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Apple: Update für Final Cut und Co., ResearchKit veröffentlicht

1 Kommentar — Veröffentlicht am Mittwoch, 15. April 2015, um 13:02 Uhr von Stefan Rechsteiner

Neben der Ankündigung der diesjährigen WWDC, einer ersten iOS-8.4-Beta und ersten Eindrücken zu Apple Watch und neuem 12-Zoll MacBook, hat Apple während den vergangenen zwei Tagen noch mit zwei weiteren Neuigkeiten für Aufsehen gesorgt. Final Cut Pro, Motion und Compressor erhalten umfangreiche Updates und das Forschungs-Framework «ResearchKit» wurde freigegeben.

Apple gibt ResearchKit für medizinische Forscher frei

Das Anfang März anlässlich Apples letzter Keynote angekündigte «ResearchKit» ist nun von Apple für Forscher freigegeben worden. Dank dem Software-Framework können iOS-Nutzer persönliche Gesundheitsdaten über ihre iPhones oder iPads mit Krankenhäusern, Ärzten und Universitäten teilen und an klinischen Studien teilnehmen.

Die ersten mit ResearchKit entwickelten Apps untersuchen Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson und konnten alleine in den ersten Wochen ihrer Verfügbarkeit über 60’000 Anmeldungen durch iPhone-Nutzer verzeichnen. Die Apps sind derzeit nur über den amerikanischen App Store verfügbar — bald sollen sie aber laut Apple auch in «weiteren Ländern» erhältlich sein.

Mit der heutigen ResearchKit-Veröffentlichung können ab heute medizinische Forscher das Framework nutzen, um ihre eigenen Apps zu erstellen.

ResearchKit wird von Apple als Open-Source-Framework betrieben. Engagierte Entwickler können deshalb selbst neue Forschungsmodule zu ResearchKit beisteuern.

Wir sind sehr froh und ermutigt von der Resonanz auf ResearchKit aus medizinischen Kreisen und seitens der Forschungsgemeinschaft sowie den Teilnehmern, die zur medizinischen Forschung beitragen. Studien, die in der Vergangenheit wenige hundert Teilnehmer anzogen, erreichen nun Teilnehmerzahlen in den Zehntausenden. Medizinische Forscher auf der ganzen Welt sondieren aktiv, wie ResearchKit ihnen dabei helfen kann noch weitere Erkrankungen zu untersuchen und wir glauben, dass die Auswirkungen auf das globale Verständnis von Gesundheit und Wohlbefinden umfassend sein werden.
Jeff Williams, Senior Vice President of Operations von Apple

Apple will mit dem Open-Source-Framework medizinische Studien revolutionieren. ResearchKit ermögliche es Forschern, Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Patienten und Probanden zu untersuchen und Krankheiten besser zu verstehen.

Als Anfang März die ersten ResearchKit-Apps im US-App-Store veröffentlicht wurden, hatten sich innerhalb der ersten 24 Stunden bei Herz-Kreislauf-App über 10’000 Freiwillige zur Teilnahme der Forschung angemeldet. Dies zeigt das Potential der Forschungsapps auf. Dem Leiter der Stanford-Abteilung, welche die App zusammen mit Apple entwickelt hatte, zufolge, müsste man auf herkömmlichem Weg mehr als ein Jahr suchen, bis man eine solche Teilnehmerzahl erreichen könne.

Mehr Informationen zu ResearchKit gibt es unter apple.com/researchkit und unter researchkit.org.

Umfangreiche Updates für Final Cut Pro, Motion und Compressor

Am Montag veröffentlichte Apple umfassende Updates für Final Cut Pro X, Motion und Compressor. Durch die Aktualisierungen erhalten die professionellen Video-Tools neue Funktionen für Grafikanimation und weitere «wichtige Verbesserungen».

Final Cut Pro 10.2

Final Cut Pro 10.2 soll es ermöglichen, «beeindruckende, einfach zu handhabende 3D-Titel» zu erstellen. Auch soll das Maskieren für Fotokorrekturen und Effekte verbessert worden sein. Weiter wurde die native Unterstützung von Kamera-Formate ausgebaut und RED RAW-Verarbeitung ist neu GPU-beschleunigt.

