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iOS 10 bringt zahlreiche Neuerungen

2 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 13. Juni 2016, um 19:53 Uhr von Stefan Rechsteiner

Die nächste iOS-Version ist ein mit neuen Funktionen vollgepacktes Update. Nicht nur das System an sich, sondern auch einige der integrierten Apps erhalten eine umfassende Aktualisierung.

Es sei die «bisher bedeutendste Version von iOS», heisst es von Apple. CEO Tim Cook nennt es ein «gigantisches Release» — sogar «die Mutter aller Versionen». iOS 10 bringt in der Tat eine Vielzahl an neuen Funktionen.

Neues Design & neue Funktionen für Musik, Karten und News

Drei Apps erhalten mit iOS 10 eine komplett neugestaltete Oberfläche: Musik, Karten und News.

Am Grössten dürften die Neuerungen bei der Musik-App sein, welche den vor einem Jahr eingeführten Musik-Streamingdienst «Apple Music» entrümpeln und einfacher gestalten soll. Der Fokus der App liegt neu auf den drei Bereichen «eigene Mediathek», «Für dich» und «Entdecken». Ersteres vereinfacht den Umgang mit der eigenen Mediathek an lokal abgelegten Musik-Titeln und aus Apple Music hinzugefügten Inhalten. Der Bereich «Für dich» bleibt das Herzstück des Musik-Streamingdienstes, wird aber durch noch mehr persönliche Inhalte erweitert. Die Ansicht «Entdecken» wird vereinfacht und zeigt Interessantes aus dem ganzen Musik-Katalog des Dienstes. Das soziale Musik-Netzwerk «Connect» hat in der neuen Version keinen eigenen Reiter mehr, sondern wird tief in «Für dich» und «Entdecken» integriert. Inhalte von Künstlern die sich auf Connect austoben, werden in diesen Bereichen dargestellt.

Nicht nur Apple Music soll mit der Umgestaltung intuitiver werden, auch die Karten-App erhält einen neuen Anstrich und zeigt Zusatzinformationen zu interessanten Standorten aufgeräumter und übersichtlicher dar. Die Karten-App wird ausserdem für Entwickler geöffnet, sodass diese ihre Apps in Karten integrieren können. Beispielsweise ist es so für Nutzer dank Apps wie «OpenTable» möglich, direkt aus der Karten-App heraus Reservierungen für Restaurants tätigen zu können. Weiter können Dienste wie Uber direkt aus der Karten-App heraus Fahrten buchen und Autos anzeigen. Weiter erhält die Karten-App neue proaktive Intelligenz und die Navigations-Ansicht animiert schöner, erlaubt mehr Interaktion «unterwegs», zeigt unterwegs Tankstellen, Raststätten und Cafés an und kann eine Einschätzung abgeben, wie sich ein möglicher Halt auf die Länge der Fahrt auswirken wird.

Ebenfalls ein neues Design erhält die Nachrichten-App «Apple News». Die vor einem Jahr eingeführte und im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbare App organisiert Abschnitte neu, stellt Nachrichten in einem übersichtlicheren Design dar und bietet neu Unterstützung für Benachrichtigungen für Eilmeldungen ermöglicht den Abschluss kostenpflichtiger Abonnements von Zeitungen und Magazinen.

«Home» für die Heimautomatisierung

Mit einer neuen App namens «Home» stellt Apple mit iOS 10 eine zentrale Anlaufstelle für Smart-Home-Geräte zur Verfügung. Geräte die über die HomeKit-Plattform verknüpft sind, lassen sich so zentral steuern. Die einzelnen Aktionen sind auch über das neugestaltete Kontrollzentrum und natürlich über den digitalen Assistenten Siri verfügbar.

Bis heute gibt es bereits fast 100 Heimautomatisierungs-Produkte, die auf Apples HomeKit-Plattform setzen.

Apples Settop-Box «Apple TV» dient neu als «Heimbasis», über welche die Geräte zuhause auch fernverwaltet werden können. Aktionen können über HomeKit auch automatisch ausgelöst werden und auf einen Umstand wie Tageszeit, Ort oder eine spezielle Aktion reagieren.

Intelligentere Benachrichtigungen

Das Benachrichtungssystem wird in iOS 10 markant erweitert. Die Mitteilungen unterstützen neu auch 3D-Touch für eine schnellere Interaktion. Weiter kann beispielsweise über eine Nachrichten-Mitteilung direkt die ganze Diskussion aufgerufen werden oder ein Artikel oder eine App-Funktion aufgerufen werden, ohne dabei die laufende App verlassen zu müssen.

Siri für Dritt-Apps

Nicht nur die Karten-App wird für Entwickler geöffnet, sondern endlich auch der digitale Assistent «Siri». Entwickler können ihre Apps für Siri anpassen, sodass der Nutzer mit dem digitalen Assistenten auch Funktionen von Dritt-Apps nutzen kann. Künftig wird Siri also dank SiriKit auch WhatsApp-Nachrichten schreiben, Uber-Fahrten buchen und RunKeeper-Touren starten können.

Auch unterstützt Siri neu CarPlay-Apps, den Zugriff auf die Klimaanlage und die Radio-Einstellungen des Autos.

Neue Funktionen für Fotos

Mit «Erinnerungen», einer neuen Karten-Ansicht und neuen Bearbeitungs-Möglichkeiten wird auch die Fotos-App von iOS erweitert. Details dazu im Artikel zu macOS 10.12 Sierra.

