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Passwort vergessen?

Apple äussert sich detaillierter zur «Touch ID»

15 Kommentare — Veröffentlicht am Donnerstag, 12. September 2013, um 13:06 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat sich gegenüber dem Wall Street Journal detaillierter zum Fingerabdruck-Leser des iPhone 5s geäussert. Die als «Touch ID» bezeichnete Funktion wird erstmals im iPhone 5s eingesetzt und ersetzt bei einigen Funktionen die Eingabe des Pin-Codes. Der Nutzer kann somit das iPhone mit dem Fingerabdruck entsperren oder den Kauf eines iTunes-Artikels mit dem Fingerabdruck bestätigen. Apple erlaubt Apps von Drittanbietern bislang keinen Zugriff auf die biometrischen Daten der Nutzer. Damit muss man bei diesen Apps weiterhin Passwörter eingeben. Ob Apple Apps von Drittanbietern bald Zugriff auf die Fingerabdruck-Daten gewährt, ist noch unklar.

Trotz der Speicherung des Fingerabdrucks muss jeder Nutzer ein eigenes Passwort definieren. Das Passwort dient als Schutz, wenn der Fingerabdruck-Sensor nicht mehr wie gewünscht funktioniert. Apple sieht die Eingabe eines Passwortes aber auch bei anderen Umständen vor. Den Aussagen von Apple zufolge kann man das iPhone 5s bei einem Neustart oder wenn es für 48 Stunden nicht entsperrt worden ist nur wieder in Betrieb setzen, wenn man sich mit dem Passwort anmeldet. Mit dieser Sicherheits-Vorkehrung will Apple verhindern, dass Hacker Zeit gewinnen können, um den Fingerabdruck-Leser zu umgehen.

Apple ist gegenüber dem Wall Street Journal auch auf die technischen Herausforderungen des Fingerabdruck-Lesers eingegangen. Tests von Apple zufolge sind feuchte Finger nur sehr schlecht geeignet, um den Fingerabdruck zu lesen. Auch vernarbte Finger werden dem Sensor Mühe bereiten. Allerdings können bis zu fünf verschiedene Fingerabdruck-Profile gespeichert werden, was die oben genannten Nachteile etwas mindern dürfte. Im Gegensatz zu Fingerabdruck-Lesern, welche sich in Notebooks finden, soll die von Apple gewählte Technologie allerdings substanziell besser sein.

Bei der Funktion «Touch ID» werden die Fingerabdruck-Profile verschlüsselt im A7-Prozessor gespeichert. Die Daten sollen weder an einen Apple-Server noch an einen anderen Cloud-Dienst übertragen werden. Damit will Apple den Sorgen der Nutzer entgegentreten, welche eine Übertragung der Daten an Geheimdienste oder andere Organisationen befürchten.
Der Home Button muss nicht gedrückt werden, um den Fingerabdruck-Sensor zu aktivieren. Der Sensor erkennt den Finger auch ohne dass dieser den Home Button betätigen muss und beginnt mit dem Scan der Haut sobald der Finger den Button berührt. Apple verspricht, dass der Fingerabdruck-Leser mit jedem Scan besser wird.

Produkt-Video zur neuen Funktion «Touch ID»

Kategorie: Technik
Tags: Fingerabdruck, iPhone 5s, Passwort, Sensor, Sicherheit, Touch ID

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15 Kommentare

Kommentar von ArkoN (#27124)

Es zeigt wiedermal die Unfähigkeit der Menschen den NSA “Skandal” in den richtigen Kontext zu setzen oder zu verstehen. Alles was ihr googlet oder jemals gegooglet habt, eure Bewegungen mit dem Smartphone und jedes Detail von euch ist personenbezogen bei der NSA gespeichert. Mit Biometrischem Pass auch mit Fingerabdruck. Die Touch ID Datenbank welche sich nur verschlüsselt auf dem A7 Chip befindet wäre viel zu ungenau für eine solche Datenbank der NSA. Weil einerseits der Scan für diesen einen Sensor optimiert wurde, man frei einen Finger wählen kann sowie Familienmitgliedern und sonstige Personen ebenfalls als zugriffsberechtigte miteinscannen kann. Viele viele “falschdaten” ....

Ich habe mir keinen Biometrischen Pass gemacht werde mir aber das iPhone 5S holen.

Mit dem Motto, Datenschutz ist einem wichtig, nicht das iPhone 5S zu holen grenzt daran zu sagen Computerspiele machen aggresiv deswegen hole ich mir keine PS3…

Kommentar von mgm300 (#27125)

@ArkoN. Natürlich hast du Recht. Natürlich ist der Fingerabdruck nicht das Hauptproblem. Das ist nur ein Grund unter vielen, welche für mich gegen den Kauf eines neuen IPhones sprechen. Viel entscheidender ist die Tatsache dass man Apple ganz generell nicht mehr vertrauen kann. Ich will nicht, dass meine privaten Fotos, Kontakte, Nachrichte, Verträge, Krankheitsdaten etc. von Fremden gelesen oder ausgewertet werden. Es geht mir darum um den Schutz der Privatsphäre ganz generell. Das ist der Hauptgrund in Zukunft keine Apple-Geräte (amerikanische Firma) mehr zu kaufen.

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