Im aktualisierten Final Cut Pro können 3D-Titel durch «einfaches Drag-and-Drop» erstellt werden. Ausserdem stehen einfache Vorlagen zum schnellen Start zur Verfügung. Ausserdem werden «filmische Vorlagen mit eingebauten Hintergründen und Animationen» mitgeliefert. Die Anwender sollen dabei aus einer Reihe von Textstilen wählen können, um das Aussehen der Titel mit «Hunderten von Material-, Beleuchtungs- und Kantenkombinationen» anzupassen.
2D-Titel können in 3D konvertiert und die Änderungen in Echtzeit verfolgt werden, wie Apple schreibt.

Für eine optimiertere Farbkorrektur erlaubt es Final Cut Pro 10.2 Cuttern ausserdem, bis zu vier Videoscopes gleichzeitig anzuzeigen. Des Weiteren enthält es laut Apple verbesserte «Shape-Masken für jeden Effekt, welche als Voreinstellungen für schnellen Zugriff zu einem späteren Zeitpunkt gespeichert werden können».

Zu den neu nativ unterstützen Videoformaten, gehören unter anderem Panasonic AVC-Ultra und Sony XAVC-S

Die neue GPU-beschleunigte Transcodierung, Wiedergabe und Rendering bei RED RAW-Material unterstützt übrigens auch die Dual-GPUs beim aktuellen Mac Pro.

Final Cut Pro 10.2 ist im Mac App Store für 300 Schweizer Franken für neue Kunden oder als kostenloses Update für bestehende Anwender erhältlich.

Motion 5.2

Motion wurde in Version 5.2 bei der 3D-Titel-Funktion um die Möglichkeit ergänzt, individuelles Material und Umgebungen zu schaffen und diese «sofort» in Final Cut Pro zu veröffentlichen.

Die App ermögliche es Nutzern neu dynamische Titel mit mehreren Lichtquellen und Kameras, sowie Szenen mit mehreren Layern und 3D-Titeln zu erstellen. Diese würden «ultra-realistische Schatten und Reflexionen auf andere Gegenstände werfen».

«Dutzende Partner» würden noch mehr Möglichkeiten für 3D-Titel in Motion anbieten und dazu sollen noch «Hunderte weitere» neue 3D-Templates «in Kürze» von Entwicklern wie Ripple Training, motionVFX und FxFactory veröffentlicht werden.

Die neue Motion-Version beinhaltet zudem 12 neue Generatoren-Effekte, verbessertes Keyframing und erweiterte Steuerelemente zum Maskieren und zur Formgestaltung.

Motion 5.2 ist im Mac App Store für 48 Schweizer Franken für neue Kunden oder als kostenloses Update für bestehende Anwender erhältlich.

Compressor 4.2

Compressor 4.2 vereinfacht derweil die Aufbereitung eines Filmes für den Export und Verkauf im iTunes Store. Dazu müsse man einfach den Film, den Trailer, die abgeschlossenen Bildunterschriften und vieles mehr auswählen, und Compressor erstelle ein iTunes Store-Paket, welches Nutzer dann an einen iTunes-Vertriebspartner zum Verkauf im Store weiterleiten können.

Die neue Compressor-Version liefere ausserdem auch wichtige Leistungsverbesserungen für Encoding, einschliesslich schnelles GPU-Rendering bei «Senden an Compressor» und Hardware-beschleunigte Multi-Pass-H.264-Codierung auf kompatiblen Systemen.

Compressor 4.2 ist im Mac App Store für 48 Schweizer Franken für neue Kunden oder als kostenloses Update für bestehende Anwender erhältlich.

Kategorie: Entwicklung
Tags: Apple, Compressor, Final Cut, Final Cut Pro, Final Cut Pro X, Forschung, Framework, iOS, iPad, iPhone, Medizin, Motion, ResearchKit, Software, Update

1 Kommentar

Kommentar von macpit (#28785)

ok
ich möchte gern wissen, ob es irgendwie möglich ist die alten iMovie 6 Projekte (also wirklich alt) wieder zu benutzen oder wenigstens irgendwo weiter bearbeiten zu können?
Hat jemand Erfahrung mit diesen alten iMovie Projekten und wie man vorgehen soll?
Ebenso hab ich drei DV Kameras welche via FireWire nicht erkannt werden und die DV Bänder ihren Inhalt nicht preisgeben…
ich spreche hier leider von mehr als 100 Bändern und 200 Projekten.
wäre um Tipps sehr dankbar.

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