Richter: Apple kann Swatch nicht hindern, «One more thing» als Marke zu schützen
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Apple ist es nicht gelungen, den Schweizer Uhren-Giganten «Swatch» davon abzuhalten, den Satz «One more thing» als Marke schützen zu lassen.
Swatch sicherte sich im November 2014 den Markenschutz für den Satz, der unverkennlich mit Apple-Gründer und -Visionär Steve Jobs verbunden wird. Jobs pflegte am Schluss von Keynotes jeweils noch ein weiteres, meist speziell überraschendes Produkt mit den Worten «but there is ‹one more thing…›» anzukündigen. Swatch, welches seit der Lancierung der Apple Watch nicht gut auf den Mac-Hersteller zu sprechen scheint, argumentierte, man sehe den Satz als eine Referenz an die TV-Serie «Columbo». Dessen Titelfigur prägte ebenfalls den Satz «Just one more thing».
Richter Iain Purvis in London hat nun entschieden, dass Swatchs Versuch, die Phrase zu registrieren, wohl durchaus ein Versuch gewesen sei, Apple zu «verärgern», aber Apple könne dies nicht blockieren. Auch Purvis sieht den Ursprung des Satzes in seinem Urteil bei Columbo. Er bemerkte auch, dass ein früherer Gerichtsentscheid, wonach Swatch mit ihren Absichten «die Grenze zwischen angemessener und unangemessener Nutzung einer Marke überschritten» habe, falsch sei.
Apple und Swatch sind seit Jahren in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten. Neben dem Streit um «One more thing» konnte Swatch vor der Lancierung der Apple Watch bereits erreichen, dass Apple seine Uhr nicht «iWatch» nennen darf. Weiter hat sich Swatch auch «Tick different» schützen lassen können – eine weitere ganz direkte Anspielung auf Apple, welches um die Jahrtausend-Wende eine grosse Image-Kampagne unter «Think different» laufen liess.
Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am
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