Neues Patent von Apple: iMessage mit Stimme des Absenders vorlesen

Wenn Mama eine Textnachricht schickt und das iPhone diese zukünftig in ihrer vertrauten Stimme vorliest, dann hat Apple ein neu genehmigtes Patent in die Wirklichkeit umgesetzt.

Manuel Reinhard

Ein neues Patent von Apple (PDF) sieht vor, dass beim Versenden einer Nachricht ein persönliches Modell der eigenen Stimme mitgeschickt werden kann, ähnlich wie es heute bereits mit dem Kontaktbild möglich ist. Wenn die empfangende Person das Stimmmodell akzeptiert, kann dieses verwendet werden, um über iMessage erhaltene Texte in der Stimme der Absenderin oder des Absenders vorlesen zu lassen.

Die im Patent hinterlegten Erfinder stammen alle aus dem Entwicklungsteam von Siri. Die akustische Wiedergabe von Texten funktioniert beim digitalen Assistenten nach einem ähnlichen Prinzip.

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Darstellung der möglichen Benutzeroberfläche für das Teilen von Stimmmodellen aus dem Patentschreiben von Apple (US-Patent 20230051062A1)

Selbstverständlich bedeutet ein Patent nicht, dass eine darin beschriebene Funktionalität auch umgesetzt wird. Doch sollte Apple seine Pläne weiterverfolgen, dürften es in Zukunft somit die Empfängerinnen und Empfänger sein, welche entscheiden, in welcher Form der Inhalt einer Nachricht konsumiert wird. Die Veröffentlichung des Patents erfolgte nur wenige Tage, nachdem eine neue Beta-Version der iPhone-Variante von WhatsApp die genau gegenteilige Funktion als Neuerung enthielt: Bald soll es in WhatsApp möglich sein, Sprachnachrichten in Text zu transkribieren. Eine Funktion, welche auch im zahlungspflichtigen Premium-Angebot des Messenger-Dienstes Telegram bereits enthalten ist.

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