Login- & Registrieren-Schnellzugang

Passwort vergessen?

Apple intensiviert Engagement für die Umwelt

1 Kommentar — Veröffentlicht am Dienstag, 21. April 2015, um 08:26 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat pünktlich zum morgigen Earth Day den aktualisierten «Environmental Responsibility in 2015 Progress Report» veröffentlicht: das Unternehmen hat die firmeneigene Umwelt-Bilanz ein weiteres Mal verbessert. Neu unterstützt das Unternehmen auch ein Projekt zum Schutz des US-Nutzwaldes. In China plant das Unternehmen eine grosse Solar-Anlage.
In der Schweiz könnte das Unternehmen indes mehr zum Schutz der Umwelt tun: Man kann nur spekulieren, weshalb dies Apple nicht tut.

Apple hat am Montag den firmeneigenen «Environmental Responsibility in 2015 Progress Report» veröffentlicht. Der Mac-Hersteller legt seit ein paar Jahren jährlich in einem Bericht dar, welche Anstrengungen das Unternehmen unternommen hat, um die eigene Umwelt-Bilanz zu verbessern.

Im globalen operativen Geschäft stammt gemäss Apple bereits heute 87 Prozent der genutzten Energie aus erneuerbaren Quellen. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 73 Prozent.

Initiative zum Schutz des Nutzwaldes

Apple wird in Zukunft mit dem «The Conservation Fund» kooperieren. Im Rahmen dieser Kooperation will Apple dazu beitragen, Nutzwald in den USA zu schützen. Gemäss den Angaben von Apple sind in den USA 50 Prozent des Waldes Nutzwald und von davon sind 10 Prozent bedroht.

Noch mehr Apple Stores mit erneuerbarer Energie

Apple versorgt die hauseigenen Retail Stores, die firmeneigenen Büros und die Datencenter in den USA bereits seit einiger Zeit komplett mit erneuerbaren Energien. Nun versorgt Apple auch die Apple Stores in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Italien und Australien mit erneuerbaren Energien.

Unklar ist allerdings, weshalb Apple nicht auch in anderen Ländern die eigenen Räumlichkeiten mit erneuerbaren Energien versorgt. Zumindest der Zukauf von Zertifikaten zur Nutzung von erneuerbaren Energien wäre auch in der Schweiz problemlos möglich. Einzig Kostengründe können Apple in der Schweiz davon abhalten, keine erneuerbaren Energien einzusetzen.

Better starts here

Grosses Solar-Projekt in China

Um die eigene Umwelt-Bilanz zu verbessern, hat Apple in China ein Solar-Projekt aufgelegt. Das Unternehmen plant in der Provinz Sichuan, eine Solar-Anlage zu bauen, welche soviel Strom liefert um bis zu 61’000 chinesische Haushalte mit Energie zu versorgen. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit einem lokalen Unternehmen geplant.

Das Solar-Kraftwerk von Apple würde deutlich mehr Energie liefern, als Apple für die firmeneigenen Büros und Apple Stores in China verbraucht. Ambitioniert wäre ein Apple Projekt, wo auch der Energieverbrauch aller Produktionsstätten gedeckt werden könnte: Ein solches Projekt ist bislang aber noch nicht in Sicht.

22. April: Apple bekennt Flagge

Am Mittwoch findet der Earth Day statt. Zu diesem Aktionstag werden die Apple-Logos bei 90 Apple Retail Stores weltweit grün erleuchten. Wie Apple angekündigt hat, werden in der Schweiz die Logos der Stores in Basel und Genf grün eingefärbt.

Kategorie: Apple
Tags: Apple, Earth Day, Environmental Report, Schweiz, Umwelt, Umweltbericht, Umweltschutz, USA

macprime sucht Verstärkung!

Wir haben Grosses vor und möchten dazu unsere Redaktion erweitern.

Zur Verstärkung für unser kleines Team suchen wir deshalb am besten per Sofort folgende Unterstützung:

News-Redaktor/in

Möchtest du Teil des «Team macprime» werden? Dann melde dich bei uns.
Ausführliche Details zu den Aufgabenbereichen und Anforderungen finden sich in der Stellenausschreibung.

1 Kommentar

Kommentar von Grumbl-fyx (#28793)

Mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung - es freut mich, dass Apple hier sehr aktiv ist und Schritte in die richtige Richtung macht. Richtig ist auch, dass Apple die low-hanging-fruits schnell erntet und die einfacheren Möglichkeiten sofort und mit viel Kraft umsetzt, z.B indem der Energiekonsum einerseits reduziert, andererseits durch erneuerbare Energien deckt. Viele Synergieeffekte greifen ineinander, z.B. hat die Miniaturisierung der Hardware naturgemäss auch eine Miniaturisierung der Verpackung zur Folge.

Natürlich gibt es noch viel Verbesserungspotential:
- die Wälder im Film sehen nicht gerade aus wie natürlich-gewachsenes Wyldwood mit grosser Biodiversität, sondern eher wie gradlinig gezogene, industrielle Hochleistungswälder mit geringer Biodiversität und geringem Potential, atmosphärischen Kohlenstoff langfristig zu binden.
- richtig schwierig wird’s wenn weitere Schritte im Umweltschutz mit den Geschäftsinteressen kollidieren. Ich sehe nicht ein, warum wir keinen xMac haben (einen Desktop ohne eingebauten Bildschirm, dafür erweiterbar mit aktualisierbarer GPU, CPU und SSD etc.) und ich jedes Mal einen neuen Bildschirm (im iMac) kaufen muss - ein Bildschirm kann gut und gerne über 10 Jahre halten, aber den Compi würde ich gerne nach 5 Jahren spätestens mal aktualisieren.

Nichtsdestotrotz gebührt Apple Respekt für die angepackten Schritte - natürlich wünsche ich mir mehr, gerade auch im Bereich der Fair-IT, aber noch mehr wünsche ich mir, dass andere grosse Firmen in allen Bereichen endlich eine ähnliche Verantwortung anerkennen und entsprechend handeln.

Anmelden um Kommentar zu verfassen

Allegra Leser! Nur angemeldete Leser können bei diesem Inhalt einen Kommentar schreiben. Jetzt kostenlos registrieren oder mit bestehendem Benutzerprofil anmelden.