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Apple stellt den Xserve per 31. Januar 2011 ein

12 Kommentare — Veröffentlicht am Freitag, 05. November 2010, um 10:39 Uhr von Daniel Aeschlimann

Wie Apple auf der firmeneigenen Webseite bekannt gab, wird der Vertrieb des Xserves per 31. Januar 2011 eingestellt. Damit wird Apple erstmals seit fast neun Jahren keinen Rack-Server mehr anbieten. Für viele kommt dieser Schritt nicht überraschend. 2008 liess Apple bereits das Xserve RAID auslaufen, ausserdem wurde der Xserve seit Frühjahr 2009 nicht mehr aktualisiert. Apple empfiehlt einen Umstieg auf den Mac Pro Server oder alternativ auf den Mac mini Server und hat einen entsprechenden Transition Guide veröffentlicht.

Kategorie: Hardware
Tags: Apple, Mac, Mac mini Server, Mac Pro Server, Xserve

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12 Kommentare

Kommentar von schn0rkel (#22509)

Als nächstes kommt MAC OS X Server (wobei dieses ohnehin schon seit 2 Jahren nur noch halber***ig entwickelt wird) dran, dann im nächsten Jahr die MAC Pros und schwupps ist Apple zu Sony Nr. 2 geworden. Schade, dass aus der einstigen High-End Schmiede nun der Klicki-Bunti Selbstbedienungsladen für DAUs, Hausfrauen und Frisöre geworden ist. In dem Sinne: #fail + *plonk*

Kommentar von gentux (#22534)

Wer vermisst die Xserves? Apple will rentabler werden, das Air wird nun gekauft, der Xserve nicht, da können die ihn auch neu erfinden, das bringen die nicht fertig!

Da ist es völlig egal ob DAU oder nicht. Der Mailserver kann mit Exchange und Domino niemals mithalten, die Directories haben einen Plan wo die gesuchte Person ihren Platz hat, aber was nützt das, wenn die entsprechende Information noch nicht vorliegt. Für Webserver gibt es Linux-Distros en masse, wenn gewünscht auch virtualisiert und frei!

Fazit es gibt Spezialfälle, aber die rentieren nicht und Server gibt’s als Mac Mini und nun auch Pro.

Kommentar von schn0rkel (#22535)

@gentux: Apple will RENTABLER werden? Also bitte - die haben jetzt schon die höchste Marge aller EDV Hersteller.

“Das Air wird nun gekauft” - da würde ich mal nicht drauf wetten. Gemäss Verkäufer im MM Basel sind die Dinger ein Ladenhüter. Wieso sollten sie plötzlich gekauft werden? Sie unterscheiden sich kaum vom Vorgängermodell und sind immer noch 500 Fr. zu teuer.

Ich will Dir nicht zu nahe treten - aber ich behaupte jetzt mal, dass Du noch nie irgendein Directory administriert hast. Für heterogene IT Umgebungen, wo Macs und PCs zusammen eingesetzt werden, ist ein MS Active Directory nicht die optimale Wahl. Linux wäre möglich, ist aber für die Administration wesentlich aufwendiger. OS X Server ermöglichte es, schnell und nachhaltig Verzeichnisdienste für beide Betriebssysteme aufzubauen. Auch die Administration war sehr gut.
Server in grösseren Umgebungen müssen nunmal rackmount sein. Wenn ich als IT Verantwortlicher Mac Minis als Directory Server für hunderte von Mitarbeitern vorschlage, denken alle (zurecht), ich hätte einen Sprung in der Schüssel. Mac Pros sind ebenfalls nicht brauchbar - kein LOM, keine redundanten Netzteile, nicht rack-tauglich. Zudem gibt’s auch die höchstens noch ein Jahr, mark my words.

