Von pse • Mittwoch, 21. April 2010, 21:19 UhrDatenschützer != Polizei oder Verfassungsschutz oder Nachrichtendienst
Nenn sie wie Du willst! Ob Datenschützer, Polizei, Verfassungsschutz oder Nachrichtendienst; sind doch alles dieselben scheinheiligen Säcke. Über Google fluchen, sich aber dann nicht scheuen, beim Suchmaschinendienst anzufragen wenn ein Nutzen für sie dabei heraus schaut.
Ich glaube Du solltest Dir mal die Aufgaben eines Datenschützers genauer ansehen… Nur weil dieser auch vom Staat angestellt ist, vertritt er noch lange nicht die gleiche Meinung wie die Polizei.
Ich wette mit dir, selbst ein Datenschützer, welche ja dauernd auf Google rumhacken, fragt bei Google nach Daten nach, wenn es ihm hilft, dubiose Machenschaften aufzudecken. Ich weiss sehr wohl, was die Aufgaben eines Datenschützers sind. Nichts desto trotz, blasen die immer in dasselbe Horn statt mal wirklich dort einzuschreiten, wo es wirklich nötig wäre!
Und von wegen Datensammeln. Was macht denn Facebook? Ich behaupte jetzt einfach mal so, ein Facebook-Konto birgt die grösseren Gefahren als Google mit all seinen Diensten zusammen!
Mal schauen, ob die Datenschützer auf untenstehenden Link auch reagieren, wie sie dies jeweils bei Google machen?
Meines Wissens hat Google keine Armee, keine Polizei und auch keine Gefängnisse, sondern Kunden. Es ist mir nicht klar, wie man annehmen kann, dass Google gegenüber seinen Kunden den Datenschutz nicht ernst nehmen würde, das wäre ein denkbar schlechtes Geschäftsmodell. Staaten haben jedoch eine lange Tradition, die eigenen Bürger zu kontrollieren und auszuspionieren, es genügt ein Blick in unsere relativ liberale Schweiz… Wollte ich nur mal so anmerken, wenn hier staatliche Institutionen (sog. Datenschutz, Nachrichtendienste, Polizei etc.) mit Google verglichen werden.
Nur mal so zum Nachdenken: Wenn der Datenschutzbeauftragte dieselben Ziele hätte wie Polizei oder Nachrichtendienst, würde er sich wohl kaum für die korrekte Verpixelung der in Street View sichtbaren Gesichter stark machen.
Und was das Ausspionieren der Bürger betrifft: Ja, Staaten machen das, Staaten haben auch die unangenehme Eigenschaft, notfalls mit Zwangsmassnahmen auf Datensammlungen zuzugreifen. Da kann sich Google noch lange mit Privacy Statements zieren, wenn ein Durchsuchungsbefehl vorliegt wandern die Daten zur Polizei. Und dann ist es mir (unabhängig davon ob ich etwas ausgefressen habe oder nicht) wöhler wenn in dieser Datensammlung nicht allzu viel über mich drinsteht.
PS: Falls jetzt einer das Argument “Solange man nichts illegales tut hat man ja nichts zu befürchten” auspackt, sollte er die Geschichte des 20. Jahrhunderts nochmals rekapitulieren.
Von pse • Donnerstag, 22. April 2010, 19:09 Uhr
Und was das Ausspionieren der Bürger betrifft: Ja, Staaten machen das, Staaten haben auch die unangenehme Eigenschaft, notfalls mit Zwangsmassnahmen auf Datensammlungen zuzugreifen. Da kann sich Google noch lange mit Privacy Statements zieren, wenn ein Durchsuchungsbefehl vorliegt wandern die Daten zur Polizei. Und dann ist es mir (unabhängig davon ob ich etwas ausgefressen habe oder nicht) wöhler wenn in dieser Datensammlung nicht allzu viel über mich drinsteht.
Das betrifft aber nicht nur Google, sondern kann gegenüber jedem Dienstleister passieren. Da kommts auch nicht mehr drauf an, ob ich meine Mails und Fotos etc. bei Google, Facebook, Yahoo/Flickr, GMX und deren MediaCenter oder anderen habe. Um sich dem zu entziehen, müsste sich der Dienstleister wie Google in China verhalten - und sich in letzter Konsequenz aus dem Land zurück ziehen.
Google sammelt Daten, um massgeschneiderte Werbung an die Nutzer zu bringen und darin sind sie zugegebenermassen gut. Sie sammeln nicht, um primär einen Überwachungsstaat zu unterstützen. Eine zu lockere Handhabung der privaten Daten gegenüber Dritten wäre m.E. desaströs für Googles Name und folglich für deren Geschäft (gilt auch für die anderen genannten).
Sehe nur ich das so, oder geht beim Thema Datenschutz (zu) oft vergessen, dass…
…die Daten den jeweiligen Unternehmen regelrecht aufgezwängt werden und nicht die Unternehmen die Benutzer ausspionieren oder etwas in dieser Art.
…die jeweiligen Unternehmen zumeist deklarieren, dass die “gesammelten” Daten mehr oder weniger für jeden zu haben sind.
…mit dem Verbinden eines Gerätes, welches schützenswerte Daten hortet, mit dem allmächtigen Internetz, eben diese Daten potentiell jedem zugänglich gemacht werden.
@hirnstroem:
Ja und nein. Es geht weiter eben auch:
- um die faktische “Unlöschbarkeit” der eigenen Daten, wenn man sich dann doch mal aus dem Internet ein wenig zurück ziehen will;
- um die Dauer der Speicherung der Daten nach dem Löschen oder Ändern durch den User;
- um die Unklarheit für den User, wer alles schlussendlich wo seine Daten einsehen und nutzen kann;
- darum, wie die Daten aus den verschiedenen Angeboten des Dienstleisters durch diesen verknüpft, ausgewertet und verwendet werden;
- um z.B. Urheberrechte etc. (wenn z.B. im Nachhinein AGBs geändert werden und plötzlich alle meine Fotos dem Dienstleister gehören sollen; vgl. Facebook in der Vergangenheit);
- usw.
Letzten Endes driften wir in diesem Thread aber zu weit ab. Der ursprüngliche Fragesteller wünschte Erfahrungsberichte von Leuten, die Google Chrome im Einsatz haben oder hatten und nicht eine Debatte um Datensammelwut, Datenschutz, Staatssicherheit/-spionage usw…
Den Browser benutze ich nicht und kann folglich keine Erfahrung teilen, weshalb ich mich aus diesem Thread nun zurück ziehe.
Aber globi hat Recht, es geht ja hier nur um den Browser Google Chrome, also ziehe ich mich nun auch aus diesem Thread zurück :-)
(Bearbeitet am 23. April 2010 um 16:05 Uhr von Macwatcher)
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(Bearbeitet am 22. April 2010 um 18:28 Uhr von Macwatcher)
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(Bearbeitet am 23. April 2010 um 16:05 Uhr von Macwatcher)
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