Kontakte an andere Benutzer senden unter OS X

Die Kontakte werden in OS X im vCard-Format abgespeichert. Jeder Kontakt stellt dabei eine .vcf-Datei dar. Da die Kontakte mittels dem komfortablen «Kontakte»-Programm (Früher «Adressbuch»; Abgelegt im Programme-Ordner) verwaltet werden können, stossen OS-X-Benutzer nur selten auf die «nackten» vcf-Dateien. Hat man jedoch die entsprechenden vcf-Dateien zur Hand, können diese einfach zwischen verschiedenen Computern bzw. Benutzern ausgetauscht werden.

Wie meist unter OS X gibt es mehrere Wege, die zum Ziel führen: Um eine Visitenkarte eines Kontates an jemanden anderen zu schicken gibt es mindestens die folgenden beiden Möglichkeiten.

Drag-and-Drop
Ist in der Kontakte-Applikation die gewünschte Visitenkarte ausgewählt, kann diese durch einfaches «Ziehen und Fallenlassen» bzw. Drag-and-Drop auf das Mail-Icon (z.B. im Dock) in eine neue oder bestehende Mail eingefügt und verschickt werden. Gleichiges gilt auch für die Nachrichten-Applikation. Und es ist auch möglich, gleichzeitig mehrere Visitenkarten mittels Drag-and-Drop zu versenden. Der Empfänger erhält die vcf-Datei, welche dann entsprechend weitergenutzt werden kann — z.B. in das Adressbuch des Empfängers importiert werden kann.
Exportieren
In der Kontakte-Applikation ausgewählte Visitenkarten können auch über das Menü AblageExportieren …vCard exportieren … als Datei auf ein Laufwerk gespeichert werden. Alternativ können ausgewählte Visitenkarten auch einfach mittels «Ziehen und Fallenlassen» bzw. Drag-and-Drop auf den Schreibtisch oder direkt den gewünschten Ordner im Finder exportiert werden. Dabei werden die jeweiligen Visitenkarten als vcf-Datei abgespeichert. Diese Dateien können danach entsprechend weitergenutzt werden — z.B. via Mail/Nachricht versendet, auf einem Speicherdienst wie Dropbox oder mittels einem USB-Stick ausgetauscht werden.
Eine vCard im Finder von OS X

Mittels QuickLook bzw. «Vorschau» (Datei anklicken und Leertaste betätigen) können auch Inhalte einer vcf-Dateien angezeigt werden. Dies ist besonders nützlich bei vCard-Dateien in denen mehrere Visitenkarten enthalten sind.

Hintergrund: Das «v» in vCard steht nicht für «Visitenkarte» oder «Virtuell», sondern für «Versit». Das Versit Consortium wurde Anfang der 1990er-Jahre von Apple, IBM, AT&T und Siemens gegründet und entwickelte Standards für den austauschen von persönlichen Daten. 1996 gab es die ersten Spezifikationen für den Austausch von Kontakten (vCard) und Kalender-Daten (vCalendar). Mittlerweile gibt es von der vCard fünf Versionen — die neuste «xCard»-Spezifikation baut eine XML-Syntax. Der Standard hat sich in den Jahren durchgesetzt und wird heute fast ausnahmslos von allen Systemen (neben OS X und iOS auch von Microsoft Windows und dessen Outlook oder Googles Android) unterstützt.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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