Viel neues für iMessage/Nachrichten

Laut Apple ist «Nachrichten» die am häufigsten verwendete iOS-App. Mit iOS 10 und macOS Sierra wird die Nachrichten-Plattform markant ausgebaut. Neu gibt es animierte Nachrichten und neue «ausdrucksstarke» Möglichkeiten, auf Nachrichten zu reagieren. Mit «Bubble Effects» können einzelne Nachrichten mit Ballonen, Konfetti oder Feuerwerken versehen werden, die den ganzen Bildschirm einnehmen und die Nachricht so noch speziell hervorheben. Weiter können einzelne Animationen wie ein Hüpfen oder ein Grösser- oder Kleinerwerden auf die Sprechblasen gesetzt werden, um ihnen noch mehr Ausdruck zu verleihen. Weiter gibt es eine «unsichtbare Tinte» genannte Funktion, welche den Inhalt einer Nachricht (egal ob Text oder Bild/Video) erst anzeigt, wenn man mit dem Finger darüber streicht. Des Weiteren kann die eigene Handschrift verschickt werden — für sehr personalisierte Nachrichten, oder für handgeschriebene Notizen etc. Nach dem Tippen einer Nachricht können neu zudem einfach Wörter durch Emojis ersetzt werden. Mit der neuen Tap-Back-Funktion können Reaktionen auf einzelne Nachrichten abgegeben werden und sogenannte «Rich Links» zeigen bei URLs eine Vorschau direkt im Nachrichten-Verlauf an, ohne dass die App verlassen werden muss.

Entwicklern werden zudem die Tore für die iMessage-Plattform geöffnet. So können Apps direkt in Nachrichten integriert werden. Das können einfache «Stickers» im Sinne erweiterter Emojis sein, aber auch Interaktives wie Funktionen von Lieferdienst-Apps, Kino-Apps oder Zahlungs-Apps, welche direkt aus Nachrichten heraus mit den Diskussionspartnern zusammen getätigt werden können.

Viele weitere neue Funktionen

Neben den grossen Neuerungen gibt es auch in iOS 10 erneut zahlreiche kleinere neue Funktionen. Beispielsweise werden Voice-Mails neu automatisch transkribiert, mit «Raise to Wake» schaltet sich das iPhone automatisch ein wenn man es nur aufhebt, die QuickType-Vorschläge sind noch intelligenter, Werbeanrufe sollen neu automatisch erkennt werden, Anrufe über VoIP-Apps werden in der Telefon-App automatisch erkannt, auf dem iPad lassen sich neu in der Split-View zwei Safari-Seiten gleichzeitig öffnen, in Notizen können einzelne Blätter zusammen mit Kontakten gleichzeitig bearbeitet werden, Live Photos können neu bearbeitet werden, «Bedtime Alarm» in der Uhr-App ermöglicht das Einstellen regelmässiger Schlafzeiten und das Einstellen von Erinnerungen an die Schlafenszeit, und Apple Pay ist auch auf iOS «im Web» via Safari verfügbar.

Ebenfalls neu können mit iOS 10 zahlreiche Apple-eigene Apps deinstalliert werden — zumindest mit der aktuellen Beta. Konkret lassen sich Rechner, Kalender, Kompass, Kontakte, FaceTime, Find my iPhone, Home, iBooks, iCloud Drive, iTunes Store, Mail, Karten, Musik, News, Notizen, Podcasts, Erinnerungen, Aktien, Tipps, Videos, Sprachmemos, Watch und Wetter deinstallieren und auf Wunsch später wieder über den iOS App Store frisch installieren. Die iCloud-Daten hinter Kalender, Kontakte etc. bleiben natürlich auch beim Löschen dieser Apps weiterhin bestehen.

«iOS 10 — Hey Hi Hello»

Veröffentlichung im Herbst

Registrierte Entwickler können seit der Nacht auf heute eine erste Beta-Version des neuen iPad- und iPhone-Betriebssystems von Apples Entwickler-Portal herunterladen und austesten. Öffentliche Beta-Versionen wird es ab Juli geben. Veröffentlicht wird das erneut kostenlose Update dann im Herbst — höchstwahrscheinlich im September.

Das neue System wird auf allen iPhone-Modellen ab iPhone 5 laufen (iPhone 5, 5c, 5s, SE, 6, 6 Plus und 6s und 6s Plus) sowie allen iPads ab der zweiten Generation (2, 3, 4, Air, Air 2, Pro 9.7- und 12.9-Zoll sowie mini, mini 2, mini 3 und mini 4). Beim iPod touch wird die fünfte oder die aktuelle sechste Generation benötigt.

Bildergalerie

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Kategorie: Apple
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2 Kommentare

Kommentar von sierra (#29406)

Das bisher beste ist das Neue File System. Der Rest gehört in die Tonne getreten. Ein wenig mehr wäre schon OK - z.B eine performante SMB Anbindung. Da musste ich wieder auf Version 1 zurück.
Warum OS X umbenennen - die haben einfach Zuviel Geld. macOS mag ich nicht weil kein X für UNIX mehr dasteht.
Zugegeben, dass ist eine Entwicklerkonferenz - aber Siri habe ich nie benutzt in 5 Jahren. Ich hätte da lieber Eclipse mit Swift und ein simpler Programmeditor mit Speed.

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