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Details und Analyse der Quartalszahlen Q2/2011

Veröffentlicht am Donnerstag, 21. April 2011, um 07:50 Uhr von Stefan Rechsteiner

Wie gewohnt informierte Apple gestern nach Börsenschluss nicht nur über die blendenden Zahlen des vergangenen Quartals, sondern lud Pressevertreter auch zum anschliessenden «Conference Call». Der Fragerunde wohnten Apples CFO Peter Oppenheimer und COO Tim Cook bei, während Steve Jobs aufgrund seiner Auszeit nicht anwesend war. Zu künftig-möglichen Produkten und Plänen wurden wie immer keine Fragen beantwortet. Im folgenden eine Zusammenfassung des Conference Calls mit Schwerpunkt auf die Themen Android, iPad, Japan, LTE, Lion und Steve Jobs.

Android

Angesprochen darauf, ob Apple einen Zusammenhang darin sehe wie Android derzeit Marktanteilmässig an Apples iOS vorbeizieht wie es damals Microsofts Windows gegenüber dem Mac System machte, bezog sich Apple auf eine kürzlich erschienene Studie. Die Studie von Comscore besagt, dass die iOS-Plattform (mit allen iOS-Geräten — also auch iPod touch) aktuell in den USA weiterhin vor Android von Google liegt. Mit dem erfolgreichen iPad 2 Launch und dem anhaltenden grossen Andrang auf das neue Apple Tablet, dem grössten App-Store sowie immer mehr Zugkraft aus der Wirtschaft sieht sich Apple hier auch kurzfristig gut aufgestellt. Auch für die Zukunft fühlt sich Apple mehr als gerüstet. Apple glaubt weiterhin fest an den Erfolg des Integrations-Ansatzes des iPhones gegenüber dem fragmentierten Android. Man nennt die iPhone-Strategie sogar «wesentlich besser» als jene die Google mit Android verfolgt. Die Kunden begrüssen es, dass Apple die volle Verantwortung für das iPhone-Erlebnis übernehme. «Few customers want to be a systems integrator.»

iPad

Apple verkaufte im Winter-Quartal (Januar bis März) ‘nur’ 4.69 Millionen iPads. Während im vorgegangenen Weihnachtsquartal noch über 7 Millionen iPads verkauft wurden, überrascht die Q2-Zahl auf den ersten Blick. Viele Käufer haben den Launch des iPad 2 abgewartet. Das ein neues iPad kommen wird, war bereits seit längerem ein offenes Geheimnis, am 2. März dann kündigte es Apple an. Das iPad 2 kam am 11. März in den USA und am 25. März in 25 weiteren Ländern auf den Markt. Apples zweites Fiskalquartal 2011 endete bereits am 26. März, damit sind in den Q2-Zahlen erst zwei Wochen des USA-Verkaufs und der erste Verkaufstag der weiteren Länder berücksichtigt. Die Apple Exekutiven sind «thrilled» von der Nachfrage nach dem neuen Apple Tablet. Nachgefragt, warum man für die iPad-2-Markteinführung nicht mehr Tablets produziert hat, antwortete Apple mit dem Argument dass Produkt-Übergänge nie einfach seien. Die Verantwortlichen bei Apple sind dennoch Stolz auf die Entwicklung bei der Produktion und fügen hinzu, dass sie einiges besser war als vor einem Jahr beim original iPad. Nächste Woche kommen weitere Märkte in den Genuss des iPad 2 und diese Anzahl Länder wird im nun laufenden Quartal weiterhin stetig ausgebaut. Apple produziere im laufenden Quartal entsprechend eine «sehr hohe Anzahl» an iPad 2.

Japan

Angesprochen auf die Naturkatastrophen in Japan und wie diese Apple beeinflussen wird, meinte der COO Tim Cook, dass die Geschehnisse in Japan sehr tragisch seien. Apple habe mit Japan eine lange, tief-verbundene Geschichte und unterstütze nun das Land und die Bevölkerung. Die Umsätze werden aufgrund der Unglücke in Japan im laufenden Quartal (Q3/2011) um 200 Millionen US-Dollar tiefer sein. Viele Bauteile von Apples Produkten stammen aus Japan. Apples Zulieferkanäle seien jedoch nicht direkt von den Katastrophen betroffen, so Cook. Die Situation sei aber natürlich sehr ungewiss und es gäbe ganz klar Risiken. Apple wisse aktuell aber von keinen direkten Problemen, möchte aber auch keine Garantie geben, dass dies so bleibt.

LTE iPhone

Das iPhone mit LTE, also das «4G iPhone» hat gestern von Apple vorerst eine Absage erhalten. Die LTE-Chipsätze, die es aktuell gibt, würden noch zu grosse Einschränkungen mit sich bringen. Da Apple aber für das iPhone nicht gewillt ist, Einschränkungen in Kauf zu nehmen, wird es vorerst kein LTE im iPhone geben. Aus dem gleichen Grund war im ersten iPhone anno 2007 noch kein 3G (also UMTS) vorhanden, sondern nur GPRS und EDGE («2.5G»). Ein mögliches iPhone 5, das vielleicht noch diesen Sommer oder Herbst auf den Markt kommt, dürfte damit mit grosser Wahrscheinlichkeit noch kein LTE-Chipsatz mit sich bringen — es sei denn natürlich bis dann gibt es bessere Chipsätze die Apples Anforderungen entsprechen.

Mac OS X Lion

Das nächste Major-Update für Mac OS X wird an der WWDC Anfang Juni gezeigt. Die nächste Wildkatze wurde erstmals letzten Oktober im Zuge eines Special Events unter dem Slogan «Back to the Mac» gezeigt, seither sind zwei Developer-Preview-Versionen von Mac OS X 10.7 an registrierte Entwickler verteilt worden. Die Lion-Entwicklung sei auf gutem Wege und soll, wie angekündigt, im «Sommer 2011» auf den Markt kommen. An der Weltweiten Entwicklerkonferenz in San Francisco wird Apple weitere grossartige Funktionen des Löwen präsentieren — sehr wahrscheinlich wird dann auch das definitive Datum des Verkaufsstarts bekannt gegeben.

Steve Jobs

CFO und COO beteuerten, dass sie Steve Jobs auch weiterhin in regelmässigen Abständen sehen und Jobs auch weiterhin in wichtige strategische Entscheidungen involviert ist. Steve wolle «so schnell er könne» zu Apple zurück.

Link: Apples Quartalszahlen Q2/2011

Kategorie: Apple
Tags: 2.5G, 3G-UMTS, 4G-LTE, Android, Apple, CEO, CFO, COO, Entwicklung, Geschichte, Google, iOS, iPad, iPad 2, iPhone, iPhone 5, iPod, iPod touch, Japan, Lion, Mac, Mac OS X, Mac OS X 10.7 Lion, Microsoft, Peter Oppenheimer, Steve Jobs, Tablet, Tim Cook, Update, Wichtig, Windows

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