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Apple entfernt 5000 Apps aus dem App Store

9 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 22. Februar 2010, um 11:16 Uhr von Stefan Rechsteiner

Seit dem 17. Februar hat Apple anscheinend täglich fast eintausend — am 18. Februar gar fast viertausend — Apps aus dem App Store entfernt. Bisher sollen laut AppShopper täglich etwa 100 Apps aus dem App Store geflogen sein — was bei mittlerweile über 140’000 Apps meist nicht weiter auffällt — nun haben diese Zahlen also markant zugenommen. Grund dafür sei das massenhafte Entfernen von «Bikini-Apps» – Apps mit «overtly sexual content», also offenkundig-sexuellem Inhalt. Solche tummelten sich zu tausenden im App Store, nun scheint Apple diese aus dem eigenen Applikations-Marktplatz verbannen zu wollen.
Das Entwickeln solcher Apps ist relativ einfach; sind die Basisfunktionen (Menü, Bild-Betrachtung etc.) erstellt, wird die Applikation einfach pro Modell oder Thema vervielfacht und im App Store angeboten, bei AppShopper sind z.B. noch einige Apps eines einzigen Entwicklers gelistet.

Kategorie: iTunes
Tags: App Store, Apple, Apps

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9 Kommentare

Kommentar von (#16561)

Schön, dass man als Entwickler Apples Willkür schutzlos ausgeliefert ist. Ich würde mir zweimal überlegen, fürs iPhone zu entwickeln. Ähnliches hätte auch bei Apples DRM im iTunesStore geschehen können. Darum lasse ich nach Möglichkeit die Finger von proprietärem Sch… – sei er nun von MS, Adobe oder Apple.

Kommentar von bst (#16563)

Zugegeben, solche Zensur scheint schon etwas merkwürdig. Auf der anderen Seite begrüsse ich diese aber auch. Sind wir doch ehrlich: 99% der betroffenen Apps sind reiner geistiger Sondermüll. Und wie weit einige Entwickler fürs schnelle Geld gehen, hat mit gutem Geschmack doch nichts mehr zu tun.

Kommentar von (#16564)

@musikuss: Regeln sind ja vollkommen in Ordnung, nicht aber, wenn man die Regeln einfach ändert, weil es einem gerade so passt. Da die Apps zuvor Apples eigene Richtlinien erfüllt haben – andernfalls wären sie nicht in den AppStore gelangt –, hat Apple nun offenbar willkürlich neue Regeln auf bereits bestehende Apps angewandt. Neue Regeln rückwirkend in Kraft zu setzen ist nicht gerade die feine Art. Dass sich Apple darum nicht schert, zeigt, wes Geistes Kind Apple ist.

Kommentar von flexo (#16565)

@morannon: ist doch normal. Man stellt einfach fest, so geht es nicht. Sei dies in der Politik, Entwicklung etc.  Natürlich kann es ziemlich hart sein als betroffener Entwickler. Andererseits mussten die Entwickler sicher nicht viel Zeit investieren in viele dieser “Slideshows”.

Kommentar von bst (#16566)

@morannon
Wie “willkürlich” diese Änderungen wirklich sind, können wir ja nicht beurteilen, wenn wir die Details nicht kennen. Die Hürde betreffend erotischer Inhalte anzuheben, hat doch nichts mit Willkür zu tun.
Ausserdem betrachtest du die Situation aus einer merkwürdigen Sicht heraus. Das Internet hat die Haltung etabliert, dass jeder seinen Müll der Öffentlichkeit preisgeben kann; wir haben damit zu leben gelernt. Aber der App Store ist immer noch ein Laden und es ist doch keineswegs ungewöhnlich, dass ein Ladenbesitzer sein Sortiment selbst bestimmt.

Kommentar von alpha (#16567)

Ich habe diese Diskussion bereits in mehreren Medien verfolgt und was mich etwas erstaunt, ist die scheinbar angewendete Definition von offensichtlich sexuellem Inhalt. Denn allem Anschein nach sind Personen in engen Sportanzügen, was zum Beispiel Eisschnelllaufen auch betrifft, nicht mehr erlaubt. Was nun aber Eisschnelllaufen mit sexuellen Inhalten zu tun haben soll, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Zudem sollte es die Entscheidung des Kunden sein, ob er oder sie eine App mit solch einfachen Inhalt kaufen möchte. Apple sollte die Qualität der Apps sicherstellen, aber meines Erachtens geht die nun angewandte Inhaltskontrolle etwas zu weit.

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