Mobilfunkanbieter sollen derzeit Nano-SIM testen

Erst Ende Mai entschied das europäische Standardisierungsgremium ETSI (European Telecommunications Standards Institute), dass der Nachfolgestandard der SIM-Karte die von Apple konzipierte «Nano-SIM» sein wird. Dabei handelt es sich lediglich um den Chip, ohne den Plastik auf der Seite. Dieser neue Standard ist damit noch kleiner als das von Apple seit iPhone 4 und iPad eingesetzte «Micro-SIM» — was eine noch kompaktere Bauweise für Smartphones (und Tablet-Computer) zulässt.
Vor der Entscheidung machte Apple den Konkurrenzunternehmen das Angebot, dass diese die Technologie lizenzfrei nutzen könnten.

In den letzten Tagen sollten sich grosse europäische Provider mit den neuen SIM-Karten eingedeckt haben. Wie BGR nun berichtet, sollen mehrere Provider, darunter auch die amerikanische AT&T, die neuen SIM-Karten aktuell mit Unterstützung von Apple testen. Apple soll den Mobilfunkanbietern dafür Adapter zur Verfügung gestellt haben, mit welchen die Kompatibilität der Karten mit den jeweiligen Netzen überprüft werden könne. Damit können böse Überraschungen in den ersten Tagen der Einführung dieses neuen Standards vermieden werden. Auch wenn sich der Nano-SIM-Standard von den normalen SIM-Karten technologisch nicht unterscheidet, machen die Formveränderungen Tests notwendig.

Sollte sich der BGR-Bericht bewahrheiten, darf man wohl davon ausgehen, dass die nächste iPhone-Generation bereits nur noch «Nano-SIM»-Karten akzeptiert.

Von Patrick Bieri
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