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Eddy Cue: «Bestes Lineup seit 25 Jahren kommt»

Veröffentlicht am Montag, 02. Juni 2014, um 07:00 Uhr von Patrick Bieri

Kurz nach der Bekanntgabe der Übernahme von Beats Electronics durch Apple haben sich Apples Internet-Chef Eddy Cue und der Beats-Mitbegründer Jimmy Iovine den Fragen von Re/code gestellt. Die beiden Manager sprachen an der Code Conference über die Beats-Übernahme, das Musik-Geschäft und Apples Produkt-Palette.

Bereits einen Tag nach der Übernahme von Beats Electronics durch Apple gab es den ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt von Eddy Cue und Jimmy Iovine. Die beiden Apple-Manager sprachen im Rahmen der Code Conference unter anderem zur Übernahme von Beats. Sie stellten sich dabei den Fragen der beiden Journalisten Walt Mossberg und Kara Swisher.

Wieso Beats?

Die Moderatoren der Konferenz interessierten sich insbesondere dafür, weshalb Apple gerade Beats Electronics übernommen hat. Eddy Cue verwies dafür auf die talentierten Mitarbeiter, die bei Beats beschäftigt sind. Jimmy Iovine bezeichnete er in diesem Zusammenhang als die «talentierteste Person» in diesem Geschäftsbereich. Auch Dr. Dre und das gesamte Team machen gemäss Cue einen hervorragenden Job.

Für Eddy Cue hat Beats mit dem Musik-Streaming-Dienst Beats Music alles richtig gemacht. Dieser Streaming-Dienst ist gemäss Cue so, wie ein Streaming-Dienst sein muss.

Die Beats-Übernahme bringt Apple vorwärts

In diesem Zusammenhang stellte sich allerdings die Frage, weshalb Apple nicht einen eigenen Streaming-Dienst aufgebaut hat, der den eigenen Vorstellungen entspricht. Gemäss Eddy Cue will man bei Apple nicht alles selbst machen. Man versuche bei Apple, sich auf einige wenige Bereiche zu konzentrieren. Er ist dabei überzeugt, dass die Übernahme von Beats Apple «vorwärts bringen» wird.

Mit der Übernahme des Streaming-Dienstes Beats Music übernimmt Apple auch 250’000 zahlende Streaming-Kunden. Diese Kunden-Zahl erscheint klein im Vergleich zu den 40 Millionen Nutzern, die gemäss Cue Apples eigenes iTunes Radio nutzen. Allerdings ist unklar, wie sich die Zahl von 40 Millionen Nutzern zusammensetzt.

Eddy Cue und Jimmy Iovine an der Code Conference Quelle: Re/code

Man kann sich nicht nur auf Algorithmen verlassen

Jimmy Iovine äusserte sich an der Konferenz über die Funktionsweise von Beats Music. Seiner Ansicht nach haben die letzten Jahre gezeigt, dass man einen Musik-Streaming-Dienst nicht nur auf Algorithmen aufbauen kann. Diejenigen Songs, welche für die Computer-Programme passend sind, müssen für den Hörer nicht unbedingt zusammenpassen. In diesem Zusammenhang ist es für Iovine wichtig, dass Menschen an der Zusammenstellung der Playlists beteiligt sind.

Bei Beats Music sind zahlreiche Musik-Experten beschäftigt, welche sich um die Zusammenstellung der Playlists kümmern.

Apple macht Smartphones. Nicht Kopfhörer!

Jeder Käufer eines Smartphones soll die mitgelieferten Kopfhörer durch qualitativ hochwertigere Modelle ersetzen, wie Jimmy Iovine die Vision von Beats zusammenfasste. Walt Mosberg fragte in diesem Zusammenhang, ob er damit auch die von Apple hergestellten Kopfhörer meint. Gemäss Iovine ist man bei Apple nicht für den Bau qualitativ hochwertiger Kopfhörer verantwortlich. Apple ist auf den Bau von Smartphones spezialisiert, so Iovine.

Einige Apple-Dienste bald auf anderen Plattformen

Der Moderator Walt Mosberg konfrontierte Eddy Cue mit dem Vorwurf der Abschottung. Zahlreiche Apple-Dienste sind lediglich mit iOS und OS X kompatibel. Eddy Cue versprach in diesem Zusammenhang, bald einige Apple-Dienste auch auf anderen Plattformen anbieten zu wollen. Welche Dienste dies sein werden, wollte er allerdings nicht sagen.

Gleichzeitig verwies Cue auch auf die technischen Schwierigkeiten, die mit der Übertragung der Apple-Dienste auf andere Plattformen verbunden sind. Einige Dienste wie iMessage sind gemäss Cue so stark mit der Hardware von Apple verknüpft, dass eine Übertragung auf eine andere Plattform sehr schwierig ist.

Nutzer sollen nicht merken, wenn sie iCloud verwenden

Eddy Cue legte anlässlich der Konferenz auch dar, weshalb die Nutzer nicht merken sollten, wenn sie iCloud nutzen. Gemäss Cue will man bei Apple die Cloud-Dienstleistungen nahtlos mit den bestehenden Produkten verbinden. Jeder Nutzer verwende iCloud mehrmals am Tag und merkt dies nicht, wie Cue die Dienstleistung charakterisierte.

Bestes Lineup seit 25 Jahren kommt

Anlässlich der Code Conference hat sich Apples Internet-Chef Eddy Cue auch über die künftigen Produkte von Apple geäussert. In den letzten 25 Jahren gab es seiner Meinung nach nie eine besser gefüllte Produkt-Pipeline als in diesem Jahr.

Mit dieser Äusserung legt Cue die Messlatte für Apple sehr hoch. Es wird sich zeigen, welche Produkte Apple anlässlich der heutigen WWDC und den späteren Keynotes vorstellen wird.

Zahlen: 250’000 «Beats-Music»-Abonnenten, 800 Millionen hinterlegte Kreditkarten bei iTunes

Eddy Cue veröffentlichte an der Konferenz auch einige interessante Kennzahlen zu Apples Musik-Geschäft. So sind im Moment über 800 Millionen Kreditkarten mit den iTunes-Konten verknüpft. Trotz dieser enormen Anzahl an hinterlegten Kreditkarten kaufen die Nutzer nicht mehr Musik. Eddy Cue sprach in diesem Zusammenhang von einer Nivellierung der Musik-Downloads.

In der letzten Woche wurde zudem der 35-milliardste Song heruntergeladen, wie Eddy Cue stolz verkünden konnte.

Das ganze Code-Conference-Gespräch mit Jimmy Iovine und Eddy Cue

Kategorie: Apple
Tags: Apple, Beats Music, Code Conference, Dr. Dre, Eddy Cue, Hardware, Internet, iOS, iTunes Radio, Jimmy Iovine, Kopfhörer, Mac, Musik, OS X, Streaming, USA, WWDC 2014

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