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Agressive Verkaufsmethoden bei Apple / Abzocke!

 

VonAntwort von anonymous220

Nicht schlecht gestaunt habe ich heute, als ich nach einer kurzen Pause in mein Büro zurückkam und mein Handy 2 Anrufe ab einer englischen Tel. Nummer anzeigte. Ich rief zurück und war (mit noch grösserer Überraschung) mit der britischen AppleCare Hotline verbunden. Ich habe aufgelegt und mal bei der lokalen Nummer hier angerufen um zu fragen, was Apple von mir wolle. Die Dame hatte keine Ahnung - im System waren keine incidents verzeichnet. Während ich noch am Telefon war, klingelte erneut mein Handy. Und wieder war’s AppleCare UK: der Mitarbeiter sagte mir, dass die Garantie für meinen iMac heute ablaufen würde und fragte, ob ich gleich Applecare für die Kiste kaufen wolle.

Das ganze machte mich aus 5 Gründen heraus stutzig:

  1. Ich hatte den besagten iMac gar nicht bei Apple, sondern bei Manor gekauft und bar bezahlt. Manor wusste also gar nicht, wem das Teil verkauft wurde. Zudem hatte ich nie einen Garantiefall mit dem Gerät - also auch Apple konnte nichts von dem Gerät wissen.

  2. Der Herr am Telefon las meine Adresse runter, die er im File hatte. An der vorgelesenen Adresse wohne ich schon seit 5 Jahren nicht mehr.

  3. Soweit ich weiss, kann man bei Apple nirgends direkt mit der Kreditkarte online Applecare abschliessen.

  4. Der Herr hat behauptet, er hätte mir vor einiger Zeit ein E-Mail auf meine .Mac Adresse gemailt (die mir vorgelesene hat tatsächlich gestimmt) - ich hatte aber nie was von Apple bekommen. Hätte mich auch überrascht, da ich seit knapp 10 Jahren Applekunde bin und noch niemals von Apple wegen einer ablaufenden Garantie kontaktiert wurde.

  5. Warum würde mich AppleCare UK kontaktieren, wenn ich in das Gerät in der Schweiz gekauft habe und auch hier wohnhaft bin?

Ich sagte dem Typen also, dass ich grundsätzlich nichts am Telefon kaufe und dass ich mir die Sache überlegen würde. Er meinte daraufhin, dass ich keine Zeit mehr hätte, weil meine Garantie noch heute ablaufen würde. Ich hab aber drauf bestanden, das ganze seinzulassen und habe aufgelegt.

Trotzdem liess der Herr nicht locker - keine halbe Stunde später klingelte erneut das Telefon, wieder mutmasslich AppleCare UK. Ich hab die Nummer erkannt und nicht abgehoben. Als ich nach der Arbeit nach Hause kam, habe ich gesehen, dass auch auf meinen Fixnetanschluss mehrere Male angerufen wurde.

Ich habe dann die Serial meines iMacs auf der Apple Supportseite eingegeben und siehe da: die Garantie läuft gar nicht heute ab, sondern erst am 14.

Entweder hat also Apple versucht, mich mit einer ganz üblen Masche zum sofortigen Kauf eines AppleCare Vertrages zu pushen, oder das ganze waren Betrüger, die auf diese Weise an meine Kreditkartennummer gelangen wollten.

Ich rufe morgen nochmals bei Apple an und lasse die Nummer überprüfen. Sollte diese nicht zu Apple gehören, werde ich Anzeige gegen den Besitzer der Telefonnummer erstatten.

 

sierra

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blockquote>Nicht schlecht gestaunt habe ich heute, als ich nach einer kurzen Pause in mein Büro zurückkam  und mein Handy 2 Anrufe ab einer englischen Tel. Nummer anzeigte. Ich rief zurück und war (mit noch grösserer Überraschung) mit der britischen AppleCare Hotline verbunden. Ich habe aufgelegt und mal bei der lokalen Nummer hier angerufen um zu fragen, was Apple von mir wolle. Die Dame hatte keine Ahnung - im System waren keine incidents verzeichnet. Während ich noch am Telefon war, klingelte erneut mein Handy. Und wieder war’s AppleCare UK: der Mitarbeiter sagte mir, dass die Garantie für meinen iMac heute ablaufen würde und fragte, ob ich gleich Applecare für die Kiste kaufen wolle.

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Dakis schick diesen Fall an den Geschäftsleiter von Apple Schweiz.

Aus meiner Sicht würde schon die Möglichkeit bestehen, dass Apple versucht mit “Cold calls” upgrades zu verkaufen. (Klassisches Telefonmarketing)

Das mit dem Datum ist OK wenn es calls sind - zwischen der Marketingaktion und dem Auslaufdatum kann durchaus 1 Monat Frist sein.

