Updates: Bildschirmfreigabe-Lücke in drei macOS-Generationen behoben
Apple hat mit macOS «Tahoe» 26.6.1, macOS «Sequoia» 15.7.9 und macOS «Sonoma» 14.8.9 Updates für die aktuelle und die zwei letzten Mac-Betriebssystem-Generationen veröffentlicht – verfügbar sind sie über die Software-Aktualisierung in den Systemeinstellungen.
Neue Funktionen bringen die Updates keine; sie schliessen eine Sicherheitslücke in der «Screen Sharing (Bildschirmfreigabe)» (CVE-2026-65400). Laut Apple können sich Angreifende im Netzwerk dadurch ohne gültige Zugangsdaten bei der Bildschirmfreigabe anmelden. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung gibt es demnach keine, und die Bildschirmfreigabe ist standardmässig deaktiviert (überprüfbar unter «Systemeinstellungen → Allgemein → Teilen → Bildschirmfreigabe»). Als Sicherheits-Updates sollten die Aktualisierungen dennoch zeitnah installiert werden.
Die kleinen Punkt-Updates fallen in eine Phase, in der künstliche Intelligenz die Sicherheitsarbeit bei Apple, aber auch anderen ICT-Firmen, gleich doppelt prägt. Einem Bericht der Financial Times zufolge etwa hat Apple jüngst begrenzt, wie viele Meldungen Sicherheitsforschende bei seinem «Bug Bounty»-Programm gleichzeitig einreichen können – als Reaktion auf eine Flut minderwertiger, teils von KI frei erfundener respektive halluzinierter Fehlerberichte. In vielen Fällen soll gar keine echte Lücke existieren, wodurch reale Meldungen im Rauschen untergingen. Wer an das Limit stösst, könne demnach eine Erhöhung beantragen.
Zugleich findet derzeit eine regelrechte Revolution beim Aufspüren echter Schwachstellen durch KI statt – laut Bericht sollen viele der zwischen 80 und 150 Sicherheitskorrekturen in den 26.6-Updates von Ende Juli auf KI-Modelle zurückgehen. Wie es weiter heisst, soll das Startup «Bynario» – welches auch den Bildschirmfreigabe-Bug gemeldet hatte – mit ChatGPT binnen drei Wochen über 50 macOS-Fehler gefunden haben; darunter angeblich eine Lücke für weitreichende Zugriffsrechte, die sich wegen des neuen Limits aber angeblich nicht vollständig melden liess.
Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am
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