Der Vorteil von RCS ist, dass für diese Funktionen die Nutzer nicht mehr eine Dritt-App verwenden müssen, sondern dass sie als Standard in der normalen SMS-/Nachrichten-App verfügbar sind. Google hat RCS bereits in Android integriert. Fraglich ist, ob Apple in absehbarer Zeit RCS-Unterstützung in die Nachrichten-App von iOS integrieren wird – schliesslich gibt es die Technologie bereits seit einigen Jahren. Um die erweiterten RCS-Funktionen unter iOS nutzen zu können, müsste eine zusätzliche App installiert werden – Swisscom will eine solche anbieten – was wiederum den eigentlichen Vorteil von RCS zunichte macht.

Weltweit wird der Dienst laut der NZZ am Sonntag von 76 Telekommunternehmen angeboten.

Von Stefan Rechsteiner
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