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iMessage ist die sicherste Nachrichten-App auf dem Massenmarkt

4 Kommentare — Veröffentlicht am Donnerstag, 06. November 2014, um 11:14 Uhr von Patrick Bieri

Einer neuen Studie zufolge ist Apples Nachrichten-App «iMessage» die sicherste Massen-Nachrichten-App. Im Vergleich zu anderen Massen-Diensten bietet iMessage eine weitreichendere Verschlüsselung.
Gut abgeschnitten hat auch die Schweizer App Threema, welche allerdings nicht zu den Testsiegern gehörte.
Schlechte Noten bekamen hingegen die Nachrichten-Apps von Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und WhatsApp.

Die Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat einen Testbericht veröffentlicht, in welchem die Datensicherheit von Nachrichten-Apps überprüft worden ist. Insgesamt hat die Organisation 36 verschiedene Nachrichten-Apps auf ihre Datensicherheit getestet.

Bestes Massenprodukt

Gemäss den Einschätzungen der EFF sind Apples iMessage und FaceTime die besten Massen-Produkte auf dem Markt für mobile Nachrichtendienste. Kritisiert wurde von den Sicherheits-Experten, dass die Identität der Kontakte nicht überprüft werden kann. Des Weiteren kann der Quellcode der Programme von keiner unabhängigen Stelle überprüft werden.

Gemäss der EFF bieten sowohl iMessage als auch FaceTime keinen genügenden Schutz gegen gezielte Überwachungsmassnahmen.

Schlechte Noten für Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und WhatsApp

In der Bewertung weit abgefallen sind die Nachrichten-Apps von Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und WhatsApp. Die Experten kritisierten unter anderem, dass die Nachrichten-Inhalte bei der Übertragung nicht verschlüsselt werden. So ist es einem Dritten möglich, die Daten abzufangen und auszuwerten.

6 Programme erfüllten alle Kriterien

Von 36 getesteten Nachrichten-Apps haben sechs die Sicherheits-Kriterien der EFF erfüllt. Dazu zählen die Apps ChatSecure, CryptoCat, Signal/Redphone, Silent Phone, Silent Text und TextSecure (nur für Android).

Threema: Fehlende Publikation des Quellcodes

Bei der Schweizer App Threema kritisierten die Tester die fehlende Publikation des Quellcodes. Es ist deshalb unabhängigen Dritten nicht möglich, den Sicherheits-Standard der Nachrichten-App zu überprüfen. Deshalb wurde bislang noch keine unabhängige Überprüfung des Quellcodes durchgeführt.

Threema hat sich in den letzten Jahren bewusst dafür entschieden, den Quellcode der App nicht offenzulegen. Trotz der Kritik wird sich an diesem Geschäftsmodell kaum etwas ändern.

Kategorie: Software
Tags: Android, Apple, Datenschutz, Facebook Messenger, Google, iMessage, Microsoft, Nachrichten, Schweiz, Sicherheit, Threema

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4 Kommentare

Kommentar von gentux (#28557)

Nein, wenn wirklich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorliegt kann nur der Inhaber des privaten Schlüssels die Nachricht lesen, auch wenn die Polizei die Festplattwn des Servers auslesen können sie den Inhalt nicht rekonstruieren. So sollte jedenfalls Threema funktionieren, denke aus Sorge vor Nachahmern und Patenttrollen veröffentlichen sie den Code nicht. Wann und mit wem lässt sich natürlich trotzdem feststellen.

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