Abgesehen von alledem ist es nur ein weiterer Schritt für Apple, sich als Anbieter von professionellen Lösungen und Hardware zu verabschieden und nur noch Klicki-Bunti User-Space zu bewirtschaften. Das wird sich rächen. Bei den aktuellen Markanteilen (weltweit gesehen wieder unter 5% gerutscht im letzten Jahr - wir sind also wieder da, wo Steve Jobs seinerzeit übernommen hat), kann es sich Apple nicht leisten, das, was vom Firmenbusiness noch übrig war, auch noch zu verlieren. Der Consumermarkt ist äusserst kurzlebig - nur darauf zu setzen ist ein fataler Fehler, zumal sich schon jetzt abzeichnet, dass Apple die Markanteile im Mobilfunkgeschäft unmöglich halten kann. Das iPad verkauft sich unter den Erwartungen, die Mac Verkäufe sind zwar gut, aber im Gesamtsegment auch eher unterdurchschnittlich.  Die aktuelle Strategie (bzw. der Mangel davon) macht schlicht keinen Sinn. Schon in weniger als einem Jahr weht Apple ein kalter Wind entgegen. Vom Mac will man sich offensichtlich langsam verabschieden, bzw. diesen in ein Consumer-only Gerät überführen, das iPhone ist eine Monokultur, die von Android in vielen Ländern, unter anderem den USA, überholt wurde, das iPad war insgesamt gesehen eher ein Fehlstart (zumindest kann es bei weitem nicht an den initialen Erfolg des iPhone anknüpfen). Beim Tablet Bereich bestehen noch Wachstumsmöglichkeiten, allerdings wurde Apple dort viel früher als beim iPhone mit neuen Konkurrenten aus dem Android Lager konfrontiert. Das wird so nichts.

Kommentar von sierra2 (#22537)

Es gibt 2 Tendenzen. Cloud Software - bedeutet, dass man Serverfunktionalität auslagert. Die Wachstumszahlen beim Xserve waren nie gut. Man kann klaglos einen MacPro als Server nehmen und ein externes Raid dazu - was die meisten auch machen.
Der zukünftige MacPro wird um 40 % kleiner sein und trotzdem Steckkarten haben. Ein zweites Netzteil wäre schon.
Bei den Festplatten gibt es auch noch viel Platz - wenn jetzt die Flashplatten kommen.

Kommentar von gentux (#22541)

@ schn0rkel
<quote> da würde ich mal nicht drauf wetten. Gemäss Verkäufer im MM Basel sind die Dinger ein Ladenhüter.</quote>
Ich denke der MM ist nicht der gängigste (= von den Kunden genutzte) Weg einen Mac zu kaufen. Das neue Air hat deutlich mehr Anziehungskraft imho, 2x USB, SSDs, Akkulaufzeit, Performance, Gewicht und natürlich Preis. Ich denke es wird sich gut verkaufen.

<quote>Für heterogene IT Umgebungen, wo Macs und PCs zusammen eingesetzt werden</quote>
Voilà, da ist das Problem, es gibt sehr wenige Firmen, wo die Proportion von Mac zu PC relevant ist. Ich arbeite in einem mittleren Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, die 4 iMacs in der Grafikabteilung sind einfach zu unwichtig für den Einsatz von OS X Servern und zu teuer. Ich weiss schon das es Firmen gibt, in denen der Mac eine grössere Rolle spielt und das da der Xserve eine gute Lösung ist, aber für Apple ist es ein (vielleicht zu grosser) Kostenfaktor.

Der Markt der Supporter ist auch winzig verglichen mit Windows Server. Wenn ich nicht weiter weiss, schreibe ich eine E-Mail und innerhalb gewöhnlich 4 Stunden habe ich eine Antwort. Beim Mac vergehen bei unserem “Verkäufer” Wochen. Da kann Apple nichts dafür, dieser Markt ist besetzt und ein Angriff nicht einfach. Ich sehe auch kein Wachstumspotenzial.

Kommentar von KTM525 (#22542)

Ein Mac Pro wird auch mit OS X und einem RAID noch zu keinem Server. Und die Cloud, in unserer Branche ist da nichts mit Daten im Ausland halten. Apple gibt OS X für Server anderer Hersteller und Virtualisierung (VMWare, Cirtix) frei oder sie sind in dem Bereich definitiv weg vom Fenster. Aber eigentlich ist das ja nur der nächste Schritt… Schritt 1 war die Speicherlösung, Nr. 2 Java und nun noch die Server Hardware… es passt schon zusammen. Und DELL, HP und Co. investieren wie blöd in Firmen die Speichersubsysteme verkaufen und Lösungen für Clouds.

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