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Apple kauft Knowhow für künstliche Intelligenz die Privatsphäre respektiert

1 Kommentar — Veröffentlicht am Mittwoch, 07. Oktober 2015, um 07:37 Uhr von Stefan Rechsteiner

Der Mac-Hersteller hat ein Startup übernommen, welches sich auf AI-Systeme spezialisiert hat, die lokal ausgeführt werden ohne private Daten mit der Cloud auszutauschen.

Wie Bloomberg meldet, hat Apple das Startup «Perceptio» übernommen. Das Unternehmen forschte an künstlicher Intelligenz und an maschinellem Lernen. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass Apple mit VocalIQ ein britisches Unternehmen übernommen hat, welches sich auf die Erkennung und Auswertung von Dialogen in natürlicher Sprache spezialisiert hat.

Perceptio hat sich auf auf sogenanntes «Deep Learning» bei Bild-Erkennungsverfahren spezialisiert. Ausserdem arbeiteten die Experten an Systemen, die künstliche Intelligenz lokal auf dem Gerät selbst — beispielsweise auch auf leistungsschwachem Mobiltelefonen — anbieten soll. Für die Wahrung der Privatsphäre soll dabei kein Austausch der Daten mit einer Cloud notwendig sein — die Auswertung und die Berechnungen geschehen lokal.

Dieser Ansatz deckt sich mit Apples Anspruch, den Datenschutz über alles zu setzen. Apple beteuerte bereits mehrmals, wie wichtig dem Unternehmen der Datenschutz und die Privatsphäre seiner Kunden sei. Apple-Kunden seien «keine Produkte des Unternehmens» und private Daten würden weder für Werbekunden genutzt, noch wisse man bei Apple über alle Einzelheiten des privaten Lebens der Kunden bescheid — anders als dies bei der Konkurrenz der Fall sei.

Apple hat die Übernahme mit seinem üblichen Statement bestätigt. Man kaufe von Zeit zu Zeit kleinere Technologie-Unternehmen, kommentiere aber weder Details noch die Pläne des Unternehmens. Unklar ist entsprechend auch, wie viel Apple für das AI-Startup bezahlt hat.

Kategorie: Apple
Tags: Übernahme, AI, Apple, Datenschutz, Privatsphäre, Privatsphäre Internet

1 Kommentar

Kommentar von Grumbl-fyx (#29133)

Sorry, bei aller Sympathie für MacPrime - das ist ein etwas schwach recherchierter Artikel…
Erstens wird da von künstlicher Intelligenz gesprochen obwohl es sich hierbei bei weitem nicht um eine künstliche Intelligenz handelt… ich befürchte, AI wird das neue Buzzword im MarketingSpeak (in Zukunft heisst es wohl nicht mehr Windows gegen MacOS X sondern Cortana vs. Siri   ;-) - aber was wirklich erreicht wird, ist, dass die cool kids statt sich seriös mit der Frage der Singularität zu beschäftigen, durch solche als ‘intelligent’ verkauften Gimmicks verwirren und einlullen lassen. Da es in der Schweiz sowieso miserabel um die MINT-Kompetenzen steht, sorgt eine solche Berichterstattung eher für Verwirrung denn für Verständnis.

Zweitens hat das Nicht-Abspeichern oder Nicht-Verwenden in einer Cloud nun wenig bis nichts mit Datenschutz zu tun. Es sind Systeme denkbar, die überhaupt nicht Daten-geschützt sind, aber nur lokal laufen (z.B. die ‘Ausspionierapps’ auf dem lokalen iPhone) oder Cloud-Systeme, die Datenschutz hochhalten (z.B. OwnCloud mit starker Verschlüsselung, oder auch clouds wie berichtet im Ted-Talk von Andy Yen vom CERN:  http://www.ted.com/talks/andy_yen_think_your_email_s_private_think_again ).

Drittens bin ich bez. Apple’s angeblicher Behauptung, den Datenschutz über alles zu setzen einfach nur neutral-skeptisch. Über allem steht doch Marktdominanz und Gewinnstreben, habe ich in der Betriebswirtschaft gelernt - ist da Apple anders? Zuviel läuft bez. Sicherheit schief bei Apple, zuviele Datenlücken werden lange nicht gepatcht, zu lange gab es keine Zweifaktorzertifizierung etc. Natürlich ist Apple weniger an unseren Daten interessiert als z.B. Google und Facebook, aber sobald es ihren Zwecken dient, werten die unser digitales Profil aus, z.B. im Music Store, oder bei den iAds, wahrscheinlich auch beim Bookstore…

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