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Apple öffnet das iPhone für Drittentwickler

4 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 11. Juni 2007, um 21:47 Uhr von Daniel Aeschlimann

Apple hat heute im Rahmen der WWDC-Eröffnung eines der letzten grossen Geheimnisse rund um das iPhone gelüftet. Apple kündigte an, dass das iPhone auch Applikationen von Drittanbietern unterstützen werde. Allerdings können die Softwareanbieter nicht das volle Potential des Cocoa-Frameworks des iPhone-Systems ausnutzen und müssen sich auf die Entwicklung von Web-2.0-Anwendungen beschränken. Apple schrieb in seiner Medienmitteilung folgendes:

Apple hat heute bekannt gegeben, dass auf dem revolutionären iPhone Anwendungen lauffähig sein werden, die auf der Basis des Web 2.0 Internet-Standards erstellt worden sind. Entwickler haben die Möglichkeit Web 2.0-Anwendungen zu programmieren, die exakt dem Look and Feel der im iPhone integrierten Anwendungen entsprechen. Die zusätzlichen Anwendungen können nahtlos auf die bereits im iPhone enthaltenen Services, wie beispielsweise Telefonanruf, E-Mail-Versand oder Ortsanzeige über Google Maps zugreifen. Anwendungen von Drittanbietern, die auf Web 2.0-Standards basieren, können die Funktionalität des iPhone erweitern ohne dabei Zuverlässigkeit und Sicherheit zu gefährden.

«Entwickler und Nutzer werden gleichermassen überrascht und erfreut über die Art und Weise sein, wie grossartig diese Anwendungen auf dem iPhone aussehen und funktionieren,» sagt Steve Jobs, CEO von Apple. «Unser innovativer Ansatz Web 2.0-basierte Standards zu verwenden, ermöglicht es Entwicklern neue Anwendungen zu kreieren - und dabei die Sicherheit und Zuverlässigkeit des iPhone zu garantieren.»

Web 2.0-basierte Anwendungen werden von führenden Entwicklern begeistert angenommen, da sie deutlich interaktiver und dynamischer als traditionelle Web-Anwendungen sind. Darüber hinaus ist die Verbreitung über das Internet sehr komfortabel und der Update-Prozess äusserst leicht: Man verändert einfach den Code der Version die auf dem Server des Entwicklers liegt. Die modernen Internet-Standards bieten sowohl sicheren Datenzugriff als auch -austausch, wie man dies beispielsweise beim Online-Banking oder Kauf über Amazon.com gewohnt ist.

Kategorie: Specials
Tags: Wichtig, WWDC 2007

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4 Kommentare

Kommentar von truni (#1644)

Ich glaube, es ist ein (ungewohnter, apple-like) strategischer Ansatz dahinter: das Web ist im Zentrum. Daher auch Safari für Windows.
Alle User (Win und Mac) können Websites mit AJAX erstellen, die dann wie “Google Widgets” auch auf dem Phone laufen. Das erinnert mich auch an Mini-Kalender-Views … oder wie wärs mit einer Portierung von Docs&Spreadsheets; von Google als Mini-Ajax-Apps? Oder gleich die volle Version im Safari? Alles kein Problem.
Die Platform spielt keine Rolle - daher keine API. Es wird nur fürs Web entwickelt …

Kommentar von Markus (#1699)

offensichtlich glaubt Apple selbst nicht an diese Lösung: Oder warum ist das Mail-Programm auf dem iPhone keine Web-Anwendung (z.B. Frontend für .Mac)?

Ich habe jedenfalls bis zu dieser Meldung mit dem Gedanken gespielt ein iPhone zu kaufen, da ich selbst gerne dafür entwickelt hätte - aber so nicht.

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