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Buch gewährt Einblick in den Management-Stil von Tim Cook

Veröffentlicht am Samstag, 01. März 2014, um 14:56 Uhr von Patrick Bieri

Das Wall Street Journal hat einen Beitrag über das mitte Monat erscheinende Buch «Haunted Empire, Apple After Steve Jobs» veröffentlicht. In diesem Buch eröffnet der Autor Yukari Iwatani Kane einen tieferen Einlick in den Führungsstil von Tim Cook.

Tim Cook wird im Buch als ein Manager beschrieben, der mit seinen Mitarbeitenden sehr hart sein kann, wenn ihm etwas nicht passe. Gleichzeitig sei es ihm in seiner Zeit bei Apple auch immer wieder gelungen, seine Mitarbeitenden positiv zu motivieren. «Nur für ein Lob» habe es Tim Cook bislang geschafft, die Mitarbeiter dazu zu bewegen, vom Morgen bis am Abend durchzuarbeiten.

Tim Cook sorge für neue Führungskultur

Nach dem Tod von Steve Jobs habe Tim Cook dafür gesorgt, dass Apple in der internen Kommunikation offener geworden sei. Tim Cook wende sich nun öfters per Mail an die Mitarbeitenden und führe öfters Treffen mit Führungskräften durch. Während Steve Jobs jeweils mit Jony Ive das Mittagessen eingenommen hat, setze sich Tim Cook immer wieder zu ‘normalen’ Mitarbeitenden, welche ihm unbekannt sind.

Hohe Erwartungen an Untergebene

Tim Cook habe bereits im Jahr 1998, als er bei Apple anfing, hohe Erwartungen an all diejenigen, die mit ihm zusammenarbeiteten. Er verlangte damals von seinen Angestellten, dass sie sich so verhalten sollten, als ob Apple eine Firma mit einem Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar wäre. Tatsächlich hatte das Unternehmen damals lediglich einen Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar. Die Mitarbeitenden sollten dafür sorgen, dass Apple die besten Liefer- und Komponenten-Preise aushandeln konnte.

10 Mal dieselbe Frage

Die Meetings unter der Führung von Tim Cook seien jeweils ordentlich geführt und die Traktanden werden gemäss Kane diszipliniert abgearbeitet. Dabei suche Tim Cook jeweils nach jedem noch so kleinen Fehler, um diesen beheben zu können. Wenn ihm etwas unklar erscheine, frage er so lange nach, bis er mit der Antwort zufrieden sei. Dabei sei Tim Cook bekannt dafür, bis zu 10 Mal dieselbe Frage zu stellen. Erst wenn er mit der Antwort zufrieden sei, wird der betreffende Apple-Mitarbeiter von der Antwortpflicht befreit. Aufgrund dieser Akribe können Meetings teilweise mehr als sechs Stunden dauern, was für einige Mitarbeitenden nicht sehr angenehm zu sein scheint.

Stille setzt Mitarbeiter unter Druck

Anders als Steve Jobs, der an Meetings sehr laut werden konnte, nutze Tim Cook das Element der Stille, wenn er mit einer Antwort in einem Meeting nicht zufrieden sei. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise nicht fähig sei, auf eine Frage zu antworten, so bleibe Tim Cook so lange ruhig, bis er eine Antwort erhalten hat. Die Stimmung, die dabei im Meeting-Raum entsteht, wird von den Teilnehmenden als sehr unangenehm beschrieben. Während die nicht betroffenen Teilnehmer in den leeren Raum starren, fokussiere sich Cook auf den betreffenden Mitarbeiter. Es könne dabei vorkommen, dass Cook während der Wartezeit einen Energie-Riegel esse, um die Wartezeit zu überbrücken.

Das Buch «Haunted Empire, Apple After Steve Jobs» wird für den 18. März 2014 erwartet. Das Buch von WSJ-Journalist Kane ist aktuell noch nicht im Schweizer iBookstore gelistet.

Kategorie: Apple
Tags: Apple, Portrait, Steve Jobs, Tim Cook, Wall Street Journal

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