Das Problem, dass stark sichtbar wird, ist, dass die Adressen offensichtlich nie nachgefragt wurden - auch in schriftlicher Form. Normaler Brief. Besser wäre natürlich auch, dass der eher von Apple Schweiz käme.

 

anonymous220

Dakis schick diesen Fall an den Geschäftsleiter von Apple Schweiz. Aus meiner Sicht würde schon die Möglichkeit bestehen, dass Apple versucht mit “Cold calls” upgrades zu verkaufen. (Klassisches Telefonmarketing) Das mit dem Datum ist OK wenn es calls sind - zwischen der Marketingaktion und dem Auslaufdatum kann durchaus 1 Monat Frist sein. Das Problem, dass stark sichtbar wird, ist, dass die Adressen offensichtlich nie nachgefragt wurden - auch in schriftlicher Form. Normaler Brief. Besser wäre natürlich auch, dass der eher von Apple Schweiz käme.

Das mit dem Marketing würde ich auch vermuten - das war vermutlich eine 3. Firma, die von Apple beauftragt wurde, um die Garantieleistungen zu verkaufen. Das würde dann auch erklären, warum ich von England aus kontaktiert wurde - die Leute rufen wohl jeden an, den sie irgendwo auf einer Liste finden können um Provision zu vergrössern.

Seltsam ist und bleibt aber, dass der besagte iMac halt eben nicht bei Apple gekauft worden ist…

Profilfoto von Thomas Zaugg

Thomas Zaugg

Aber darf sich eine Drittfirma als Apple ausgeben? Sollte es sich tatsächlich um eine von Apple engagierte Drittfirma handeln, müssten sie das doch irgendwie deklarieren, oder etwa nicht? Ich bin kein Experte in Sachen Wettbewerbsrecht…

[edit]Um meine Frage (tw.) selbst zu benatworten: Es kommt natürlich stark darauf an, in welchem Verhältnis die Drittfirma zu Apple steht. Wenn die Drittfirma direkt für Apple handelt (in Form einer direkten Stellvertretung) ist die Situation natürlich eine andere, wie wenn die Firma auf eigene Rechnung AC-Pakete verkauft. So oder so, finde ich solche aggressiven Verkaufsmethoden schaden wohl dem Image einer Firma mehr, als sie helfen. Man denke z. B. nur an gewisse Telefongesellschaften…

[/edit]

(Bearbeitet am 07. Februar 2007 um 11:42 Uhr von )

Profilfoto von schweizer85

schweizer85

@Thomas. Leider nicht. Eine Firma die einen Auftrag hat kann sich für die Dauer des Auftrages als einen Teil der Firma (In diesem Fall Apple) ausgeben. Dies siehst du in der Schweiz fast jeden Tag. Z.b. Cablecom- überall stehen so Unterstandzelte die mit Cablecom angeschreiben sind und Leute die rund um das Zelt Leute anquatschen ob sie denn schon Cablecom hätten. Diese Leute werden alle von einer 3Firma angestellt. Dies ist auch bei den Marketingpersonen von Greenpace Amnesty etc. der Fall. @Dakis Ich kann mir vorstellen dass Apple telefonmarketing betreibt. Allerdings bezweifle ich es doch sehr stark dass dies in dem aufdringlichen Rahmen gewünscht worden ist. Ich würde sicherlich mal Apple Schweiz kontaktieren und mich beschwehren. Hast du den iMac per Internet auf deinen Account registriert? Ist die Adresse im Account aktualisiert?

Gruss Schweizer85

 

anonymous220

@Dakis Ich kann mir vorstellen dass Apple telefonmarketing betreibt. Allerdings bezweifle ich es doch sehr stark dass dies in dem aufdringlichen Rahmen gewünscht worden ist. Ich würde sicherlich mal Apple Schweiz kontaktieren und mich beschwehren. Hast du den iMac per Internet auf deinen Account registriert? Ist die Adresse im Account aktualisiert?

Die Adresse ist mit Sicherheit korrekt. Meine Kontakt-EMail ist auch meine Apple-ID. Da es sich dabei um eine .Mac Adresse handelt, die ich erst letztes Jahr eröffnet habe, kann da unmöglich mein Wohnort von vor 5 Jahren drinstehen, zumal sonst die Kreditkartenzahlung nicht durchgegangen wäre.

Allenfalls habe ich den iMac tatsächlich bei Apple registriert (bei der Installation des OS). Aber sicher nicht mit dieser Adresse.

Ich setze heute abend ein Schreiben an Apple Schweiz auf und frage nach, was da los war.

dakis

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