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Entwicklungs- und Schwellenländer: Lässt Apple die alten iPhones länger im Verkauf?

1 Kommentar — Veröffentlicht am Freitag, 22. August 2014, um 06:50 Uhr von Patrick Bieri

In Europa und Nordamerika bleiben die iPhones drei Jahre im Verkauf, bis sie aus dem Sortiment verschwinden. In Entwicklungsländern hat sich diese Strategie nicht bewährt. In Indien wird deshalb seit Januar 2014 das iPhone 4 wieder verkauft. Dieser Strategiewechsel zeigt erste Erfolge: Apples iPhone-Absatz verdoppelte sich. Ist dieses Modell auch für andere Länder geeignet?

Nach der Veröffentlichung einer neuen iPhone-Generation blieb das Gerät bislang drei Jahre auf dem Markt, bis die Produktion auslief. Damit haben die Kunden die Möglichkeit, zwischen drei verschiedenen iPhone-Modellen auszuwählen. Zur Auswahl stehen aktuell das iPhone 5s, das iPhone 5c und das iPhone 4s.

Verkaufsstop des iPhone 4 sorgte für sinkenden Marktanteil

Dieser iPhone-Zyklus hat sich in Europa und in Nordamerika bewährt. In Schwellenländern hatte Apple hingegen Mühe, den eigenen Marktanteil zu halten. Insbesondere in Indien hatte der Verkaufsstop des iPhone 4 im Herbst 2013 massive Auswirkungen auf den Marktanteil. Während der Markanteil des iPhones im vierten Quartal 2012 bei 4.7 Prozent lag, sank er im vierten Quartal 2013 auf 1.4 Prozent. Apples Marktanteil sank, obwohl der Gesamtmarkt stark wächst.

Apple musste auf diese Marktreaktion reagieren. Seit Januar 2014 wird das iPhone 4 wieder in Indien verkauft. In der Zwischenzeit kam das iPhone 4 auch in Brasilien wieder in den Verkauf.

Apples steigert Marktanteil rasant

Nachdem Apple das iPhone 4 wieder ins Sortiment aufgenommen hat, haben sich die iPhone-Verkäufe verdoppelt. Im ersten Quartal sollen 325’000 iPhones verkauft worden sein. Damit steigerte Apple den Marktanteil in einem Markt, der schneller als der chinesische Markt wächst.

iPhone als Statussymbol

Für die Inder ist das iPhone ein Statussymbol, wie der Manager Punit Mathur gegenüber Bloomberg sagte. Ein iPhone wird zur Schau gestellt, ein Android-Gerät hingegen nicht. Deshalb ist es für viele Nutzer entscheidend, ein iPhone zu besitzen. Ob es sich dabei um die neuste Generation handelt, ist weniger relevant.

Schlussendlich werden alle iPhones von Apple hergestellt und dies ist das wichtigste, wie der Analyst Katyayan Gupta den Zustand beschreibt.

Ältere iPhones bald in weiteren Märkten?

Apple testet den neuen Produkt-Zyklus im indischen Markt, wie der Analyst Ken Hyers überzeugt ist. Wenn die Testphase erfolgreich verläuft, werden bald auch in weiteren Märkten ältere iPhones im Verkauf bleiben. Inder sind preissensitiv und dies hat Apple verstanden, wie der Analyst Katyayan Gupta sagt.

Der verlängerte Produkt-Zyklus des iPhones ist vor allem für diejenigen Märkte interessant, in welchen Apple Marktanteile gewinnen will. Dazu zählen Schwellenländer wie Brasilien, Indonesien und Russland sowie Entwicklungsländer.

Apple bindet Nutzer ans Ökosystem

Der durchschnittliche Verkaufspreis eines iPhones liegt in Indien bei rund 450 US-Dollar. In den USA erzielt Apple im Durchschnitt einen Erlös von 600 bis 700 US-Dollar.
Die indischen Kunden sind nicht bereit, mehr für ein iPhone auszugeben, weil die indischen Mobilfunkprovider die Geräte nicht verbilligen.

Trotz des niedrigeren Verkaufspreises lohnt sich der iPhone-Verkauf in Indien. Mit jedem verkauften iPhone steigt die Zahl derjenigen Personen, die im iOS App Store Programme kaufen können. Mit diesen Kunden kann Apple langfristig Geld verdienen.

Entwickler haben grösseren Aufwand

Die Entwickler haben dank dieser Strategie eine grössere potentielle Kundschaft. Auf der anderen Seite müssen die Apps in Zukunft für noch mehr iPhone-Generationen optimiert werden. Diejenigen Entwickler, die mit ihren Apps möglichst viele Nutzer ansprechen möchten, müssen in Zukunft einen grösseren Entwicklungs-Aufwand in Kauf nehmen.

Kategorie: Apple
Tags: Entwicklungsländer, Indien, iPhone 4, Marktanteile, Mobilfunk, Preis, Preisreduktion, Schwellenländer

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